Das Fräulein von Scuderi

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Inhaltsverzeichnis

Informationen zum Autor

E.T.A. Hoffmann - Ernst Theodor Amadeus (Wilhelm) Hoffmann Bild

- geboren am 24. Januar 1776 in Königsberg

- gestorben am 25. Juni 1822 in Berlin

Eltern:

+Christoph Ludwig Hoffmann (Advokat)

+Luise Albertine Hoffmann geborene Doerffer


Gedenktafel in der Mitte von Berlin (Charlottenstraße 56)mit der Inschrift:

''Der Schriftsteller

Kammer-Gerichts-Rath

Ernst Theodor Amadeus

Hoffmann

wohnte hier selbst vom Juli 1815 bis

zu seinem am 25. Juni 1822 erfolgten Tode.

Seinem Andenken

die Stadt Berlin 1890 Bild

Machte 1792 aufgrund dessen, das sein Vater Rechtsanwalt (Advokat) war das Studium für Rechte in Königsberg (heutiges Kaliningrad). Während des Studiums befasste er sich noch mit Schreiben, Musizieren und Zeichnen. Er verliebte sich in eine ältere Musikschülerin die bereits unglücklich verheiratet war weswegen er sich nicht traute seine Liebe zu bekennen. Er bestand das erste Staatsexamen und verließ Königsberg um sich in Glogau (heutiges Polen) auf das zweite Staatsexamen vorzubereiten. 1798 bestand Hoffmann, sein zweites Staatsexamen, mit best Note "vorzüglich". Dieses Staatsexamen öffnete ihm viele berufliche Wege, am Ort seiner Wahl. Er beschloss nach Berlin zu gehen. Außerdem war er Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist.

Werke

Literarische Werke

  • Fantasiestücke in Callots Manier 1814/15
  • Jaques Callot
  • Ritter Gluck
  • Kreisleriana
  • Don Juan
  • Nachricht von den neuesten Schicksalen des Hundes Berganza
  • Der Magnetiseur
  • Der goldne Topf
  • Die Abenteuer der Sylvesternacht
  • Prinzessin Blandina
  • Die Elixiere des Teufels
  • Nachtstücke
  • Der Sandmann
  • Ignaz Denner
  • Die Jesuiterkirche in G.
  • Das Sanctus
  • Das öde Haus
  • Das Majorat
  • Das Gelübde
  • Rat Krespel
  • Die Bergwerke zu Falun
  • Nußknacker und Mausekönig
  • Doge und Dogaresse
  • Meister Martin der Küfner und seine Gesellen
  • Das fremde Kind
  • Nachricht aus dem Leben eines bekannten Mannes
  • Die Brautwahl
  • Der unheimliche Gast
  • Das Fräulein von Scuderi
  • Spielerglück
  • Der Baron von B.
  • Signor Formica
  • Zacharias Werner
  • Erscheinungen
  • Der Zusammenhang der Dinge
  • Vampirismus
  • Die ästhetische Teegesellschaft
  • Die Königsbraut
  • Die Automate
  • u.v.m.

Musikalische Werke

Vokalmusik
  • Messa d-moll
  • Trois Canzonettes à 2 et à 3 voix
  • 6 Canzoni per 4 voci a cappella
  • Miserere b-moll
  • In des Irtisch weiße Fluten
  • Recitativo ed Aria „Prendi l’acciar ti rendo“
  • Tre Canzonette italiane
  • Nachtgesang, Türkische Musik, Jägerlied, Katzburschenlied für Männerchor
Instrumentalmusik
  • Rondo für Klavier
  • Ouvertura. Musica per la chiesa d-moll
  • 5 Klaviersonaten: A-Dur, f-moll, F-Dur, f-moll, cis-moll
  • Große Fantasie für Klavier (nicht erhalten)
  • Harfenquintett c-moll
  • Grand Trio E-Dur
  • Walzer zum Karolinentag
  • Serapions-Walzer

Bühnenwerke

  • Die Maske (Libretto: E. T. A. Hoffmann), Singspiel (1799)
  • Die lustigen Musikanten (Libretto: Clemens Brentano), Singspiel (1804)
  • Bühnenmusik zu Zacharias Werners Trauerspiel „Das Kreuz an der Ostsee“ (1805)
  • Liebe und Eifersucht (Calderón / August Wilhelm Schlegel (1807)[2]
  • Arlequin, Ballettmusik (1808)
  • Der Trank der Unsterblichkeit (Libretto: Julius von Soden), romantische Oper (1808)
  • Wiedersehn! (Libretto: E. T. A. Hoffmann), Prolog (1809)
  • Dirna (Libretto: Julius von Soden), Melodram (1809)
  • Bühnenmusik zu Julius von Sodens Drama „Julius Sabinus“ (1810)
  • Saul, König von Israel (Libretto: Joseph von Seyfried), Melodram (1811)
  • Aurora (Libretto: Franz von Holbein) heroische Oper (1812)
  • Undine (Libretto: Friedrich de la Motte Fouqué), Zauberoper (1814)
  • Der Liebhaber nach dem Tode (in den Anfängen stecken geblieben)

Das Fräulein von Scuderi

-schrieb das Werk "Das Fräulein von Scuderi" im Jahre 1819

Das Werk "Das Fräulein von Scuderi" gibt es auch noch in 4 Verfilmungen, 3 Hörbüchern und als Theaterstück.

