#wasmachteigentlichderchef 2021-10-15

Auto, weil ich nachmittags noch schnell Sachen erledigen musste über größere Strecken hinweg. U.a. eine bestellte sogenannte Hofladenbox in der Metzgerei Marina abholen. Kotelettes gekauft dazu, weil Kindheitserinnerung, Samstagessen.


Erledigte Aufgaben:

  • Unterricht Sozialkunde 10
  • Gespräch Sozialpädagoge
  • Papierkram
  • Gespräch extern beim MB (=Ministerialbeauftragten) wegen schulischer Angelegenheiten
  • Schulleitungsgespräch an eigener Schule

Foto des Tages, Pausenverkauf, andere Realschule


Gründe es zu bereuen, Schulleiter geworden zu sein 09/10: Arbeiten in ständiger Überforderung

Schulleiter ist kein Ausbildungsberuf. Man kann ein toller Konrektor sein, aber das heißt gar nichts. Sobald das Büro gewechselt ist, steht man vor Aufgaben, die man in der Regel noch nie erledigt hat. Und in den folgenden Jahren wird man immer wieder mit Neuem konfrontiert und es reißen Fronten auf, an denen man noch nie gestanden geschweige gekämpft hat.

Und dann stellen Sie fest, dass Sie Ausstattungslisten wälzen, um nachzuschauen, ob die Seifenspender in den Werkenräumen wirklich nicht zur Erstausstattung gehörten und telefonieren, um diese zu bekommen. Sie lesen schon vor Corona in einer Broschüre mit dem Titel: „Anforderungen an Lüftungskonzepte in Gebäuden: Teil I Bildungseinrichtungen.“ Und am nächsten Tag sitzen Sie mit dem Hochbauamt, dem Gesundheitsamt, der HVE, dem Betreiber und dem Bauherrn an einem Tisch, um über die richtige Lüftung in einem Passiv(Schul)haus zu sprechen, um dann am eigenen Leib zu erfahren, was es heißt, wenn in einer ihnen zugespielten aber nicht an Sie gerichteten Email die Rede davon ist, dass „die Stadt sich erstmal intern besprechen sollte, um sich auf eine Linie zu einigen, bevor sie mit Externen spricht.“ Und mit „Extern“ sind Sie gemeint. Und dann sprechen Sie mit der Polizei über Vandalismus, mit dem Verkehrplanungsamt über die Zebrastreifen vor dem Schulhaus und die Radwegesituation zum Schulhaus, mit dem Bildungszentrum über die Schulküche, mit der Trocknungsfirma über den nassen Keller, mit der Feuerwehr über die fehlenden Leitkarten, den Handwerkern über das Reparieren von angeflämmten Bänken vor dem Schulgebäude, der Mensa über den Stundenplan, dem Hausmeister über den Safe, der Sicherheitsbeauftragten über die Vorgaben im Chemieraum, dem Schulentwicklungsteam, dem Personalrat, dem KM, dem Landesamt, der Regierung, dem Landesamt Finanzen, über Medienschienen, Schlüsselsysteme, Türschlösser, CO2-Messgeräte und -fühler, Dachbegrünungen, Rattenfallen, Drainagen (fehlenden), Wildzäunen, Schulgarten, dann gibt es an einem Tag drei KMSe und sie sind schon längst jenseits der Grenze dessen, was sie geistig und mental noch umfassen können.

Und dann kommt der Kollege oder die Kollegin und leitet ein mit: „…nur eine Minute.“

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-14

Auto, weil Regen und ich gestern spät heimgekommen bin und nur einen Parkplatz bis 8 Uhr bekam.


Erledigte Aufgaben

  • Personalunterlagen weiter geschickt
  • Unterricht Sozialkunde 10
  • Unterschriften eingeholt für Anträge
  • Gespräch Unterrichtsbesuch
  • Nachgeholter Papierkram zur Einstellung
  • Gespräch Sozialpädagoge
  • (Feuer)Alarm
  • Sitzung Medienkonzept
  • Telefonate Schulaufsicht (Terminabsprachen, Aufnahme von SchülerInnen)

Gründe es zu bereuen, Schulleiter geworden zu sein 10/10: Persönlichkeitsveränderung

