Kostenloskultur

Ich habe in den letzten Tagen viel gelesen zum Thema Urheberrecht. Es war ganz erfrischend. Manchmal ärgerlich. Aber so eine richtige Meinung konnte ich mir nicht bilden. Irgendwie bin ich aber dabei im Kopf mal durchgegangen, wo ich in den letzten Monaten eigentlich ohne Druck oder Konsum im eigentlichen Sinn „wirtschaftlich aktiv“ war. Da kommt schon was zusammen.

Gutjahr

Angefangen hat es, als Richard Gutjahr auf eigene Faust nach Ägypten ging und aus Kairo berichtete. Er bat während dieser Berichte um Spenden und ich fand das spontan so krass, dass ich Geld überwies.

Cyberduck

ist ein kleines FTP-Programm, welches ich kostenlos für den iMac herunterlud. Da es wunderbar praktisch ist, habe ich gespendet.

Gutenberg.org

Über Gutenberg.org habe ich mir einige klassische Werke als E-Book für den Kindle besorgt. Das war mir ein paar Dollar Spende wert.

Medienpädagogik-Praxis

Das Medienpädagogik-Praxis-Blog rief neulich dazu auf, Blog-Pate zu werden, weil wohl die Serverkosten bezahlt werden mussten. Da ich da schon einige gute Infos fand, habe ich mal was überwiesen.

Don’t go back to school

Leider verpasst habe ich den richtigen Zeitpunkt, einen Beitrag zu leisten für die Fertigstellung des Buches „Don’t Go Back To School“ von Kio Stark. Habe mich stattdessen auf eine Liste setzen lassen und werde dann wohl eine digitale Kopie erstehen.

Es gab noch einige andere kleine Sachen, an die ich mich nicht mehr erinnere – hauptsächlich wohl Software, die ich ständig nutze.

Auf die Idee, dieses Post zu verfassen, bin ich gekommen, weil sich der Begriff der „Kostenloskultur“ bis in meine regionale Tageszeitung durchgesetzt hat. Ein Begriff, der meist in einem Atemzug mit der Piratenpartei genannt wird – warum auch immer, denn bei den Piraten habe ich von „Freibier für alle“ noch nicht so viel gelesen.

Sei’s drum.

Etwas differenzierter aber hätte ich es dann doch gern gehabt.

Neben Kiva – auf das ich über ats20.de gestoßen wurde – , dass ich um die Vergabe von privaten Kleinkrediten in und aus der ganzen Welt kümmert, existieren eine große Anzahl von Projekten, die über das Internet neue Formen des Wirtschaftens gefunden haben. Ich bin zu wenig ökonomisch begabt, um wirklich abschätzen zu können, was das bringt und wie weit das reicht. Aber auf den ersten, laienhaften Blick scheinen viele Dinge sehr interessant und offensichtlich machbar.

Als weitere Beispiele:

  • Kickstarter – Crowdfunding nennt man das wohl: Menschen stellen ihre Projekte vor und bitten darum, in diese zu investieren. Das Ganze reicht von Posterdruck mit philosophischen Weisheiten bis zur Aufführung von Theaterstücken.
  • Bandcamp – eine Seite, über die Bands ihre Musik quasi direkt an ihre Fans verkaufen können. Sehr schön hier für alle: man kann in verschiedenste Musik hineinhören.
  • Startnext – wohl am ehesten dasselbe wie Kickstarter, nur eben für den deutschsprachigen Raum. Hier mal als Beispiel die Band Lausch, um zu sehen, dass man mit der richtigen Finanzspritze die Band auch zu sich nachhause holen kann 🙂

Als Selbstbdienungstheke sehe ich „das Internet“ jedenfalls irgendwie nicht.

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