Die Geschichte vom weinenden Kamel

Wir nennen solche Filme hier bei uns im Haus immer „episch“. Soll heißen: wenig Handlung, viel Gerede. Grad letzteres aber kam in diesem Film auch nicht viel vor – und wenn, dann irgendwie immer seltsam verschoben zu den Handlungen und Ereignisse.

Aber vielleicht kann man Mongolisch ganz schlecht übersetzen.

Die Geschichte aber kann man erzählen: Eine Nomadenfamilie, die mit Familienangehörigen, Ziegen und Kamelen irgendwo in der Wüste Gobi unterwegs ist. Die Zeit ist grad reif für die Fohlen der Kamele. Eines der frisch geborenen Jungkamele ist blitzeweiß und hat ein Problem: Mama will es nicht. Also besinnt man sich auf eine alte Methode: Ein Sänger oder Musikant soll das Kamel durch seine Musik zum Weinen bringen, so dass dann auch das mit dem Mamasein klappt.

Zwischendrin ist ziemlich viel Wüste zu sehen, viele Kamele und, abseits diese Oberfläche, auch skurrile Kontraste, z.B. wenn die beiden Söhne auf den riesigen Kamelen die Straße entlang reiten, den Strommasten folgend. Beide gelangen in das „Zentrum“, einer großen Ansammlung von Jurten, in der sie ihre Besorgungen machen und den Pferdekopfgeiger finden.

Es erinnert ein wenig, sehr wenig, an „Die Höhle des gelben Hundes“, was kein Wunder ist, da beide von derselben Dokumentarfilmerin stammen. Zum Nachschlagen: Byambasuren Davaa.

Trotz aller Epik und meinen Nebenbeschäftigungen (lesen, surfen) ein wirklich witziger Film.

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