Verschlüsseln, Verstecken, Untertauchen – technische Lösungen

Im Rahmen der Diskussion um PRISM etc. wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es ausreichend Möglichkeiten gibt, seine Daten, seinen Mailverkehr und seine Browserdaten zu verschleiern und zu verschlüsseln. In den vergangenen Tagen habe ich einiges an Informationen zusammengezogen und das, was ich für sinnvoll und einfach hielt, gleich mal aktiviert.

Unerkannt Surfen

Ich bin auf zwei Suchmaschinen gestoßen, die für Anonymität bürgen: ixquick und duckduckgo. Ixquick greift dabei auf Google zu, anonymisiert aber die Nutzerdaten, sodass man unerkannt bleibt. Außerdem gibt es natürlich keine Werbung. DuckDuckGo dagegen  zapft verschiedene Quellen im Internet an und bietet entsprechend, nach eigenen Aussagen, breitere Ergebnisse an. Daten werden auch hier nicht gesammelt. Beide Maschinen nutze ich seit einigen Tagen.

Zusätzlich gibt es natürlich noch alle anderen Möglichkeiten, unerkannt zu surfen. Anbieter dafür versprechen Anonymität und Datenschutz. Das bekannte Tor-Netzwerk ist vor kurzer Zeit in Verruf geraten, weil sich auch hier die NSA eingeschlichen hat – in diesem Zusammenhang wurde vor allem der Begriff darkweb betont, der umschreiben soll, dass im Schatten der Tor-Netzwerke allerlei Illegales läuft und damit ein Eingreifen gerechtfertigt sei.

Hide.io ist ein weiterer Anbieter, der allerdings kostenpflichtig ist, wenn man über 2GB Traffic hinaus gehen möchte.

Alle Möglichkeiten sollen u.a. verhindern, dass eine Firma Daten über das eigene Surfverhalten sammeln und dass der eigene Rechner über seine IP identifiziert werden kann. Beides nutze ich nicht, will aber mindestens mehr darüber erfahren. Mir reicht erstmal, wenn der Browser die üblichen Verdächtigen ausgrenzen kann.

Browser

Ich weiß schon länger nicht, warum sich so viele Menschen über Werbung im Internet beschweren, denn es gibt doch schon seit erheblicher Zeit solche Addons für den Browser wie Adblock plus – einmal installiert und Schluss ist mit Werbung. Unerwünschtes Folgen von unerwünschten Firmen im Hintergrund unterbinden Facebook Disconnect  und Google Disconnect – als Gesamttool hier.  Denn diese vielen Facebook-Buttons sind ja nicht nur ein gestreckter Daumen, sondern auch eine Antenne für die entsprechenden Formen, die nun Zugriff auf das Surfverhalten haben. In eine ähnliche Richtung geht Ghostery wobei hier nicht nur FB und Google angezeigt und blockiert werden, sondern alle Formen von Verfolgern, z.B. Statistiken. Besonders schön im Bezug auf Facebook ist auch F.B. Purity, welches als Addon installiert ein Facebook präsentiert, welches völlig frei von Werbung und anderem Unsinn ist. Unschön sind dann die großen weißen Flächen, aber…:).

Verschlüsseln

OS X besitzt von sich aus eine eingebaute Lösung zur Verschlüsselung der Festplatte. Bei meine neuen Arbeitsgerät, dem MacBook Pro, werde ich das direkt aktivieren – beim iMac mus sich mal nachdenken, da ich ihn nicht allein nutze und schauen muss, dass das alles benutzbar bleibt für die Mitbenutzerin.

Zusätzlich finden sich im Netz zwei Angebote über das Verschlüsseln von Daten in den Clouds: Cloudfogger und Boxcryptor. Derzeit bietet Boxcryptor mehr Features als Cloudfogger, was Gerüchten zufolge sich aber ändern wird. In diesem Moment aber soll Cloudfogger auch kostenpflichtig werden. Boxcryptor bietet lediglich eine Grundversion kostenlos an: Boxcryptor classic, bzw. free. Zum Testen reicht es allemal. Boxcryptor unterstützt bisher auch mehr als nur Dropbox – also auch Google Drive und Sky Drive.

Trennen

Ich schaue seit einiger Zeit, dass ich Cloud-Dienste finde, die leicht zu handeln sind und, wie es so schön heißt, deutsche Server anbieten. Ob sie damit auch sicher sind, gilt momentan wohl nicht als sicher. Meine beiden Favoriten derzeit sind jedoch SyncSafe von Trendmicro und die Online-Festplatte Hidrive von Strato.

Safesync bietet, ähnlich wie die Dropbox, einen freien Account an, der 2GB umfasst. Darüberhinaus ist zu zahlen. Dafür bietet man deutsche/europäische Rechenzentren und Verschlüsselung der Daten schon bei der Übertragung an. Strato bietet Datenverschlüsselung leider erst in einem Pro-Account an. Mit Truecrypt könnte man Abhilfe schaffen – verspricht halt wieder Frickelei – schaue ich mir die Tage dennoch einmal an. Ich hatte aber schon mal geschwärmt von Hidrive, weil es sich mit einer App an meine NAS anbinden lässt und man damit automatisiert Backups hineinschieben kann.

Oder auch

Wie Herr Rau und Hokey angemerkt haben, könnte man über eine Mitgliedschaft im CCC nachdenken, um Lobbyarbeit zu unterstützen und/oder z.B. den Gegenwert in Form eines eigenen Tor-Servers sehen. Und sich weiter informieren.

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