Tagesende SL 21.07.2020 – Dienstag

Fahrrad. Schön kühl am Morgen. Früh aufzustehen hat sehr schöne Seiten.

Der Weg zur Zeitungsrolle am Morgen.


Erledigte Aufgaben

  • Daily
  • Noten der mündlichen Prüfungen der Externen eingepflegt
  • Ablagen geordnet, viele Papier dort abgelegt, wo ich sie wiederfinden sollte, dabei Dinge von 2018 aus der Ablage weggeworfen
  • Schulrecht nachgelesen, immer und immer wieder, komme mir vor wie der allerletzte Exeget
  • Muttertelefonat wegen Sohn
  • Konferenzprotokolle sortiert und abgelegt
  • Zahlen (auch aus den Anmeldungen) extrahiert, mit denen wir die Klassengrößen überschlagen können für den Schülerverteiler

– – – – – – – – –

Exkurs „Das Nürnberger Modell“ (Der Schülerverteiler)

Ich wurde von einem Kollegen einer anderen bayerischen Stadt mal angesprochen, dass er jetzt auf eine Veranstaltung geht, bei der das „Nürnberger Modell“ angewendet wird. Ich nenne das Modell gern „die Schülerversteigerung“, woanders geht es um die „Schülerlandverschickung“. Egal, der Schülerverteiler jedenfalls, also das „Nürnberger Modell“.

Damit ist eine Veranstaltung gemeint (mittlerweile gibt es zwei im Jahr, nächstes Schuljahr wohl drei), auf der sich die Schulleiter aller Nürnberger Realschulen und der Realschulen der Metropolregion mit der Schulaufsicht und dem städtischen Schulamt zusammensetzen und diejenigen Schüler verteilen, die in Nürnberg nicht mehr in die Schulen passen. Nürnberg hat zwei städtische und drei staatliche Realschulen, ebenso wie zwei Realschulen, die innerhalb eines gesamtschulähnlichen Gebildes untergebracht sind. Im Einzugsbereich (z.B. Fürth) gibt es sicher noch fünf weitere staatliche Realschulen. Daneben auch private und kirchliche, die aber nicht eingeladen werden.

Nürnberg, so wie Augsburg und München, gehört zu den Regionen, in denen die Schülerzahlen entweder auf sehr hohem Niveau stabil sind oder sogar steigen. Daher kommt es, dass es im Stadtgebiet oft einen Überhang an SchülerInnen gibt oder aber sich die Anmeldezahlen bei einigen Schulen nicht mit dem Raumangebot im Gebäude vereinbaren lassen.

Die Verteilung der SchülerInnen wird immer mit sehr großem Aufwand (Analyse der Entfernung und Verkehrsverbindungen zu Schule, Familienbedingungen usw.) betrieben. Für diese Arbeit jedenfalls habe ich größten Respekt – eine Herkulesarbeit.

Jedenfalls müssen für dieses Treffen bestimmte Zahlen vorab angemeldet werden:

  • Anzahl Schüler pro Jahrgang und Wahlpflichtfächergruppe, die aufgrund von Klassengrößen nicht aufgenommen werden können
  • Anzahl der freien Schülerplätze pro Jahrgang und Wahlpflichtfächergruppe, über die Schüler aufgenommen werden können
  • Das Ganze dann noch aufgeteilt in Ganztag und Halbtag und Offener Ganztag

Angesichts aktueller Entscheidungen zum Vorrücken unter Coronabedingungen ist dieser Vorgang, sagen wir mal…schwierig.

Also noch mal kurz:

  • Im Mai werden vor allem die neuen 5. Klässler an der Realschule angemeldet
  • gleichzeitig können sich auch Kinder für höhere Jahrgangsstufen voranmelden
  • Ende Mai kommt der Schülerverteiler 5
  • Ende des Schuljahres die endgültige Anmeldung
  • Anfang der Sommerferien der Schülerverteiler 6-10

Die Crux an der Sache: Ich weiß erst in den Ferien, eigentlich erst zu Beginn des Schuljahres, wie viele SchülerInnen ich wirklich habe. Zu dem Zeitpunkt ist die Personalplanung aber schon abgeschlossen.

Damit man mich nicht falsch versteht: dies ist kein Rant.

Es ist nur eine Beschreibung, welcher Aufwand betrieben wird, um allen SchülerInnen die Schule zuzuordnen, die am besten passt. In einer Großregion wie Nürnberg, Fürth, Erlangen gelingt dies nur unter Vernetzung aller oder möglichst vieler Schulen und Ebenen. Natürlich sitzen um den Tisch herum Personen mit eigener Agenda – aber nun.

– – – – – – – –

  • Verschiedene andere Ablagen durchgegangen und sortiert
  • Vierte und letzte Abschlussprüfungskonferenz, kleiner allgemeiner Teil am Ende
  • Mehr als 100 Zeugnisse unterschrieben nebenbei

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.