Ich habe es anfangs immer mit einem Lächeln quittiert, wenn Leute, die mal irgendwann in meinem Leben eine Rolle spielten, mir sagten, dass sie nie gedacht hätten, mich mal in dieser Position zu sehen. Breiter Konsens. Nicht ich. Das nahm ich selten richtig ernst, weil niemand eigentlich wirklich einen Grund nannte. Nur so ein Bauchgefühl. Nur so ein „Ach, echt?“

Wirklich nachhängen tut aber ein halber Nebensatz (den ich nicht mehr wörtlich rekonstruieren kann), den mir eine Freundin sagte. Eine in diesem Zusammenhang besondere Freundin, besonders, weil sie bis 2003 meine Schülerin war, mich also als jungen Lehrer erlebte. Und mit der ich mich in den Jahren danach anfreundete, so dass sie also auch meine weitere Entwicklung erlebte.

Und sie sagte einfach mal, ganz direkt, dass ich nicht mehr kreativ sei, wie sie es von mir kannte. Oder so. Sie bedauerte es jedenfalls. Und hat recht. Irgendwie.

Dagegen spricht auch nicht, dass bald eine zweite Veröffentlichung ansteht. Nach einem Beitrag von mir in der Anthologie „Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge“ von 2015 hat ein früher Bekannter von mir vor einigen Jahren ein Projekt gestartet, in dem Kulturmenschen aus seinem Heimatort porträtiert werden sollten. Er rief mich an und fragte, ob ich dies für eine Künstlerin übernehmen könnte, die mittlerweile in Fürth wohnt. Und das war eine spannende Sache. Und nach ein paar Jahren Verzögerung kommt das Buch nun in den Druck.

Was mehr wäre möglich gewesen?

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-13

U-Bahn, weil Lust drauf. Ich mag die Stimmung morgens in der Stadt vor allem, wenn es kühl und feucht ist. Und lächle in der U-Bahn in die unsicheren Blicke der SchülerInnen, was man unter der Maske aber leider nicht sieht.


Erledigte Aufgaben

  • Post in Personalangelegenheiten vorbereitet
  • US-Teilzeiten ausgedruckt
  • Briefing geschrieben und versendet
  • Beurteilungen weiter vorbereitet
  • Spinner- und Schwurbler-Briefe entsorgt
  • Datum einer BU ausgebessert und neu ausgedruckt
  • Unterricht Sozialkunde
  • Synchro-Gespräch Stellvertreter

Ich frage mich, ob/wie ich weiter bloggen kann, wenn meine KollegInnen meinen, aus dem hier herauszuziehen, dass es mir nicht gut ginge. Dabei sehe ich das alles eher nüchtern. Und mir gehts prima. So grundsätzlich.


See, I spent my teens enraged, spirallin‘ in silence
And I armed myself with a grin
‚Cause I was always the fuckin‘ joker
Buried in their humour amongst the white noise and boys‘ boys
Locker room talkin‘ lads‘ lads
Drenched in cheap drink and snide fags
A mirrored picture of my old man
Oh God, the kid’s a dab hand
Canny chanter, but he looks sad

Seventeen going under. Sam Fender. Seventeen going under. 2020

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https://youtu.be/WAifgn2Cvo8

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-12

Auto, weil ich heute zur Schulleitertagung Mittelfranken/Realschule nach Neuendettelsau durfte. Die erste in Präsenz seit … jaja.


Erledigte Aufgaben:

  • Schulleitertagung
  • abends noch in der Schule vorbei, um nach der Tagespost zu schauen

8 Stunden in einem Tagungshotel verbringen gehört nicht zu meinen Lieblingsübungen, selbst wenn es Pausen gibt. Und besonders nicht, wenn das Wlan schlecht ist.

Themen:

  • Irgendwas mit Corona
  • Förderung
  • Irgendwas mit Digital
  • Beurteilung
  • Schulbesuche zur Schulleiterbeurteilung
  • uvm.

Daneben Randgespräche über Golf und Tattoos.

Grundsätzlich eine Verlängerung der ToDo-Liste.


In 6 Wochen die nächste Tagung, dann aber zwei Tage. Mal sehen, ob mein Kopf bis dahin abgeschwollen ist.


