30 Tage #13 #2022-07-17

Bis 7:30 geschafft. Auch nur zwei Mal vorher wachgeworden. Irgendwann um halb drei, dann um 5 rum. Kaffee um 8 im Bett getrunken. Bis Zwerge Aufmerksamkeit benötigten.

Gearbeitet heute: Hauptsächlich Aufgaben geordnet, Zeugnisvorbereitungen für die Abschlusszeugnisse, Putzen in der eigenen Wohnung. Nächste Woche wird bissi anstrengend.

Gegessen: Aufgetautes Schokohörnchen von letzter Woche, weil mittags verabredet, wo es dann sehr schönes Schäuferl gab. Nachmittags ein kleines Brötchen und zwei Eier, die wegmussten. Eine Handvoll gemischter Nüsse. Schönes Radler zum Abrunden auf dem Balkon beim Lesen.

Ich koche in letzter Zeit wenig in der eigenen Wohnung, also “Kochen“: schnippeln, braten, kochen, backen – eher so kalt oder kurz, wenig Schnippelei oder durchs Viertel schlurfen und irgendwo einkehren. Die Küche kann also für alles mögliche verwendet werden – wie jetzt zum Tippen oder eben für das Fahrrad. Vor zwei Wochen habe ich gemerkt, dass es einfacher ist, das Fahrrad von der Küche nach draußen zu bringen, als es aus dem Keller zu wuchten. So ein alter Keller mit einer engen steilen Treppe, altes Ding, als Luftschutzraum ausgewiesen, wie es die Fassade verrät.

Da aber das Land heute Abend in die Stadt kommt, habe ich kurzfristig ein wenig umdisponiert. Ich will sie nicht zu sehr erschrecken.

Nachträglich Fotos bekommen

Beim Arbeiten, während andere Sport machen.

Meine Johannisbeertarte von gestern.

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Nicht allein eingeschlafen.

30 Tage #12 #2022-07-16

Vor sechs aufgewacht. An einem Samstag. Es ist zum Verrücktwerden. Zum Glück früher als sonst ins Bett gegangen.

Vormittags die anderen zum Sport begleitet, in den Schatten gesetzt, beim Sport zugeschaut und zwei Stunden gearbeitet – naja, überwiegend. Eingekauft auf der Rückfahrt.

Nachmittags immer mal wieder gearbeitet, irgendwann gekocht, gegessen, Hausarbeit. Und nebenbei in den Pool gesprungen und Wasserpistolenwettbewerbe ausgetragen.

Gekocht zweierlei Soßen zu Pasta: 1. Reste aus dem Gemüsefach – Champignons, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Schmand – 2. Forelle (frisch aus dem Ofen mit Kräutern im Bauch, Danke für die Forelle an den Stellvertreter!) in Dillschmand. Nebenbei eine Johannisbeertarte mit Schmandguss hergestellt. Irgendwie war durch Käufe bisschen viel Schmand im Kühlschrank.

Nicht viel (nix) Ungewöhnliches. Außer die Insektenstiche, die versorgt werden mussten. So viele und so starke wie ich es selten (nie?) sehe. Mich selbst hatte eine Wespe in der Hand erwischt. Leben auf dem Land.

Abends mit einigen zukünftigen Nachbarn auf der Terrasse, Frauenfußball-EM Deutschland-Finnland, Bier trinken, Pizza essen, „schmatzen“ (eigentlich „schmaazn“) wie mein Stellvertreter immer sagt (=miteinander reden, nicht immer sinnvolles Reden, manchmal abfällig gemeint).

Kratzers Wortschatz (SZ)

Abends wurde es sehr frisch, dass man sich wieder nicht die kommende Hitze vorstellen konnte.

Kleine Pizzen aus dem selbstgebauten Steinofen eines zukünftigen Nachbarn. Aus demselben Ofen kamen dann später noch Muffins mit flüssigem Schokokern.

Leben läuft. Nicht allein eingeschlafen.

30 Tage #11 #2022-07-15

Auto – viele Kilometer über die Autobahn zur Arbeit, glatt durchgekommen. Entspannend, im Auto gefrühstückt: Ciabatta-Brötchen mit Käse und Salami.

Schule mit vielen kleineren Abgleichgesprächen, Sitzung Schulleitung, Unterrichtsbesuch, Vertragsunterzeichnung, Bewerbergespräch neue Gesangslehrerin.

Mittags vom Nudelsalat von gestern mit Wienerle. Gekleckert, jetzt sieht mein Schreibtischstuhl aus wie mein Fahrersitz im Auto.

Nachmittags wieder aufs Land. Auf der Fahrt Fladenbrot. Heute wieder so ein Tag, wo ich dauernd essen könnte – was heißt könnte? Abends gab es Pizzabrötchen. Tiefkühlschrank noch sortiert. Und dann ein Eis in der naheliegenden Stadt, Spaziergang. Später zum Kindergarten.

