30 Tage #19 #2022-07-23

Samstag: Pünktlich vor 6 wachgeworden, nicht allein gewesen, daher liegengeblieben, aber nicht schlafen können. Ins Nachbarzimmer gegangen, Fenster geöffnet überall, zum Lesen auf das Sofa gelegt bis das Land wach wurde.

Frühstücken gegangen, es regnete, dann wieder nicht, dann wieder stärker. Im Balazzo war zu Beginn nicht viel los, das Frühstück dauert bis es am Tisch war, aber es war gut. Gegen Mittag wurde es voller, lauter und wir flohen in die Schwüle nach draußen. Ein Spaziergang nach und durch Johannis, Besuch des dortigen Friedhofs bis zum Grab von Albrecht Dürer und mehr.

Dann in einem großen Bogen wieder heim in die einigermaßen kühle Wohnung. Die erst verlassen, als es wieder wirklich kühler war und beim Libanesen um die Ecke zu Abend gegessen (Schawarma und Kubbeh).

Danach wieder mal Gönnung im Eis im Glück in der Fürther Straße.

Es war zu warm für alles, auch wegen des Spazierengehens in praller Sonne, im Regen und Inder Schwüle. Noch ein Film und dann ins Bett. Nicht allein eingeschlafen.

Ein Tag mit Essen, Gehen und Liegen

30 Tage #18 #2022-07-22

Morgens auf dem Land wachgeworden – nicht allein. Schon sehr warm wieder. Rechtzeitig losgekommen und nicht allzu spät in der Schule gewesen. In der Stadt recht schwül. Auf der Autofahrt 40 Minuten keine Musik, über die Rede nachgedacht.

Vormittag in der Schule recht viel los, abends sollte die Abschlussfeier stattfinden, also eher ein bisschen durcheinander. Finalisierung der Unterlagen für die dritte Stelle der Erweiterten Schulleitung, Begründung der Auswahl schreiben, zum MB fahren und das Ganze abgeben. Danach wenig geschafft. Alltägliches.

Mittags heimgefahren, hingelegt und kurz geschlafen , dann noch mal an der Rede gedreht. Wieder zur Schule, gegen Jackett und Schlips entscheiden, aber keine kurzen Hosen. Abschlussfeier. Die erste seit Jahren und hoffentlich kein Spreader. Rede gehalten, nicht so gut dabei gefühlt. Nach Abschluss noch durch die Aula, mit diesem oder jenem geredet, mit anderen nicht. Heimgefahren.

Zuhause aufgeräumt und gesaugt. Das Land wollte abends noch kommen. Und es kam. Viel geredet, Eis gegessen, zusammen eingeschlafen.

Die begehrten Zeugnisse noch in meinem Büro
Ein Foto während ich das Smartphone wegstecke.

30 Tage #17 #2022-07-21

Morgens um 5 wachgeworden, angefangen im Bett die Rede zu durchdenken, halb sechs aufgestanden und in der Küche mit dem neuen Gedanken aufgeschrieben. War am Ende zufrieden, die neue Idee trägt besser. In einem Rutsch aufgeschrieben.

Mit dem Auto, weil ich später noch aufs Land fahre. Übelst schwül heute, es regnet morgens, was mich so fasziniert, dass ich sehr spät von daheim wegkomme.

Schule: Eröffnung einer Beurteilung, Rücksprache KM wegen Unterrichtsplanung, Erweiterte Schulleitung (Hat sich durch meine Krankheit verzögert), Versorgung mit Stunden, Generalprobe der Abschlussfeier besucht, bisschen geredet zu den SchülerInnen, Besprechung einer Stundenaufstockung, Besprechung wegen Elternbrief, Schrieben Elternbrief, Schreiben Kollegenbriefing, Versenden von beiden, später dann Korrektur beider Schreiben versendet, viele kleine Gespräche wegen Notenkonferenz am Montag und den Spezialfällen (Corona ist nicht vorbei und sorgt für Probleme), Besprechung Aushilfsstellen.

Nachmittags aufs Land gefahren, Mittagessen von der Tankstelle, auf der Fahrt gegessen (Mieseste aller Angewohnheiten). Aber es ist schön aufs Land zu fahren. In den 40 Minuten kann ich herunterfahren, auch wenn ich mich tapfer neben den LKWs und vor dem BMW SUV halte. Und es klingt mondäner als es in Realität ist, aber auf dem Land wurde im Pool ein kleines Bier getrunken und danach erst ein Salat (Kisir) zubereitet. Ansonsten ein entspannter Abend, auch weil die Temperaturen sehr viel entspannter waren als in der Stadt. Nicht allein eingeschlafen.

Keine Zeit für und Lust auf Fotos gehabt heute. Aber mir hat jemand Fotos gezeigt von brennenden Feldern auf dem Land.