Fotos des Tages

Diese „Art“ Fotos zu machen, habe ich mir im Prinzip von André Krüger abgeschaut, der hinter dem Boschblog steht und auch einen entsprechenden Auftritt auf Insta hat. Bizarre Darstellungen der sogenannten Realität (ich hoffe ich verzerre ihn nicht so mit meiner Deutung).

Eine zweite Sache, die ich seit Jahren fotografiere, sind Kriegerdenkmäler, wenn ich welche entdecke. In Neuendettelsau, wo ich heute war, habe ich eins (wieder-)gefunden. Vor einigen Jahren hatte ich schon mal ein Foto gemacht, aber wie ich heute gemerkt habe, unvollständig. Den steinernen Soldaten auf der linken Seite hatte ich letztes Mal übersehen.

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-11

U-Bahn, weil kalt. Weil faul.

Blick nach Osten, Fürther Straße.

Erledigte Aufgaben

  • mehrere Telefonate aufgrund zweier von den vier „offensiven“ Emails von Freitag, plötzliche Geschäftigkeit im Schulhaus
  • Ordnung auf dem Schreibtisch gemacht
  • weitere Emails beantwortet und Abgleichgespräche vor Ort
  • ein bisschen auf dem Fußboden eines Klassenzimmers gesessen, weil es jemandem nicht gut ging
  • Schulentwicklungsteamssitzung
  • paar KMSe gelesen
  • Beurteilung eröffnet
  • Gespräch Lehrkraft (längeres)
  • Abends noch Infoveranstaltung Grundschule über Teams

Heute keine Positiv-Coronameldung aus Schülerfamilie.

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-08

Auto, weil ich nach der Schule weiter musste für den aktuellen Fischerkurs.

Jansen-Brücke auf der Heimfahrt mit dem Rad. Also von gestern Abend.


Erledigte Aufgaben:

  • Unterricht 10a Sozialkunde
  • US abgeschlossen
  • Sitzung Schulleitung
  • Vier Emails geschrieben, sehr offensiv, wegen verschiedener Angelegenheiten rund ums Schulhaus

Weiterhin müde.

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-06

Auto, weil ich morgens zum Arzt musste, der immer noch auf dem Land ist (der beste halt) und nachmittags Termin hatte, die mit dem Auto besser zu handeln waren. 15 Tage nicht gefahren. Es lief. Aber ich wusste schnell wieder, warum Autofahren in der Stadt eine Idiotie ist.


Erledigte Aufgaben

  • ASV- Fehlerliste weiter bearbeitet
  • ASV Fehlerliste weiter bearbeitet
  • Gespräche, u.a. wegen der Schulküche, die nach externer Nutzung aussah wie Sau
  • Versucht um 14 Uhr zu gehen, weil es Mittwoch ist
  • Nicht ganz gelungen

Manchmal sind die Arbeitstage sehr diffus. Es ist jetzt 18 Uhr und ich sehe, dass ich 19 Emails im Dienstpostfach heute noch nicht mal angeschaut habe.

Mir fällt grad ein, dass ich am Montagnachmittag auf dem Fahrrad auf dem Heimweg auf der Jansenbrücke von einer Schulleitungskollegin angerufen wurde, die auch gerade auf dem Schulparkplatz stand und heim wollte, aber erst jetzt zum Beantworten meines Anrufs vom Vormittag kam. Am Ende des Dienstgesprächs haben wir uns zum Golfen verabredet.


Betrachte ich meine Schule, merke ich, dass LehrerInnen und SchülerInnen damit angefangen haben, das Schulleben in Gang zu bringen. Projekte werden geplant, Wahlunterrichte beginnen, viele Orgagespräche laufen und alle wollen. Und ich freue mich schon auf das Theater, das Winterfest, die Konzerte.

Sogar ein Schülersanitätsdienst hat sich wieder gefunden und eine Tradition aufgegriffen: In der Pause dem Schulleiter den Blutdruck zu messen. Heute 141:77. Guter Tag, wobei zu bemerken ist, dass ich dafür/dagegen ein Medikament einnehme. Im letzten Jahr war ich manchmal überrascht, wie stark dieser Wert trotzdem ins Schlechte abdriftete, wenn ich vorher bestimmte Gespräche geführt habe.


