Software für die papierlose Lehrertasche


Versuchsaufbau ( von links: papierlose Schultasche, Karton für Papiermüll, Karton für Plastikmüll, Restmüll, Laserdrucker, Einzugsscanner, Backup-Festplatte)
Einige Antibiotika und eine Woche Husten später…

Bei den vielen Artikeln zur Software für die papierlose Lehrertasche fand ich zwar wertvolle Hinweise, aber die Nutzung an sich wird doch erst greifbar, wenn man sich näher damit beschäftigt. Welche Weisheit.

Aber ein paar konkretere Hinweise und Erfahrungen – hier entsprechend Software für den Mac, laufend 10.6.5. Es wirkt vielleicht ein wenig oberflächlich, aber das ist alles, was in den letzten drei Wochen daran erarbeiten konnte, ohne groß nachzulesen.

Devonthink Professionell Office

Ich stellte fest, dass DEVONthink zwei Möglichkeiten anbietet, und zwar entweder den Inhalt der Festplatte / von Verzeichnissen zu indizieren und dann zu organisieren (alle Dateien konnten an ihrem Ort bleiben) oder aber zu importieren, d.h. in die Datenbank voll zu übernehmen, so dass man die Originalverzeichnisse theoretisch löschen kann.

Die zweite Variante habe ich gewählt. Mit einer Einschränkung: ich habe ein neues Verzeichnis für die Schule eingerichtet, in welchem ich die Materialien sammle, die es wirklich wert sind. Das Originalverzeichnis wird dann gelöscht. Vorher habe ich natürlich ein Vollbackup gemacht – welches ich aber nach einem Jahr etwa auch löschen werde.

Das führte – in Zusammenhang mit Dropbox und iDisk – leider dazu, dass ich derzeit in meinem Projekt durch meine Dummheit gehandicapt wurde: ich hatte das, was ich in der Schule brauchte, immer irgendwo gespeichert, wusste aber nicht wo.

Was ich an DT derzeit super finde:

  • Sortierungen ohne Drag/Drop über ganze Verzeichnisurwälder hinweg über den eingebauten Sortierer
  • schnelle Vorschau der Inhalte von Dateien im Programm
  • Starten der Programme über Doppelklick aus DT heraus
  • Erstellen intelligenter Verzeichnisse zur Sammlung von Dokumenten zu bestimmten Themen

Notebook

Circus Ponies brachte kurz vor Weihnachten seine iPad Version heraus, womit diese Software nun für meine Zwecke „vollständig“ ist. Es sind zwar noch Macken vorhanden, wie z.B. inkonsistente Sprache der Menüs oder ein umständliches Syncen, aber es scheint doch stabil das abzubilden, was man auf dem iMac produziert.

Notebook ermöglicht auf der digitalen Ebene etwas, was mir wichtig erscheint: die Trennung von Material und Stunden-/Wochen-/Sequenz-/Jahresplanung. Ich kann also in Notebook meine Stoffplanung aufbauen bis in den Verlauf der einzelnen Stunden hinein und entsprechend an der notwendigen Stelle andere Dokumente / Materialien hineinverlinken.

Dies ist vor allem von Vorteil, wenn man, so wie ich, Fächer unterrichtet, die recht nah beieinander sind. Mich hat es seit jeher gestört, dass ich dasselbe Material in verschiedenen Fächern, Jahrgangsstufen verwende – dann aber jeweils nicht weiß, wo ich das Bild oder das AB abgelegt habe. Hier aber kann alles überall gelinkt werden. Clipping-Dienste scheinen dies aus anderen Programmen heraus zu vereinfachen.

Die Notizbücher in Notebook sind weiterhin ausgestattet mit kleinen Klebezetteln, die wie Haftnotizen aussehen, auf denen Informationen, Ergänzungen notiert werden können.

Wie gesagt: nur ein Eindruck. In den nächsten Tagen (Ferien!!!) schaue ich mir das noch genauer an.

Omnifocus

Ist nicht nur einfach ein App für ToDo-Listen, sondern die Umsetzung der GTD-Idee (Getting Things Done). Letzteres habe ich etwas vertieft und nachgelesen, fand es sehr amerikanisch und versuche lediglich die Grundideen umzusetzen. Und dabei kann Omnifocus helfen:

  • Den eigenen Kopf zu leeren und alle Dinge, an die man so zwanghaft denkt, einem Medium zu überlassen, welches nicht der eigene Kopf ist.
  • Längerfristige Projekte in ihren Einzelschritten zu planen und im Auge zu behalten.
  • An regelmäßig wiederkehrende Dinge zu denken.
  • Einkaufslisten zu organisieren für Dinge, die man nicht täglich oder wöchentlich braucht.
  • Zettelwirtschaft zu verkleinern.

Warum digital? würde meine Frau fragen. Weil: ich es im iPhone ständig mit mir rumtragen kann und hier auch bearbeitbar ist.

Evernote

Evernote läuft nebenher, aber ich bin mir noch nicht ganz im Klaren darüber, ob ich es weiter benötige. Im ersten Nutzungsmonat bin ich schnell an die Volumengrenze gestoßen, die es noch kostenlos macht. Aber Vieles, wozu es genutzt werden könnte, übernehmen bei mir Dropbox, Notebook, iDisk, Devonthink oder die Programme Pages und Numbers, die ich beide auch auf dem iPad am Laufen habe.

Penultimate

Das App, mit dem man handschriftliche Notizen ins iPad eingeben kann. Das habe ich probiert, aber es kommt mir nicht wirklich entgegen. Die Oberfläche reagiert nicht so fein, dass ich wirklich mehr als 6 Zeilen Text auf einer Seite unterbringe. Außerdem wird die Schreiblinie immer leicht verzögert aufgenommen, sodass einfach ein wirkliches Schreibgefühl fehlt.

Das kann ich mit Papier einfacher.

Ergänzung

Die Software von Devonthink und Omnigroup habe ich als Edu-Version mit Rabatt bekommen.

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