Heinrich Heine, Leder, Kälte

Seit einigen Tagen geistert mir eine Textstelle im Kopf herum und ich kann drei Begriffe bei Google eingeben und finde sie auf Anhieb:

Der Patriotismus des Deutschen hingegen besteht darin, dass sein Herz enger wird, dass es sich zusammenzieht wie Leder in der Kälte, dass er das Fremdländische hasst, dass er nicht mehr Weltbürger, nicht mehr Europäer, sondern nur ein enger Deutscher sein will. /…/ die schäbige, plumpe, ungewaschene Opposition gegen eine Gesinnung, die eben das Herrlichste und Heiligste ist, was Deutschland hervorgebracht hat, nämlich gegen jene Humanität, gegen jene allgemeine Menschenverbrüderung, gegen jenen Kosmopolitismus, dem unsere großen Geister Lessing, Herder Schiller, Goethe, Jean Paul, dem alle Gebildeten in Deutschland immer gehuldigt haben.

Heinrich Heine. Die romantische Schule. 1836. Kapitel 3.

3 Antworten auf „Heinrich Heine, Leder, Kälte“

  1. „Der Patriotismus des Deutschen hingegen besteht darin, dass sein Herz enger wird, dass es sich zusammenzieht wie Leder in der Kälte, dass er das Fremdländische hasst, dass er nicht mehr Weltbürger, nicht mehr Europäer, sondern nur ein enger Deutscher sein will.“
    Da hat er recht.
    Brandanschlag in Meck-Pomm, Lokalpolitiker in München wollen zwischen „echten“ und „unechten“ Asylbewerbern unterscheiden, usw.
    Es wird kalt.

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