Gestern von der DHL Box eine Büchersendung (von Buch7.de !!) abgeholt. Reiner Kunze, von dem die Gedichte nun gesammelt veröffentlicht wurden. Habe auch noch den Prosaband „Die wunderbaren Jahre“ mitbestellt, eine Biografie und die Dokumentation seiner Stasi-Akte.

Aber abends eben dagesessen und es gibt einfach Seiten, die reißen einen Tag raus.

Mein Lieblingssatz: Ich sparte nicht mit Stimme.

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-05

U-Bahn, weil Regen. Eichhörnchen vor der Schule erschreckt.


Erledigte Aufgaben

  • Unterricht Sozialkunde 10. Klasse
  • Unterrichtsbesuch Deutsch 5. Klasse
  • Begehung Fachräume Chemie
  • ASV Nacharbeiten
  • Personalfragen telefonisch bearbeitet
  • Arbeit deligiert
  • Gespräche, nicht gezählt
  • Termine sortiert, weil in meinem Kopf was durcheinander ging
  • Meldung Personalveränderungen

Fühlte mich heute im Unterrichtsbesuch etwas beobachtet, weil es für einen 5. Klässler schräg vor mir offenbar so faszinierend war, dass ich da saß, dass er sich immer wieder langanhaltend umdrehte und mir bei meinem Notizenmachen zuschaute.

Kann sein, dass er immer noch irritiert ist von meiner Begrüßung der 5. Klässler, als ich mit Piratenflagge in der Aula stand.

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-04

Fahrrad, bewölkt, nicht ganz so kalt. Aber schön. Zweite volle Woche ohne Auto. Es ist ein paar Jahre her, dass ich das hatte.


Erledigte Aufgaben

  • verschiedene Papierangelegenheiten in Personalangelegenheiten
  • Telefonate, die nicht funktionieren, weil es Büro- und Telefonzeiten gibt, woanders
  • Unterrichtsbesuch Mathematik 9. Klasse
  • ASV, US-Abgabe, Fehlermeldungen: zu zwei Drittel delegiert, ein Drittel selbst abgearbeitet
  • Emails geschrieben
  • Termine überblickt, neu terminiert

Ich habe mich noch nie für einen Schulleiter gehalten, der alles kann, geschweige alles können will. Seltsamerweise aber fällt es mir schwer, Aufgaben und Arbeiten abzugeben. Dies übe ich aktuell ein wenig, wenn auch leicht verzögert. Und es zeigt sich: Für bestimmte Sachen gibt es einfach Leute, die das viel besser können. Und schneller.

Und ja, ich merke dennoch und ringe damit: Der Gedanke, dass ich als Schulleiter ALLES wissen, können, tun und entscheiden muss. Und zwar ALLEIN. Keine Ahnung, woher das kommt. Es ist einfach seltsam.

Briefing 2021-10-03

Sehr geehrte KollegInnen,

Anbei die neuen Anweisungen zur Umsetzung ab morgen, den 4.10.2021.

Wegfall der Maskenpflicht

Die Maskenpflicht entfällt

  • im Unterricht,
  • bei sonstigen Schulveranstaltungen,
  • in der Mittagsbetreuung,

auch wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. 

Ebenso entfällt die Maskenpflicht im Außenbereich, also auf dem Pausenhof.

Ansonsten bleibt sie bestehen auf den Gängen und in Treppenhäusern, also den sogenannten Begegnungsflächen. Die genaue Umsetzung mit der Mensa besprechen wir morgen.

Sportunterricht/Musik

Sportunterricht kann weiterhin ohne Maske durchgeführt werden, Außensport ist zu bevorzugen, ebenso Außenmusik (sic!). Empfohlen wird das Abstandsgebot einzuhalten und möglichst Sportarten ohne Körperkontakt zu unterrichten. 

Ich hänge den genauen Wortlaut für Sport und Musik hier anbei.

3G Regel für Schulveranstaltungen

Die 3G Regel gilt nicht für schulische Veranstaltungen, in denen Beratung und Eltern-Schule-Kommunikation im Zentrum stehen.

Für Veranstaltungen, wie z.B. Weihnachtsfeier oder Schulfeste aber doch.

