#wasmachteigentlichderchef 2021-10-21-22

U-Bahn und Auto. Weil Wetter und am Freitag Personalausflug, zu dem ich nach der Schule gleich aufbreche.


Es gibt Tage, an denen die Zeit einfach so vergeht und man am Ende nicht weiß, was man eigentlich getan hat. (Ersetze „man“ mit „ich“). Diese Tage sind auch nicht zufriedenstellend. Ich arbeite den ganzen Tag, bin gestresst und weiß am Ende nicht genau warum. Das Ende der Woche war von Infektionen geprägt, also eher von den Konsequenzen daraus. Das Gesundheitsamt ist immer schlechter zu erreichen. Durch die Medien jagen die Zahlen. Am Freitag habe ich für die Schule bis zu den Herbstferien die Maskenpflicht wieder angeordnet. Freitag war noch Personalausflug, also erst nachts heimgekommen. 

Ich arbeite weiter an den Beurteilungen, außerdem an einer disziplinarischen Maßnahme.


Indirekt einem entfernt und indirekt bekannten Kollegen Denkhilfe gegeben bei der Entscheidung sich auf einen Schulleiterposten zu bewerben. Er hat sich schwer getan, habe ich gehört. Gut so, möchte ich sagen. Leicht sollte diese Entscheidung nicht fallen. Was ich über ihn und von ihm selbst gehört habe, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er richtig auf seinem Posten ist.

Seltsamerweise, fällt mir grad auf, sage ich das sehr oft von anderen. Nie von mir.


Gründe dafür es zu bereuen, mich als Schulleiter beworben zu haben 06/10: Stress.

Dazu mal eine alberne kleine Geschichte:

An einem Tag, als die Wellen meiner Arbeit mal wieder über mir zusammenschwappten, flüchtete ich mich quasi auf Toilette, um meine Ruhe zu haben. Aus Alibigründen ließ ich die Hose runter und hockte mich hin. Atmete tief durch als ich über mir die bestimmte Stimme meiner Sekretärin hörte: Herr Kuban, BITTE SOFORT in das Sekretariat kommen.

Erst da merkte ich , dass direkt über der Schüssel ein Lautsprecher in die Decke eingelassen ist.

Dass es nichts Dringendes war, muss ich nicht erwähnen. Ich erzählte meiner Sekretärin davon und wir lachen heute noch ab und an drüber, wenn ich das Büro verlasse mit dem Hinweis, dass ich mal auf Toilette gehe – und nicht gestört werden möchte.

Ansonsten ist der Stress aber die Hölle. Und alle meine Maßnahmen gehen nur in die Richtung, mit diesem Stress umzugehen, damit er mich nicht umbringt.

Und ja, es geht besser von Jahr zu Jahr.

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