#wasmachteigentlichderchef – 21. September Montag

Fahrrad

Losfahren in der Dämmerung und das Dorf verlassen
Und am Ende im Hellen meine Schule erreichen.

Erledigte Aufgaben

  • Papierkram, Postausgang
  • Gespräch Sozialpädagoge
  • Schulhomepageartikel über aktuelle Lage angefangen, dann gelassen – muss auch so gehen
  • Langes Gespräch intern über aktuellen Stundenplan, die Grenzen der Machbarkeit und die Zukunft
  • Gebundener Ganztag aus Stundenplanersicht besprochen
  • Zwei Stunden Geschichte in der 7. Klasse iPad
  • Förderunterrichte der coronabedingten Probe-Versetzungen und Probezeiten bestimmt, Schüler zugeordnet
  • Telefonat KM über Stunden und Personal

Die Sache mit dem Blutdruck und den Fotos auf Insta. ich glaube, ich habe die Geschichte schon mal erzählt.

Das war ja so. Vor einigen Jahren hatte ich immer an dem Nachmittag Dienst, an dem das Schulsanitäterteam der Kleinen übte. Die Dame, die dies betreute, kam dann immer rüber und fragte, ob ich das Opfer sein kann zum Üben der Blutdruckmessung. Ich tat es gern. Die Kollegin freute es, denn es war immer viel zu messen.

Irgendwann gab sie mir den Rat, dass ich mal besser zum Arzt gehen sollte. Das tat ich dann auch. Als dieser dann einen Wert von 180 zu irgendwas ablas, im Ruhezustand natürlich, wurden wir beide etwas unruhig. Dann kamen Tabletten und so. Nunja. Untersuchungen. Schlaflabor. Ein paar Unterhaltungen mit einer Diplompsychologin (Zitat: Wenn Sie so weitermachen, gebe ich Ihnen höchstens zwei Jahre.)

Meine Kollegin war später etwas unglücklich. Wenn ich danach zum Messen kam, hatte ich nämlich stabile 130 zu 90. Jedes Mal. Die Kinder dachten schon, das Gerät sei kaputt.

Zum Bild oben: Die Aktivitäten der Schulsanitäter sind aktuell eingestellt. Lea und Sophie haben gesagt, ihnen sei langweilig. Also habe ich sie eingeladen, die Messungen fortzusetzen, die sie vor den Sommerferien schon angefangen haben. Natürlich unter Corona-Bedingungen, ohne Anfassen und mit Abstand und Maske.

Wollen Sie also wissen, wie es um mich steht, Montagmorgen, zwei Stunden, nachdem ich mein Büro betreten habe, vier Stunden nach Tabletteneinnahme?

Ich glaube das Gerät war kaputt…jedenfalls war der Wert in der zweiten Pause wieder im Normbereich.

Was ich sagen will mit dieser höchst dramatischen Geschichte? Passen Sie auf sich auf, wenn Sie in die Schulleitung gehen wollen. Ganz einfach. Ich tue es auch – und bin schon ein Jahr über die düstere Prognose hinaus.

3 Antworten auf „#wasmachteigentlichderchef – 21. September Montag“

  1. Ja, pass aber weiter auf Dich auf.
    Die Schulleiterfreundin erzählt Grusliges aus dem Bereich Grund- und Mittelschulen.
    Aber ihr Blutdruck ist ganz im Normbereich, immer. Meiner war es zu Schulleiterszeiten nie. Trotz Tabletten und Fürsorge von Freundin C.

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