Anmerkungen und Kommentar

Wir haben überlegt, die Maskenpflicht auf dem Pausenhof weiterhin aufrechtzuerhalten. Dies vor allem im Hinblick auf die weiter steigende Inzidenz in Nürnberg (freilich ohne Berücksichtigung der Hospitalisierungen, bzw. des neuen Ampelmodells).

Wir haben uns dagegen entschieden, weil hier Diskussionen und Konflikte mit Eltern und Kindern zu erwarten sind, die wir nicht gewinnen können, da das KMS eindeutig ist. Außerdem würde es zu einer Mehrbelastung bei jeder Aufsicht führen, die nicht vertretbar ist.

Wir weisen aber deutlich darauf hin, dass der Wegfall der Maskenpflicht nicht bedeutet, dass man nicht doch Maske tragen darf, wenn man dies für sinnvoll hält.

Klar ist an diesem KMS allerdings auch, dass es nicht mehr darum geht, Infektionen in der Schule zu vermeiden. Vielmehr konzentriert man sich dann wohl auf die Nachverfolgung im Infektionsfall.

Ergänzend sei hinzugefügt, dass die uns bekannten aktuellen Infektionsfälle nach unserer Erkenntnis außerhalb der Schule ihren Ursprung haben.

Getestet wird weiterhin.

Thomas Kuban, Schulleiter

With the lights out, it’s less dangerous
Here we are now, entertain us
I feel stupid and contagious
Here we are now, entertain us

Smells like teen spirit. Nirvana. Nevermind. 1991

https://www.youtube.com/watch?v=hTWKbfoikeg (Original)

https://www.youtube.com/watch?v=WudaLBOCrBE (Robert Glasper)

#wasmachteigentlichderchef 2021-10-01

E-Scooter. Weil ich am Abend vorher erst um 21 Uhr aus dem Schulhaus gekommen bin und irgendwie keine Lust auf Radeln hatte. Stattdessen mit dem Roller heim. Also warum nicht morgens mit dem Roller wieder hin. Schultasche hatte ich eh stehenlassen. Kalt, ziemlich.


Erledigte Aufgaben:

  • eine Stunde Unterricht Sozialkunde 10f
  • Gespräch mit neuer Kollegin, die nicht antritt, aber mit der halt Papierkram zu erledigen ist
  • Gespräch über Unterrichtsbesuch vom Mittwoch
  • Peronalangelegenheiten per Telefon
  • Schulleitungsbesprechung (etwas kürzer als sonst, weil ich zum Zahnarzt musste)

Die Kollegin schrieb mir eine Mail, in der sie fragte, wann wir besprechen wollten, es sei ja keine „Sternstunde“ gewesen, aber sie hätte gern mein Feedback.

Ich wollte spontan zurück schreiben: „Wenn ich Sternstunden will lege ich mich ins Bett und mache die Augen zu.“ Aber das erschien mir zu anzüglich. Also schrieb ich ihr zurück, dass ich mich während Ihrer Stunde an meine eigene Stunden zum Thema Schilderung erinnerte und dies gute Erinnerungen waren, weil ich es für ein schönes Thema halte. Außerdem dachte ich wieder mal an Edward Hopper (den hatte ich früher für Schilderungen verwendet) und surfte ihm im Netz ein wenig nach, um dann antiquarisch ein Buch zu bestellen. Ich freue mich schon drauf. Und ich folgte ein wenig den Gedanken, dass es eine Verbindung zwischen Hopper und Tom Waits gibt. Während ich weiter an diese Stunde dachte, fiel mir ein Erzählband von Hemingway ein, mit dem ich im Ganzen nicht so viel anfangen kann. Aber ich bin mal auf auf die Erzählsammlung „Paris – ein Fest fürs Leben“ gestoßen und da gibt es zu Beginn eine Story, die in einem oder mehreren Cafés spielt. Aus der Sicht des Schriftstellers. Hat mich sehr angesprochen, so dass ich sie noch einmal las.

Ich hatte eine Stunde Deutsch am Vormittag besucht und mein Nachmittag war angefüllt mit Lesen und Schauen.


Oft sehe ich, dass die KollegInnen etwas ungläubig schauen, wenn ich sage, dass jede Stunde für mich etwas Spannendes oder Interessantes zu bieten hat. Aber es ist so. Als Schulleiter ist es ein unglaubliches Privileg in jede Stunde jeder LehrerIn reinschauen zu dürfen. Und ja, eine meiner Fragen zur Reflexion ist immer: Was habe ich selbst in der Stunde gelernt?