Abends nicht allein eingeschlafen.

Gehört im Auto.

Spotify:

Was jetzt? (Zeit-Online)

Wo war der Landrat, als der Landkreis unter Wasser stand?

Ist das noch normale Sommerhitze?

Und sehr spannend:

Zeit-Online: Was jetzt

Spezial: Ey, Corona hat richtig…

Teenager während der Pandemie. Vier Mädchen aus Berlin, ein Jahr lang durch die Pandemie begleitet.

Man lernt nie aus

Ivannas Flucht aus der Ukraine

Borderline

30 Tage #10 #2022-07-14

Morgens mit dem Rad, nicht mehr wirklich kühl gewesen. Mittags schon sehr warm.

Schule: Telefonat wegen Inobhutnahme zur Regelung der schulischen Angelegenheiten – Terminvereinbarung und Überprüfung der Aufnahmemöglichkeiten einer Schülerin, die bis Februar 2019 bei uns war, dann abgeschoben wurde, weil der Asylantrag scheiterte, jetzt aber wieder da ist, jetzt als Kriegsflüchtling aus der Ukraine – Absprachen wegen Nachterminen zur AP – Raucher auf der Schultoilette – ausführliche Sitzung mit Stellvertreter – Sitzung mit Sozialpädagogen – viele Emails – wenige sonstige Telefonate

Mittags kurz heim, dann eingekauft, dann aufs Land gefahren. Gekocht, versucht zu entspannen, die krassesten Themen aus dem Kopf bringen. Geredet. Bisschen spazieren gegangen, dann Donner und Regen. Nicht allein eingeschlafen.

Frühstück Brötchen mit Stadtwurst aus dem Glas. Mittags irgendwas Belegtes vom Edeka, abends Nudelsalat mit Fischfrikadellen (TK-Ware, nicht gut).

Foto des Tages, kurz vor dem Einsteigen ins Auto, um aufs Land zu fahren.

30 Tage #09 #2022-07-13

30 Tage #9 #2022-07-13

Fahrrad und sehr kühl am Morgen, sehr schön. Es ist nicht weit, dennoch schön. Und am Nachmittag immer die Option, mal eine große Runde heimzuradeln.

Schultag: Rumgerannt vor der ersten Stunde, auf der Suche nach dem Vorlesewettbewerb, dann gefragt, dann erfahren, dass der erst nächste Woche ist. Besprechung für die AP-Konferenz am Nachmittag, Aufforderung bekommen den MB (Ministerialbeauftragten) anzurufen. Liste dazu gemacht, weil ich nichts vergessen will. Langes Telefonat mit dem MB. Auswertung der Notizen zu den Gesprächen der letzten Tage. Später letzte Abschlussprüfungskonferenz. Verschiedene Gespräche den ganzen Tag über. Emails. Über meine Abschlussrede nachgedacht. Titel steht, Kerngedanke auch. Mehr nicht.

Erfahre von KollegInnen, dass eine Lehrerin, die bei uns kommendes Jahr an der Schule anfangen soll/will (Neueinstellung) , dies bei Facebook veröffentlicht. Ich rufe offiziell KollegInnen auf, wenn sie auf Facebook sind, der neuen Kollegin zu schreiben, dass sie sich gern bei mir auch melden darf.

Dann kann ich nämlich an der Unterrichtsplanung für das kommende Jahr weiter arbeiten. Weitere Versetzungsanträge werden noch bearbeitet, zwei sind schon durch. Mögliche Schülerzahlen stehen auch noch nicht fest (im Raum steht eine weitere Klasse, die mir von außen gefüllt wird). Zwei Wochen bis zu den Sommerferien. Normal an meiner Schule.

Frühstück Stadtwurst aus dem Glas auf Brötchen, gestern auf der Radtour gekauft. Später Butterbreze und Fladenbrot vom Pausenverkauf. Abends die zweite Hälfte der eingefrorenen selbstgemachten Bolognese mit Spaghetti und Parmesan, die mir eine Kollegin und ein Kollege während meiner Coronaphase vorbeibrachten. Abends noch die Tafel Schokolade gefunden, die auch dabei lag.

Neben der Challenge, meine Vorräte zu essen, sortiere ich aktuell meinen Besitz (weiter)(aus). Der Umzug von einer halben DHH auf dem Land in eine 2ZW Stadt hat dies schon vor einem Jahr erzwungen und dennoch ist da noch mehr, was weg kann. Das schönste daran ist der Platz, der plötzlich frei wird.

Nachmittags Fernseher an, neue Serie nebenbei schauen, während ich umräume und sauge. Abends bisschen lesen. Facetime mit dem Land, das ich morgen wieder besuchen werde. Allein eingeschlafen.

Meine Tour von gestern (dass sie um 7:24 anfing hat damit zu tun, dass ich da zur Schule gefahren bin)
Ein Einhorn hat sich in meiner Schule gehäutet.