30 Tage #05 #2022-07-09

Morgens nicht allein aufgewacht, aber als einziger um 5 Uhr. Um halb sechs dann aufgestanden und gebloggt. Um sechs wieder ins Bett. Rückenschmerzen, gegrübelt. Halb sieben dann Kaffee getrunken.

Vormittags noch viel rumgefahren, bis das Versprechen eingelöst werden konnte und wir angelnd am Fluss saßen. Zwei Rotaugen waren dann alles und ein bisschen abgerissenes Material. Ein zukünftiger Nachbar kam noch hinzu, der die Gegend kannte. Aber auch er hatte kein Glück. Zwei Radler hatte er aber dabei.

Am späten Nachmittag dann zurück. Burger gegrillt, gebadet, ziemlich kaputt und müde. Nicht allein eingeschlafen.

Zwei KollegInnen schickten mir Fotos aus dem Regenzeit, wo ich Mittwoch und sie heute waren. Ich werde jetzt Influencer. Beide fanden es auch genau so fantastisch wie ich.

Heute keine Fotos gemacht. Aber später werde ich nicht allein einschlafen.

30 Tage #04 #2022-07-08

Morgens vom Land in die Stadt gefahren und auch wenn ich weiß, wie ätzend das sein kann, gefällt es mir aktuell an diesen Tagen. Ich sehe viel Land, komme gut durch um die Uhrzeit und die allermeisten Baustellen an den Autobahnen (Nürnberg Kreuz Süd und die Strecke der A73 bis zur Rothenburger Straße) sind nahezu fertig. Ich fahre normal gern Auto.

Aber: Nichts gegen die frühere Tour mit dem Ebike durch den Wald. Nichts dagegen.

Schule war hektisch. Morgens wurden die Noten der schriftlichen Abschlussprüfung bekanntgegeben und im Anschluss die möglichen mündlichen Prüfungen organisiert. Danach einige Gespräche über Spezialfälle bei den SchülerInnen, besonders auch im Hinblick auf die zurückliegenden Coronajahre und den damit verbundenen Sonderregelungen. Aber auch einfach in Bezug auf unsere sonstigen Sorgenkinder, bei denen wir überhaupt froh waren, dass sie es bis hier geschafft haben. (Wie manchmal hier KollegInnen und Bekannte sagen: An der N3 ist vieles anders und immer besonders)

So viele Gespräche, dass ich zwischendrin dann doch mal sagen musste: Setzen Sie sich schon mal in mein Büro, aber ich muss jetzt einfach mal auf Toilette.

Die Schule war schon früher beendet, weil die FOS im Gebäude ihre Abschlussfeiern früh starten wollten. Bei 600 Abiturienten hatte man sich dazu entschieden, die Verabschiedung in drei Schichten zu fahren bis in den Abend hinein.

Ich habe noch keine Rede für die Abschlussfeier, nur eine Idee. Aber neulich beim Infoabend für die Bläserklasse, wo ich recht spontan die Begrüßung machen sollte/musste/durfte, hat auch das Spontane ganz gut funktioniert. Und nein: Ich halte meine Abschlussrede nicht spontan.

Ein Telefonat mit dem KM dann kurz bevor Schluss war, machte mir Kopfzerbrechen, und zwar bis jetzt, wo es 5 Uhr am Samstagmorgen ist und ich allein im stillen Wohnzimmer auf dem Land sitze und tippe.

Der Grund ist, dass die „Willkommensgruppen“, die im laufenden Schuljahr für die ukrainischen Kinder eingerichtet wurden, im kommenden Schuljahr in „Brückenklassen“ umgewandelt werden. Damit einher geht, dass die Zahl der Stunden, die ich zur Beschäftigung von zusätzlichen Lehrkräften zur Verfügung habe, nun nahezu halbiert wurde. Das liegt mir aus Gründen quer, die ich erst in der nächsten Woche klären kann.

So ein typisches Ding, was in meinem Kopf auftaucht, wenn ich am Samstag um 5 Uhr morgens aufwache.

Schreibtisch aktuell. Heute mal kurz darüber nachgedacht, wie „repräsentativ“ mein Schreibtisch ist. Ich glaube, er sieht eher so aus, wie ein Tisch, an dem man arbeitet, nicht wie einer, an dem man Leute empfängt. Keine Ahnung, was besser ist.

Nachmittags dann einen kurzen Umweg über die Wohnung, Auto mit Angelsachen beladen, weil am Samstag geangelt werden soll mit dem Zehnjährigen. Zwischendrin telefoniert mit dem Fischereivereinsvorstand wegen des neuen Kurses im Herbst.

Kurz vor Ankunft auf dem Land gemerkt, dass ich meinen Angelschein in Nürnberg vergessen habe. Es ist zum Verrücktwerden – ich lege ihn wieder ins Auto, das ist das beste, muss dann nur aufpassen, wenn ich mit jemand anderem zum Angeln fahre. Nun müssen wir heute noch mal über Nürnberg fahren.

Abends reichlich Essen, nicht allein eingeschlafen.

Mein Navi lotst mich morgens immer auf den Pausenhof meiner Schule. Das finde ich seltsam.

30 Tage #03 #2022-07-07

Morgens mit dem Auto zur Schule, weil ich abends aufs Land wollte und vormittags noch einen Arzttermin hatte.

Also eine Stunde an den Schreibtisch gesetzt, Mappen aussortiert und Unterlagen dahin gelegt, wo ich sie wiederfinde/sie hingehören. Mit dem Kon die Hälfte der Klassen für die Abschlussprüfungskonferenz durchgesprochen. Dann mit dem Auto auf die andere Seite von Nürnberg, bzw. darüber hinaus raus, weil man bewährte Hausärzte ja behält, auch wenn man umzieht. Meinen Zahnarzt in der Südstadt habe ich auch behalten, nachdem ich aufs Land gezogen bin.