Ich erinnere mich an eine KollegIn aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Engagiert in ihrem Fach und im dienstlichen Sinne. Manchmal vielleicht etwas zu „angespannt“ und eher nüchtern auf mich wirkend. Aber in der Stunde, die ich besuchte, sah ich eine Lehrerin, die mit SchülerInnen auf eine sehr wenig angespannte und sehr wenig nüchterne Art und Weise Mathematik unterrichtete. Mit den SchülerInnen auf einer Augenhöhe sprach und dies sehr lebendig – so wie ich dieses Fach in meiner eigenen Schulzeit nie erlebt habe.

Manchmal gibt es Stunden, die offenbar nicht so laufen wie geplant. Und ich erkenne dann Klassen, die sich so sehr ins Zeug legen, wie sie nur können, damit die Lehrkraft vorn sich nicht vor dem Chef blamiert. Und wenn dann die Stunde wirklich kein Highlight war, weiß ich doch, dass die anderen Stunden so sein müssen, dass etwas ganz richtig läuft, wenn sich die SchülerInnen für die Lehrkraft derart in die Bresche werfen. Und das macht mich froh.


Die Besprechung mit der Lehrkraft von oben beinhaltete das Feedback, dass ich eine abgerundete Lehrerpersönlichkeit gesehen hatte. Und dies in einer Stunde, in der die SchülerInnen zu jedem Zeitpunkt wussten was ihre Aufgabe war. Die Stunde besaß eine Struktur und es war erkennbar, worauf es hinauslaufen sollte. Ihre Präsenz im Raum war deutlich erkennbar und sie sprach sehr offen und direkt mit den SchülerInnen. Die SchülerInnen hatten etwas gelernt und deutlich etwas mitgenommen aus der Stunde. Und die Kollegin hatte im Gespräch mit mir viele gute Ideen, um sich und die SchülerInnen näher an die Sterne zu bringen.


Am Donnerstagnachmittag, während ich auf die Klassenelternabend wartete, Gespräche mit vier KollegInnen gehabt, nacheinander und unabhängig voneinander über unterschiedliche Themen geführt.

Und jedes davon hat Spuren in meinem Erleben und Nachdenken hinterlassen. Vielleicht ist dieser Eintrag hier ein Ergebnis daraus.

#wasmachteigentlichderchef 2021-09-30

Fahrrad. Spätestens auf der Jansenbrücke gedacht, dass ich langsam mal in den Keller muss, um die Mützen, Schals und Handschuhe zu suchen. Ansonsten wie immer: Wow. Blick über die Bahngleise in Richtung Hauptbahnhof, wenn die Sonne aufgeht.


Erledigte Aufgaben

  • Doppelstunde Sozialkunde 10a
  • Unterrichtsbesuch Referendar
  • Telefonate
  • Besprechung Referendar
  • Telefonate
  • Hilfeplangespräch
  • Sitzung Schulleitung zum Thema Ganztag
  • Zum Lidl geradelt und Vesper gekauft
  • Gespräch verschieden, mit Kollegen
  • US-Prüfungen durchlaufen lassen
  • Elternabend Sprint
  • danach noch Klassenelternabende

Es ist jetzt 17:41 Uhr. In 20 Minuten schmücke ich durch Anwesenheit den Elternabend SPRINT. Danach habe ich nicht mehr viel zu tun. Ich denke, um 20 Uhr werde ich grob das Schulhaus verlassen. Vielleicht 20:30 Uhr.


Ein Tag, der mit Magenschmerzen beginnt und sie tagsüber immer wieder auftreten. Mir schlagen Sachen gern auf den Magen, was früher den Vorteil hatte, dass ich dann auch abgenommen habe – für ein paar Wochen. Aber das funktioniert aktuell auch nicht mehr so.

Warum Magenschmerzen? Weil ich ab und an mit einer Liste im Kopf aufwache, bildhaft, auf der alle Aufgaben stehen, die ich bewältigen muss, jetzt und in nächster Zeit. Und ich weiß schon, dass ich abends zwar ein paar Dinge abgearbeitet habe, dass diese Liste nicht kleiner geworden ist. Und im schrecklichsten Fall ist die Liste abends länger geworden.