Entstehungsgedanke: Hoffmann wollte ein vollkommen neues Stück schreiben ohne sich aber die ganze Handlung selbst ausdenken zu müssen. So sammelte er verschiedene Textfragmente und Anregungen von anderen Schriftstellern, um sie als Gedankenanstoß für sein eigenes Werk zu verwenden.


Die handelnden Personen

Magdaleine von Scuderi

Eine Schriftstellerin, die soeben einen Roman fertig gestellt hat und einige Gedichte schrieb, die sie dem König am Anfang des Romans bringen will, wurde laut Buch durch ihre anmutenden Verse über die Liebe zwischen Ludwig XIV und seiner Mätresse der Maintenon bekannt. Sie ist eine 73 jährige, geachtete Dichterin. Sie ist sehr wohlhabend und angesehen.Dadurch das sie ein sehr gutes Verhältnis zu Ludwig hat, hat sie sehr viel Einfluß auf manche Dinge. Sie ist von der Unschuld Oliviers fest überzeugt. Bild Steckbrief

Ludwig XIV.

Ludwig der XIV war König von Frankreich, ein absolutistischer Herrscher. In seinem auftrag wurde das Schloss Versailles in der nähe von Paris erbaut, welches später vielen Herrschern im Barock (Schiefe Perle) ein vorbild für weitere bauwerke war. Bild Steckbrief: Ludwig XIV.

Maintenon

Die Geliebte des Königs zu dieser Zeit. Bild Steckbrief: Maintenon

Baptiste

Angestellter von Magdaleine von Scuderi der kochte, bediente und Tührsteher war

le Sage

Priester

René Cardillac

Er ist der geschickteste Goldarbeiter in Paris und einer der kunstreichsten und sonderbarsten Menschen seiner Zeit.Er kann hinterlistig, gierig aber auch sehr feinfülig sein. Bild

Steckbrief: Cardillac

Jean de la Chapelle

General- Einnehmer der Finanzen, schrieb einige Trauerspiel Bild

Martiniére

Kammerfrau der Scuderi Steckbrief: Martiniére

Séron

Leibarzt des Ministers Louvois

Argenson

Der Polizeiminister Bild

la Regnie

Der Polizeipräsident

Desgrais

Ein Maréchaussée-Leutnant (Maréchaussée: Polizei auf Pferden) Steckbrief: Desgrais

Godin de Sainte Croix

Hauptmann, wegen Verrat in Gefangenschaft Bild

la Chaussée

Gehilfe des Sainte Croix

la Voisin

eigentlicher Name Catherine Deshayes, war Wahrsagerin und Geisterbeschwörerin aus der Stadt Saint Germain Bild

Steckbrief: la Voisin

le Sage und le Vigoureux

Spießgesellen der la Voisin

Herzogin von Bouillon und Gräfin von Soissons

Beide waren Geschwister

Maria-Anna, die jüngere Schwester wurde Gräfin und heiratete den Prinzen Eugéne-Maurice de Savoi-Carignan Bild

François Henri de Montmorenci

prominentestes Opfer des Giftmordprozesses Bild

Olivier Brusson

wurde wegen calvinistischer Umtriebe zum Tode verurteilt (Unter anderem auch, an dem Mord seines Meisters René Cardillac).

Ist der Sohn, von der Scuderi ihrer damaligen "Pflegetochter" Anne Guiot Steckbrief: Olivier

Marquis de la Fare

wurde, als er von Desgrais überwacht wurde, überfallen Bild

Kardinal Bonzy

war Erzbischof von Narbonne

Bild

Marquise de Fontange

Herzogin von Fontange, erregte Bewunderung durch ihre Schönheit (Bild) (wird nicht im Buch erwähnt,aber sie ist eine von Ludwig XIV (Bild) Mätressen)

Herzogin von Montansier

Herzogin (Bild),war die Tochter von Marquise de Rambouillet,aber weilte später als Erzieherin der königlichen Kinder. Fuhr mit der Scuderi in der Glaskutsche, als diese den Zettel bekam.

Christoph Glaser

deutscher Apotheker, wollte den Stein der Weisen finden

Exili

Italiener, erfand ein bestimmtes Gift,dass Menschen tötet, wurde in die Bastille gebracht, wegen Giftverkaufs.