30 Tage #16 #2022-07-20

Allein aufgewacht. Mit dem Rad zur Schule und morgens schon so warm, dass ich ächzte.

In der Schule weiterhin mit Anstellungen beschäftigt, Unterlagen sortiert, mehr als zwei Stunden Juror im Vorlesewettbewerb der 6. Klassen gewesen, eine Beurteilung erstellt und besprochen, verschiedene Gespräche (Nur kurz, Herr Kuban), meine Abschlussprüfungsunterlagen endlich fertig gemacht, …

Ich kann mich grad nicht an alles erinnern. Weiß nur, dass es im Übermaß wieder war zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her zu springen. Overload.

Abends noch Durchsicht der aktuell potentiell schwierigen Beratungsfälle am Ende des Schuljahres.

Meine Abschlussrede gerät ins Stocken. So spät war ich noch nie dran. Meine Idee von vorgestern trägt nicht richtig.

Durch das Tracken der Arbeitszeit merke ich vor allem, dass einfach Aufgaben oft mehr Zeit in Anspruch nehmen als ich denke und andersrum Aufgaben, vor denen ich mich drücke, oft schnell erledigt sind.

Wie Arne im Kommentar schrieb: Ich will auch feststellen, wie das Verhältnis von realer zu gefühlter Arbeitsbelastung ist. Überhaupt das Verhältnis von „Gefühl“ und Arbeit interessiert mich grad, weil ich einen Umschwung registriere, was das angeht. In meiner Anfangszeit bin ich auch oft um 5 wachgeworden und wurde sofort überwältigt von allen Aufgaben, die offen war, die anstanden oder die ich seit Wochen vernachlässigte. Jetzt wache ich auf, registriere diese Aufgaben auch, kann aber mich gedanklich auf die zwei bis drei fokussieren, die ich an dem Tag wirklich machen will. Und vor allem: Kann dann auch wieder einschlafen. Ich habe das nicht geübt, es ist einfach mit der Zeit gekommen, diese Gelassenheit.

Morgens üppig gefrühstückt, weil der Vormittag belegt war. Mittags nichts, abends Industrie-Food vom Discounter. Zwei Radler.

Wäsche gewaschen. Abends noch gelesen. Im Kursbuch 209: Ausnahmezustand Normalität (Danke Jürgen für diese Anregung aus deinem Blog). Eine neue Idee für die Rede entwickelt. Im Bett weiter gelesen an „Blue Highways“ (William Least Heat-Moon), tue ich seit zwei Jahren. (Danke Arne dafür)

Allein eingeschlafen.

Foto des Tages

Auf dem Gemüsefeld hinter dem Westpark geht mittig eine Sonnenblume auf.

30 Tage #15 #2022-07-19

Morgens mit dem Rad zur Schule, da wars es schon sehr warm. Keine Kühle. Aber in meinem Büro, mit der eingebauten Kühldecke, war es sehr entspannend. Echt jetzt. Schulhaus: Passivhaus, mit automatischer Belüftung. Viel Ärger mit der Technik gehabt, aber das supercoole ist diese Kühldecke, durch die kaltes Wasser geleitet wird, das die Luft auf stabilen 22 Grad hält.

Gilt übrigens auch für die Klassenzimmer. Also: Kein Hitzefrei. Nur Hitzeschock, wenn man nachmittags das Gebäude verlässt. So wie halt heute.

Schule: Unterlagen für Angestellte fertig gemacht und gefaxt, Bewerbergespräch Instrumentallehrerin, Abschlusszeugnisse und beglaubigte Kopien unterschrieben, Beratungsgespräch Übertritt, dann Außentermin beim Essen, nachmittags telefonisch Dinge abgeklärt mit KM und LAS (Landesamt für Schulen), dienstlich mit dem Schulleiter des Vertrauens telefoniert, dann lang noch über Ebikes geredet (er war einer derjenigen, die mich dazu inspiriert haben), Gespräch wegen Abschlussfeier.

Nachmittags noch Überarbeitung Rede Abschlussfeier.

Nach der Schule noch am Bioladen vorbei und paar Dinge besorgt, vor allem Wassermelone. Bei diesem Wetter ideal.

Gegessen heute: morgens ein Ciabattabrötchen mit veganem Fleischsalat und Käse. Mittags ein Pasta-Ragout-Gericht, das ich nicht aussprechen konnte. Abends zwei Eier, Brotzeit. Zwischendurch Radler, zwei.

Fotos von gestern Abend, Rückweg vom Kollegenfest nach Hause, Jansenbrücke. Halb neun.

Nachts noch so warm draußen, dass Lüften nichts bringt – Fenster blieben zu.

Allein eingeschlafen, zum vorletzten Mal diese Woche.