Der Freund, der gestern am Herzen operiert wurde, hat sich heute gemeldet.

Manche Tage sind einfach schwierig.


Ich wollte heute den Westpark fotografieren, aber meine Hände waren zu kalt.

Daher so:

#wasmachteigentlichderchef 2021-09-29

Fahrrad. Der Westpark ist um diese Jahreszeit morgens einfach der Hammer. Morgen kommt mal ein Foto.


Erledigte Aufgaben

  • Unterrichtsbesuch
  • Besprechung Unterrichtsstunden, zwei Mal
  • Gespräch Hausmeister
  • Emails versendet zu den Änderungen der Unterrichtsverteilung
  • Anrufe und Gespräche wegen einer Beurteilung
  • Unterlagen für Kommisssärsschule letztes Schuljahr rausgesucht und versendet
  • Fortbildung zur US-Abgabe, ASV am Nachmittag

Kommt mir so wenig vor heute.

Aber nach dem Unterrichtsbesuch (7. Klasse Schilderung) habe ich eine kurze Pause gemacht und im Internet zwei Dinge gesucht:

  • Auszüge aus Hemingways „Paris, Ein Fest fürs Leben“ (Leseprobe, die erste gefällt mir ausnehmend gut)
  • Bilder von Edward Hopper

Zu Edward Hopper einen Band gefunden, der schön klang und antiquarisch bestellt.


Foto des Tages

Mein Büro ist vom Style her ziemlich erbärmlich. Ich habe einer Freundin mal ein Foto geschickt und sie zeigte sich geschockt. Seitdem möchte sie innenarchitektonisch aktiv werden. Heute habe ich ihr dieses Foto geschickt und erlaubt, sich was zu überlegen. Erstmal nur für den Tisch. Bin gespannt. Ich weiß, sie will auch an die Wand dahinter….

PS: Ich lache grad. Die Anordnung der Stühle stammt noch von gestern, als der Personalrat da war.

E-Bike-Tour Bamberg-Nürnberg

Das E-Bike stand fast vier Monate im Keller und ich schob meine Touren, die ich im Kopf hatte immer weiter auf. Letztes Wochenende aber hakte ich dann die erste Tour ab: Von Bamberg nach Nürnberg. Es stand der Regnitzradweg zur Verfügung, als „Talroute“ und „Kanalroute“. Ich glaube, ich nahm die Kanalroute. Verfahren konnte man sich also nicht.

S-Bahn nach Bamberg genommen. Sightseeing Bamberg war nicht drin. Die drei Mal, die ich schon dort war, haben gereicht. Ich wollte radeln. Am Ende standen 74km auf der Uhr, die Akkus waren bei 48%, wäre also noch weiter gekommen.

Viel mehr Worte hier habe ich jetzt auch nicht mehr. Radfahren auf diese Art ist sehr meditativ. Hier also Bamberg-Forchheim (da suchte ich eine Bäckerei), dann Forchheim-Nürnberg (schnell beim Obi vorbei).

S-Bahn nach Bamberg.

Fahrradabstellplatz am Bamberger Bahnhof.
Herbststimmung in Bamberg, beim Rausfahren.

Ich befürchtete, dass Kanalradeln langweilig ist auf die Gesamtheit der Strecke, aber das war eigentlich nicht so. Der Main-Donau-Kanal ist eigentlich recht abwechslungsreich.

Und ein Hit immer wieder: Wenn der Kanal als Brücke über andere Straßen verläuft.

Und auf Höhe Erlangen dann doch etwas dystopisch

Der Fotograf hatte eine Bäckerei gefunden und trank nun Kaffee.


Nächste Streckenvorhaben für Wochenenden:

  • Treuchtlingen – Nürnberg
  • Bayreuth – Nürnberg
  • Dillingen – Nürnberg
  • Nürnberg – Würzburg
  • Amberg – Nürnberg
  • Nürnberg – Regensburg

Und dann natürlich die langen Strecken:

  • Nürnberg – Köln (über Siegen)
  • Köln (alternativ: Hannover) – Kiel

Für diese Strecken suche ich noch Leute mit Gärten, in denen ich mein Zelt aufstellen kann. Und Steckdosen *rolleyes*.