Da ich nüchtern zum Ultraschall musste, später einen blöden Hunger gehabt und mit belegten Brötchen vom Bäcker gestillt. Ei auf den Schoß und den Autositz gekrümelt. Kaffee zu dünn.

Mittags wieder an der Schule gewesen, die anderen Klassen durchgesprochen. Danach dann Konferenz.

Heim, gepackt, aufs Land gefahren. Unterwegs TK-Pizza besorgt für vier. Abends zu viert auf dem Sofa vor dem Fernseher verspeist. Kalte Kiezmische dazu, für zwei. Abends nicht allein eingeschlafen.

Krümelsitz mit entsprechenden Spuren hinten.

30 Tage #02 #2022-07-06

Fahrradtasche war morgens schon gepackt, Rad stand bereit, voll aufgeladen, als ich schließlich den Kalender im Smartphone weiter scrollte und merkte, dass ich nachmittags Termine so eng und weit voneinander entfernt habe, dass das Auto nötig war. Umgepackt, losgefahren.

Fahrradtasche war morgens schon gepackt, Rad stand bereit, voll aufgeladen, als ich schließlich den Kalender im Smartphone weiter scrollte und merkte, dass ich nachmittags Termine so eng und weit voneinander entfernt habe, dass das Auto nötig war. Umgepackt, losgefahren.

In der Schule besser drauf als gestern. Bedeutet: Die Aufgaben, so wie ich sie am Tag vorher aufgeschrieben habe, abgearbeitet (nicht fertig geworden). Zwei Diszibescheide aufgesetzt, Prüfungskonferenz für morgen durchgesprochen, kleine akute Sitzung Krisenteam, Telefonat KM, Gespräche: Ganztag, Bläserklasse, Willkommensklasse, neue Aushilfe, Willkommenslehrkraft, Mensa-Betreiberin, Stundenplan Ukraine SchülerInnen. Ein Gespräch auch nur so.

Vormittags belegte Brötchen, zwei kleine, die ich jetzt vom Land mitbringe an den Wochenenden. Dose voller Kirschen, stammen aus dem Umland von Nürnberg, aus einer Hofeinfahrt, bei denen ich die letzten Jahre auch welche kaufte. Mittags kleines Eis.

Nachmittags unterwegs mit dem Auto, Dinge erledigen.

Später Nachmittag: Elternabend Bläserklasse.

Abends essen gegangen, wie ich es mir schon seit mehr als zwei Wochen versprochen habe. Und endlich ins Regenzeit in die Willstraße hier in Gostenhof. Thai-Street-Food, direkt an der Straße. Ich fand nur einen Sitzplatz auf der Fensterbank des Schaufensters. Wurde aber mit einer fantastischen Suppe mit Ente belohnt.

Zwei Kugeln Eis beim Eis im Glück auf der Fürther auf dem Heimweg.

Abends noch mal The Walking Dead.

Dann Facetimen mit dem Land. Auch Planungen für das Wochenende, da geht’s aufs Land.

30 Tage #01 #2022-07-05

Morgens am Küchentisch zu sitzen, vor der offenen Balkontür, ist für Leute wie mich ein Segen. Leute wie mich: Die schon ab 20 Grad Außentemperatur schwitzen. Morgens am Küchentisch, paar Einträge im Tagebuch, Stoiker lesen, NN und SZ am iPad überfliegen.

Mit dem E-Bike zur Schule. Vor der Tür sah es so aus, als ich aus der Haustür kam (in meiner Straße kann ein LKW nicht wenden und weiter kommt er auch nicht, weil die folgenden Kreuzungen morgens oft noch zugeparkt sind):

Der Tag war arbeitstechnisch überschaubar. Der einzig fixe Termin war die Sitzung Personalrat mittags. Der Rest offen für alle ToDos, die liegengeblieben sind in meinen 5 Wochen Krankenlager.

Dennoch seltsam unkonzentriert gewesen, gefühlt nichts geschafft. Aber einiges überarbeitet, vertieft. Unterrichtsplanung für das kommende Schuljahr noch mal überarbeitet. Aber es ist noch zu viel offen. Stichpunktliste für Telefonat mit KM angefertigt für den Folgetag. Bewerbergespräche für die neue Stelle in der Erweiterten der letzten Tage überdacht, Ranking aufgestellt. Personalakten dazu angeschaut. Absprachen Abschlussfeier. Telefonat Schulaufsicht. Telefonat Gesundheitsamt wegen Corona (das gibts noch!). Haufen Emails geschrieben. Tür im Büro überwiegend zu.

Nachmittags über den Discounter heim, inklusive Abholung Paketstation. Bisschen Hühnchen, Brot und Butter gekauft. Am Nachmittag/Abend daheim dann ein paar Folgen der 10. Staffel The Walking Dead angeschaut nach einer monatelangen Pause. Dabei Antipasti vom Wochenende mit Baguette und Kräuterbutter. Manchmal mir selbst und der Serie überdrüssig geworden zwischendrin und Dinge im Haushalt erledigt. U.a. Kleiderschrank sortiert, streng nach der Regel „passt“/„passt nicht“. Zwei Säcke Pullover, Hemden und Hosen haben sich erledigt, mit einer Jacke. Dann noch Mülltrennung betrieben.

Abends die Hühnchenteile im Ofen gebraten, dazu Hummus und Fladenbrot. Später eine Stunde Facetime mit dem Land. Zu spät ins Bett. Ohne Unterbrechung geschlafen.