Brain-Dump 2019-04-14

Begräbnisse

Wenn man lange an einem Ort wohnt und unterrichtet, wird die tägliche Lektüre der Tageszeitung auch zur Gewohnheit. Und manchmal ahnt man schon bei Berichten über Unfällen etwas. Und manchmal bestätigt es sich in den Sterbeanzeigen.

Zu unterrichten bedeutet, dass man viele Menschen und Namen kennt, nüchtern betrachtet erhöht sich die Chance, junge Menschen zu kennen, die verstorben sind. Nüchtern betrachtet.

Fahrrad fahren

Seit Ende Februar

Erholung, Stress

Stress, seine gesundheitlichen Folgen, Erholung sind immer noch Themen, die wichtig sind. Es gibt gute Tage und schlechte Wochen. So wie die letzte vor den Ferien. Lange Tage, konfliktreich, mit neu eröffneten Baustellen, erschöpfend.

Ganz nüchtern: Ich merke mittlerweile, wenn es mir an die Substanz geht. Diese Erkenntnis halte ich schon mal für einen Fortschritt. Als nächstes müsste ich dann wohl die Themen Erholung oder Resilienz angehen.

Auf unserem pädagogischen Nachmittag erfuhr ich näheres von AGIL, einem Trainingsprogramm zur Gesundheitsförderung bei Lehrern. Leider konnte ich den Vortrag nicht ganz mithören, weil ich gleichzeitig noch einen Termin mit der Stadt (= dem Sachaufwandsträger) hatte (sic!). Also besorgte ich mir als E-Book das Traningsmanual und vorab diente mir eine Zusammenfassung noch einmal als Grundlage. Es sind Ferien, ich kann lesen.

Bei der Zusammenfassung gibt es auf Seite 258 eine griffige Übersicht, die auch im Vortrag auftauchte, dort aber mit Merkmalen der einzelnen Stufen. Ich erkannte mich an manchen Tagen auf Stufe III wieder, mit Gedächtnislücken, innerem Rückzugsverhalten, Entscheidungsproblemen.

In der letzten Woche sind leider meine Entlastungsstrategien (z.B. das Meditieren, Tagebuchführen) etwas zurückgetreten – dennoch blieb das Radfahren: nach der Sitzung des Elternbeirats auch mal nachts, am Dienstag auch bei Regen und jeden Tag eine andere Strecke, weil ich einige Gespräche an anderen Schulen hatte. Insgesamt brachte ich es auf 250km in diesen 5 Tagen.

Free Solo

Die Dokumentation Free Solo ist mit Abstand die nervenaufreibendste Dokumentation gewesen, die ich je gesehen habe.

Gut, ich schaue wenig Dokumentationen.

Aber ich habe bisher alle Staffeln von The Walking Dead gesehen und die waren ein Spaziergang dagegen.

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https://www.youtube.com/watch?v=urRVZ4SW7WU

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Ein guter Mensch sein

Notizen, Notizenverwaltung, Handschrift digital


2 Antworten auf „Brain-Dump 2019-04-14“

  1. Hallo tommdidomm,

    1250km ist ja schon ne ganz schöne Hausnummer! Respekt.

    Zwei TED-Talks kamen mir bei der Lektüre dieses Artikels sofort in den Sinn:

    – Kelly McGonigal: „How to make stress your friend“ — mit einem Grundgedanken, der mir immer wieder hilft. https://www.ted.com/talks/kelly_mcgonigal_how_to_make_stress_your_friend#t-94432

    – und der TED-Talk des Kletterers Alex Honnold: „How I climbed a 3,000-foot vertical cliff“ https://www.ted.com/talks/alex_honnold_how_i_climbed_a_3_000_foot_vertical_cliff_without_ropes

    Viele Grüße, Peter

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