Landkind

38 Jahre habe ich in der Stadt bzw. in Städten gewohnt. Bis 30 hatte ich keinen Führerschein, weil ich ihn nicht brauchte. Und nun – lebe ich in einem Dorf mit zwei Bäckern und einem 4 Kilometer entfernten Supermarkt. Und der Nachbar verbrennt regelmäßig Dinge im Kamin, die einen so schwarzen Rauch erzeugen, dass alle anderen ihre Fenster schließen müssen. Außerdem fällt der Rauch so seltsam schwer links und rechts aus seinem Schornstein raus.

Andres Thema…

Derzeit trete ich täglich aus dem Haus und schreite 5 Minuten stolz durch den Garten. Begutachte das Kartoffelfeld, schaue nach reifen Tomaten oder lauere ich auf Schnecken, die es auf Zucchini, Bohnen und Mangold abgesehen haben.

Tomaten im Tomatenhaus
Zucchini auf dem Kompost
Zwiebeln im Beet
Kater im Strandkorb

 

Brombeeren
Bohnen
Katze auf der Jagd
Kartoffeln, Topinambur, Zwiebeln und Knoblauch

Und manchmal bemerke ich eine seltsame Zufriedenheit, wenn ich mich mit dem Ganzen auch noch ernähren kann, bzw. wenn ich eine Mahlzeit auf den Tisch bringe, die wirklich zum größten Teil aus eigener Produktion stammen.

Und so sah an einem solchen Tag das dann in Rohform aus: Kartoffel- und Topinambur, Zwiebeln, Knoblauch. Daraus entstand eine cajun-ähnliche Pfanne im Ofen. Dazu dann Filets eines frisch gefangenen Zanders.

Topinambur
Bamberger Hörnchen
Frisch gefangen
Vor dem Filetieren

Alles wenig aufregend wahrscheinlich für euch Landeier. Nicht für mich, wenn ich als Stadtkind da stehe, im Mai Zeug in den Boden drücke und später dann davon essen kann.

Apropos Essen:

Unsere cajun-ähnliche Pfanne ist simpel: Alles an Gemüse in eine Fettpfanne geben, Kartoffeln eventuell zu Schnitzen verarbeiten. Das ganze mit Olivenöl benetzen. Dazu eine Gewürzmischung herstellen: Cayenne-Pfeffer, Oregano, Thymian, Paprika. Oder einfach nach dem Rezeptewiki. Durchmischen – am besten mit den Händen. Der Fisch ebenso einfach: die Filets salzen und pfeffern, in Mehl wenden, anbraten, fertig.

 

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