Analog und Digital – Erster Teil

Als ich neulich meine Blogroll erneuert und ergänzt habe, fügte ich an jeden eine kleine Bemerkung an. Klang ein wenig wie einschleimen, war aber nicht so gedacht. Denn in der Tat hat mir Felix Schaumburg anfangs ein wenig reingeholfen in die ganze Web 2.0 und iPad Geschichte, weil er auf meine Emails geantwortet hat. Und ja, einige Male dachte ich auch, den Laden hier dichtzumachen, weil es doch immer wieder Zeit kostet und ich mich ernsthaft fragte, ob ich noch was Wichtiges zu sagen habe. Und da kommt eben, ohne dass er es will oder auch nur bemerkt, Herr Rau ins Spiel und mit ihm Hanjo und Heiko. Von Ihnen kommen immer neue Ideen, die ich selbst nachverfolgen, nachlese, nachdenke. Das Ergebnis davon könnte, sollte, müsste dann also auch wieder zurück ins Netz.

Und das alles ist doch recht seltsam, habe ich grad mal Herrn Rau persönlich getroffen, Felix ebenfalls und Corinna auch einmal. Hanjo will ich immer mal besuchen, wenn ich das nächste Mal in den Norden an die See fahre – dann auch am liebsten zu Timo.

Und hier in diesem Haus geistern diese Namen herum, zwischen meiner Frau und mir. Morgens nach der ersten Twitterrunde am Frühstückstisch nach der Morgenzeitung. „Hast du gelesen?“ „Hast du gesehen?“ z.B. @Herrbrause @DerBastard @turbozopf. Später dann wiederum die neuen Einblicke aus München, neue Wanderungen, neues Essen @kaltmamsell . Neue Bilder @fascinatingpictures. Mit @_rya s Pferd, das sehr krank war, haben wir ein wenig mitgefiebert. @rinpaku hat neue Tattoos.

Und alle diese Namen werden hier so genannt wie die Namen der Freunde, der RL-Menschen. Die „echten“ Menschen, wie man so leichthin sagen möchte. Und damit einen qualitativen Unterschied machen: Nur die, die man wirklich sehen kann, sind echt, sind wirklich, sind von Bedeutung.

Komisch eigentlich. Dabei vertraue ich doch einigen von denen hier ganz ordentlich.

Lese auf www.vorspeisenplatte.de am 18. Oktober einen Hinweis auf ein Brotbackbuch und halte es am Ende der Woche in den Händen. Ferien vor der Tür und jetzt wird gebacken. So einfach ist das mit den fremden Bekannten.

8 Antworten auf „Analog und Digital – Erster Teil“

  1. Die kleinen Bemerkungen hatte ich auch gesehen und mich über die Idee gefreut, und über den Text bei mir und bei anderen.

    Früher ging das wohl alle smit der Post. Ich höre gerade etliche Podcast-Episoden über das Leben H.P. Lovecrafts; der war in jungen Jahren sehr aktiv im vereinsmäßig organisierten amateur journalism. Die schrieben in Magazinen und sich gegenseitig Briefe; Lovecrafts gesamtes Output wird auf etwa 100.000 Briefe geschätzt. Diese Leute besuchten sich auch gegenseitig immer wieder mal (Lovecraft war nicht ganz der Einsiedler, als der er lange hingestellt wurde), aber einen Großteil der Zeit über war der Kontakt auch nur virtuell. Und trotzdem natürlich genau so echt.

    Bin schon gespannt auf Teil 2. Und 3?

  2. Sehr vieles kann ich unterschreiben und nachvollziehen. Was ich schon an Musik gehört, Filmen und Serien gesehen und Suppen gekocht habe. Das hätte es ohne die „echten“ Menschen aus dem Internet nicht gegeben.

    1. Ich werde mir merken ;). Werde wohl vorher aber erstmal nach MÜNCHEN fahren in den Weihnachtsferien, aber der Norden steht schon wieder auf der Liste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.