Madelon

ist die Tochter von René Cardillac und die Geliebte von Olivier Brusson, der angeblich ihren Vater ermordet haben soll Steckbrief: Madelon

Meister Claud Patru und seine Aufwärterin

wohnen auch im Haus von Cardillac,aber im untersten Stock, sind fast 80 Jahre alt Steckbrief: Meister Claud Patru und seine Aufwärterin

Inhaltszusammenfassung

Die Geschichte „Das Fräulein von Scuderi“ wurde von E.T.A.Hoffmann geschrieben. Sie handelt von einer 73-Jährige Frau die eines Nachts von einem Unbekannten eine Schatulle mit einem Schmuckstück darin geschenkt bekommt. Sie findet heraus dass das Schmuckstück von einem bekannten Schmuckhersteller namens Cardillac hergestellt wurde. Als die Scuderi einmal mit einer Kutsche über den Marktplatz fährt wir ihr von einem Passanten ein Zettel, auf dem draufsteht das sie den Schmuck innerhalb von 2 Tagen Cardillac zurückbringen soll, zugeworfen. Doch die Scuderi geht erst nach 3 Tagen zu Cardillac und wird Zeuge wie Cardillacs Leiche gerade weggebracht wird. Nach dem Tod an Cardillac kümmert sich die Scuderi um Madelon die die Tochter von Cardillac ist. Nach einigen Gesprächen ist sie sich sicher dass der verdächtigte Olivier, der der Freund von Madelon ist, nicht der gesuchte Mörder ist.Doch Als sie ihn eines Tages im Gefängnis besucht, wir ihr klar das er derjenige war der ihr den Zettel in die Kutsche geworfen hat, und dadurch wird sie unsicher. Nach einem Gespräch zwichen Olivier und der Scuderi wird klar das Cardillac der gesuchte Mörder ist und Olivier ihn einmal bei einem Mord beobachtet hatte, aber der Polizei nichts sagen wollte da er Angst hatte Madelon zu verlieren. Als Cardillac einen neuen Mordversuch starten wollte wurde er von einem Offizier getötet. Als alles dem Ende zu geht heiratet Olivier seine Madelon, unter der Bedingung das beide Paris verlassen müssen.

Wörterbuch

Fremdwort (Seite/Zeile) - Bedeutung

  • alchemistisch(Alchemie)(9/10) die mittelalterliche Chemie, die besonders versuchte, Metalle in Gold zu verwandeln
  • Antlitz(27/26) - anderes Wort für Gesicht, hauptsächlich gemeint der vordere Teil des Kopfes
  • Beklommenheit(17/3) - Nervosität
  • Degen (14/35) - eine Waffe zum Fechten
  • Eidam(29/23) - Schwägerschaft bzw. Schwiegersohn
  • Emblem(21/39) - Hoheitszeichen,Sinnbild,Abzeichen oder eine historische Kunstform
  • emsig(34/22) - flink, fleißig, rasch, unermüdlich oder sammeln
  • Enthusiasmus(21/28) - mit viel Begeisterung an eine Sache herangehen
  • entseelt(27/19) - onmächtig werden
  • foppen (14/41) - ärgern
  • frevelich(34/27) - bös -und mutwillig
  • Gemach (7/5) - altes Wort für Zimmer
  • gramverstört(25/25) - feine Sache
  • Häscher (14/33) - Jemand, der auf Befehl (einer Regierung) Menschen sucht, um sie gefangen zu nehmen.
  • Hohn(35/6) - Demütigung
  • Inquisition (12/14) eine Art Gericht, das vom 12. bis zum 18. Jahrhundert von der katholischen Kirche eingesetzt wurde, um über Fälle von Ketzerei zu urteilen und das sich teilweise sehr grausamer Methoden bediente
  • keck (7/15) - herausfordernd
  • Kleinodien (13/19) - teurer/kostbarer Schmuckgegenstand
  • Meuter(5/15) - Bandit, Aufruhrstifter
  • Organ(36/6) - Werkzeug, Hilsmittel oder Helfer/in
  • Panegyrikus (16/3) - Schmeichelrede
  • Phiole (10/23) - altes birnenförmiges römisches Glas
  • Pöbel(27/18) - so wurde das "gemeine Volk" bezeichnet oder Bedienstete die einen Mangel an Kultur, Stil und Feingefühl hatten
  • Skrupel (24/42) - Bezeichnung für die kleinste Münz- und bes. Gewichtseinheit.
  • Stilett (6/40) - kleines, schmales Messer
  • Supplik (16/26) - Eine Schrift, um jemanden zu bitten
  • Tortur(36/2) - Folter
  • törichten (14/32) - dummen, unvernünftigen
  • Trabant(21/19) - Leibwächter, Begleiter, Gefolgsmann oder Fußsoldat
  • triefend(28/37) - schwitzend
  • Un amant qui craint les voleurs, n'est point digne d' amour. (16/30 und 31) - Ein Liebhaber, der Diebe fürchtet, ist der Liebe nicht würdig
  • unbesonnen (14/8) - leichtsinnig, unbedacht, unvernünftig, unvorsichtig
  • Unmut (15/4) - ein Gefühl des Ärgers und der Unzufriedenheit
  • Verdruss (22/5) - großer Kummer und Sorgen einer Person
  • verdüstre (15/39) - umwandeln
  • Zagen (15/12) - aus Unsicherheit oder Angst zögern

Orte der Erzählung

  • (heute verschwundene Straße) Nicaise (führte vom Louvre in die St. Honoré Straße)
  • Saint Germain [wiki], damalige Vorstadt,dem Louvre gegenüber auf dem linken Ufer
Persönliche Werkzeuge