5 Minuten Schulleitung – Darf ich, darf ich nicht?

ernennung

 

Jupp, es war soweit. Die Urkunde ist da und ich muss mir neue Visitenkarten drucken lassen.

Das erste Jahr im neuen Posten neigt sich langsam den Ende zu. Was noch kommen wird, sind die Konferenzen zur Abschlussprüfung und dann die restlichen Notenkonferenzen. Drei von vier Abschlussprüfungskonferenzen darf ich selbst leiten in Vertretung, das steht schon jetzt fest – und versetzt mich in einen leichten Unruhemodus.

Es sind generell zwei Dinge, die sich mit Eintritt in die Schulleitungskarriere geändert haben und meine Arbeit bestimmen: Die Sache mit dem Geld und der Stress. Während ich das mit dem Geld neulich mal angerissen habe, ist der Stress etwas, was mich beunruhigt. Stress nämlich, so seltsam das klingt, kannte ich bis vor einem Jahr in meinem Beruf nicht so ausdrücklich. Sicher, es gab mal Termindruck (selbstverschuldet vor allem), hektische Korrekturzeiten oder aufregende Klassenfahrten. Aber das nicht vergleichbar mit dem, was ich jetzt erlebe.

Dabei erkenne ich noch nicht genau die Quellen des Stresses, aber an manchen Tagen deutlich die Symptome: Ungleichmäßger Schlaf, Gewichtsschwankungen um die +/- 4kg, Fressattacken, Unruhezustände, Müdigkeit, Unfähigkeit zu entspannen oder abzuschalten. Etwas, was ich im Auge behalten muss – unbedingt.

Darf ich das offen hier schreiben? Könnten ja Kollegen lesen?

Darf ich nicht?

Auch zwei Fragen, die mir erst in den letzten zwei Monaten öfter durch den Kopf gehen als früher: Darf ich? Darf ich nicht?

Auch als ich vor einer Woche meine Amazon-Buch-Ferien-Leseliste zusammen- und be-stellte. Musste an den Film „Fletcher’s Visionen“ denken, in dem der Hauptdarsteller in einen Buchladen geht, den „Fänger im Roggen“ kauft und dies sofort an das FBI weitergeleitet wird – weil es als „gefährliches Buch“ eingestuft wird (Der Mörder von John Lennon hatte >angeblich< eine Ausgabe davon in der Tasche als er ihn erschoss). Eine beliebte Verschwörungstheorie.

httpv://www.youtube.com/watch?v=pLT4npRXkxI

Mir fiel das jedenfalls ein, als meine Bücher ankamen.

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Ich habe während des Heckmecks um meinen Namen und Frei.Wild und Neonazi-Konzerte festgestellt, dass mein Wissen um die politischen Randgebiete nicht ganz so ausgereift ist. Besonders linke politische Tradition/Geschichte ist mir nicht ausführlich genug bekannt. Und dem möchte ich abhelfen.

Das darf ich, oder BfV?

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