30 Tage #16 #2022-07-20

Allein aufgewacht. Mit dem Rad zur Schule und morgens schon so warm, dass ich ächzte.

In der Schule weiterhin mit Anstellungen beschäftigt, Unterlagen sortiert, mehr als zwei Stunden Juror im Vorlesewettbewerb der 6. Klassen gewesen, eine Beurteilung erstellt und besprochen, verschiedene Gespräche (Nur kurz, Herr Kuban), meine Abschlussprüfungsunterlagen endlich fertig gemacht, …

Ich kann mich grad nicht an alles erinnern. Weiß nur, dass es im Übermaß wieder war zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her zu springen. Overload.

Abends noch Durchsicht der aktuell potentiell schwierigen Beratungsfälle am Ende des Schuljahres.

Meine Abschlussrede gerät ins Stocken. So spät war ich noch nie dran. Meine Idee von vorgestern trägt nicht richtig.

Durch das Tracken der Arbeitszeit merke ich vor allem, dass einfach Aufgaben oft mehr Zeit in Anspruch nehmen als ich denke und andersrum Aufgaben, vor denen ich mich drücke, oft schnell erledigt sind.

Wie Arne im Kommentar schrieb: Ich will auch feststellen, wie das Verhältnis von realer zu gefühlter Arbeitsbelastung ist. Überhaupt das Verhältnis von „Gefühl“ und Arbeit interessiert mich grad, weil ich einen Umschwung registriere, was das angeht. In meiner Anfangszeit bin ich auch oft um 5 wachgeworden und wurde sofort überwältigt von allen Aufgaben, die offen war, die anstanden oder die ich seit Wochen vernachlässigte. Jetzt wache ich auf, registriere diese Aufgaben auch, kann aber mich gedanklich auf die zwei bis drei fokussieren, die ich an dem Tag wirklich machen will. Und vor allem: Kann dann auch wieder einschlafen. Ich habe das nicht geübt, es ist einfach mit der Zeit gekommen, diese Gelassenheit.

Morgens üppig gefrühstückt, weil der Vormittag belegt war. Mittags nichts, abends Industrie-Food vom Discounter. Zwei Radler.

Wäsche gewaschen. Abends noch gelesen. Im Kursbuch 209: Ausnahmezustand Normalität (Danke Jürgen für diese Anregung aus deinem Blog). Eine neue Idee für die Rede entwickelt. Im Bett weiter gelesen an „Blue Highways“ (William Least Heat-Moon), tue ich seit zwei Jahren. (Danke Arne dafür)

Allein eingeschlafen.

Foto des Tages

Auf dem Gemüsefeld hinter dem Westpark geht mittig eine Sonnenblume auf.

6 Antworten auf „30 Tage #16 #2022-07-20“

    1. Das höre ich nicht gern, denke ich dich, dass ich dich runterziehe. Das fände ich schlimm. Mir geht es nämlich eigentlich prima.

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