Von Schülern lernen…

geht immer.

Mit Beginn des Lehrerjobs 1999 sollte eine Zeit enden, in der ich musikalisch etwas auf der Stelle getreten war. Abhilfe schuf im ersten Jahr ein Tape, was mir ein Schüler aufnahm, dem ich ein paar Bücher geschenkt hatte, die bei Aufräumarbeiten daheim übrig geblieben waren (vor allem doppelte Exemplare nach dem Zusammmenlegen zweier Germanistikstudentenregalen).

Zwei Jahre später drückte ich einer Schülerin, die ebenso wie ich DocMartens trug, eine leere Kassette in die Hand mit der Aufforderung, mir ein paar ihrer Lieblingslieder aufzunehmen. Leider ist die Tracklist schon sehr verblasst – aber geblieben davon sind: Green Day, Millencolin und 3 Doors Down.

Experimentierfreudiger dann das nächste Tape: Deutscher Hip Hop und “Ghettomucke”. Der Titel des Tapes wurde in dem hiesigen Haushalt zum geflügelten Wort.

Und als letztes Beispiel aus der Tape-Ära eine Sammlung mit viel Incubus und Placebo.

Als ich das letzte Mal um eine CD bat, kam leider irgendwie viel elektronische Musik heraus. Hier, muss ich sagen, ist meine musikalische Toleranz etwas begrenzt.

Aber die Tracklists hier sind fester Bestandteil meiner Musikbibliothek geworden. Ja, sogar “Hip-Hop-Mucke” – es gibt nichts Besseres, wenn man allein in norddeutscher Landschaft im Auto über die Landstraßen braust.

Außer vielleicht – im Ernst – Ali Hassan Kuban, den ägyptischen Hochzeitssänger.