5 Minuten Schulleitung – Fortbildung, 2 Tage

Zurück von der Fortbildung. Zu allererst: der Ausbau der A6 war ein Erfolg. Die Staus haben sich reduziert und sich auf die Autobahnkreuze konzentriert. Das war allerdings insofern ein Problem, weil ich auf dem Weg zum Zielort 4 Kreuze überfahren musste. Prompt kamen wir (eine Kollegin habe ich mitgenommen) zu spät. Dies war allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass ich beim ganzen Quatschen im Auto, auf die Schilder schauen und das Navi verfolgen, zwei Mal falsch abgebogen bin. Nun ja, zu Fuß kann ich mich jedenfalls super orientieren.

Der größte Teil der Fortbildung drehte sich um die Aufgaben, die so eine Schulleitung hat, haben kann, bzw. die Aufgaben, die an einen Zweiten Konrektor übertragen werden können (die FB war für zweite Konrektoren ausgeschrieben). Themen waren also:

  • Organisieren und Durchführen von Konferenzen
  • Digitales Notizmanagement inklusive GTD (also rund um Evernote und Co. – das hörte ich zum ersten Mal und, obwohl ich es kenne, war es für mich interessant…dazu unten mehr), gehalten von @mboelling
  • Informationen rund um das BRN (Bayerisches Realschulnetzwerk), welches ein recht hilfreiches und informatives Portal im Internet darstellt. Informativ vor allem, weil es Informationen schneller und besser darstellt als die zentrale KM-Seite
  • Das „Flexible Klassenzimmer“ (hier einiges auch zum Thema Schulhausbau und die ewigen Ausreden bezüglich irgendwelcher Bauvorschriften, die Schulhäuser wie Legebatterien aussehen lassen)
  • Erstellung einer Unterrichtsverteilung, eines Stundenplans und des Vertretungsplans (hier ging es eher um die ganzen Vorüberlegungen und organisatorischen Randerscheinungen),
  • Abschlussprüfungen und Aufnahmeprüfungen mit Checklisten organisieren (ich erfuhr zum ersten Mal davon, dass es diese vorgefertigt gibt)
  • Vorstellung der neuen Schulverwaltungssoftware, die ab nächstem Schuljahr in den Realschulen eingeführt wird

Neben den Themen, die bei mir leider in die Phasen des akuten Fresskomas zwischen 14 und 16 Uhr fielen, konnte ich überall etwas finden. Wirklich hilfreich waren die Themen, in denen sich ein Austausch zwischen den Kollegen entwickelte und wo sich dann zeigte, dass wirklich jede Schule noch einmal einen eigenen Kosmos bildet.

Es zeigte sich auch, dass – ich hatte vor einigen Tagen von der Stundenplanmacherei und den Vertretungsplänen durch Konrektoren erzählt – ich scheinbar zu den Wenigen gehöre, die NICHT am Stundenplan basteln. Hm, da fühlte ich mich schon ein wenig wie der Außenseiter. Aber ich werd’s überstehen.

Morgendämmerung am Hesselberg im westlichen Mittelfranken

Auch wenn ich dem Ganzen insgesamt skeptisch gegenüber stand, hat es sich wohl gelohnt, den weiten Weg zu machen. Neben der geballten Information – und ich muss offen sagen, es ging wohl nicht nur um Informationen, sondern auch darum, allen klar zu machen, wie sich der Ministerialbeauftragte die Arbeit in der Schulleitung vorstellt – war natürlich der Austausch mit anderen Konnis witzig und spannend. Auch und vor allem, weil da so viele verschiedene Köpfe saßen.

Ich hätte mir aber viel mehr wieder Arbeit in Kleingruppen gewünscht. Bzw. organisierte Gesprächskreise über die verschiedenen Abläufe innerhalb der unterschiedlichen Schulleitungen. Man verwies zwar immer wieder auf die inoffiziellen Kontakte, aber bei einem Programm, was quasi bis zum Anschlag gefüllt war, gehöre ich persönlich zu denjenigen, die auch mal eine soziale Auszeit brauchen.

Daneben waren zwei Aspekte noch nachhallend:

Der Vortrag über digitales Notizmanagement führte dazu, dass ich mein iPad und meine Projekt der papierlosen Lehrertasche kurz dargestellt habe. Dabei merkte ich, dass da doch einiges an Interesse vorherrscht, da danach einige Fragen kamen und man ohnehin sehen wollte, wie ich da mit dem iPad mitschreibe usw.

Da hier doch einige interessiert waren, überlege ich mir, ob ich nicht mal eine erste Fortbildung versuche. Irgendwann im März, zum Thema „iPad für Lehrer im Unterricht“. Das scheint ja noch im Angebot zu fehlen, wenn ich mir immer die Schlagzeilen vor Augen führe: „iPad Klasse neu eingerichtet“. Von der anderen Seite spricht kaum einer.

Letztlich traf ich einen weiteren spannenden Gesprächspartner. Spannend, weil wir auf heimisches Musikstreaming kamen. Und so konnte ich nun aus erster Hand erfahren, wie sich das Sonos-System anhört, welches ich grad selbst andenke.

Nunja, und es hörte sich so cool an, dass neben mir wieder die MP3-Presse über iTunes läuft und ich die CDs rippe – während ich mich gleichzeitig freue, eine neue Idee für ein Weihnachtsgeschenk an mich selbst habe.

Oh, du Fröhliche.

 

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