Koch dich türkisch: Sucuk yumurta

Den ganzen letzten Monat gabs hier nichts zu essen. Aber jetzt fiel mir zum Glück wieder eine meiner Lieblingsseiten ein – die ich von einem befreundeten marokkanisch/italienisch-türkischem Ehepaar empfohlen bekam: Koch dich türkisch.

Dabei ging es vor allem um die Sucuk, die türkische Wurst, die es in jedem ordentlichen türkischen Lebensmittelladen gibt. Diese ist nämlich eine ideale Zugabe bei jedem Grillabend. Wenn man sie in (Längs-)Scheiben schneidet und auf den Grill legt, sind sie nämlich vor jeder Wurst und jedem anderen Stück fertig und mit ein wenig Brot, Humus o.ä. als Vorspeise sehr genial.

Hier in dem Video auf „Koch dich türkisch“ wird Sucuk yumurta als Frühstück zubereitet. Diese Art von Frühstück (ungefähr) bekommt man übrigens in Berlin-Kreuzberg in der Oranienstraße oft serviert.

httpv://www.youtube.com/watch?v=dN0T9BWz9Jk

Die Seite beherbergt noch einige Videos zu den verschiedenen Bereichen türkischer Küche und ich habe es sofort verstanden, als mein Freund meinte, er würde sich diese abends im Bett oft anschauen – als meditative Schlafvorbereitung. Nicht dass sie langweilig sind – sondern einfach entspannt schön.

httpv://www.youtube.com/watch?v=FBqW3EHgPDg&NR=1

Als Magazin-App auch auf dem iPad neuerdings.

Flammkuchen, Krabben, Wasabi

Oh, schon ein Monat wieder vorbei und es gab noch nichts Kulinarisches.

Dabei gabs doch wieder Leckeres: z.B. Flammkuchen. Wieder aus dem iPad (EatSmarter). Und obwohl es kompliziert aussah, ganz einfach zu machen.

Zutaten schnell zusammengesucht: Mehl, Wasser, Salz, Öl, Lauch, Saure Sahne, Wasabi, Krabben o.ä.

Aus Mehl (400gr. Vollkorn) und Wasser (250ml) und Salz (2TL) und drei Löffeln Olivenöl einen Teig herstellen (mit der Maschine vorkneten, dann mit der Hand zuende). Aus der sauren Sahne (Becher) und Wasabi (Vorsicht!) den Belag beirühren. Nebenbei Lauch in feine Ringe und anbraten.

Ofen auf volle Pulle anheizen.

Teig in zwei Hälften teilen, dann um eine Hälfte kümmern: diese nämlich auch teilen und jede Hälfte in so längliche Flammkuchenfladen ausrollen. Darauf die Sahne streichen, Lauch dabei, Krabben drauf. Ich hab noch Dill drüber gestreut und Lachs dazu getan, weil der noch da war.

Rein in den Ofen für 12 Minuten etwa. Unterste Schiene.

Mit dem Rest dasselbe, logisch.

Ist wirklich einfach. Und aus dieser Erfahrung heraus habe ich mittlerweile einen Brotbackstein gekauft (gibts auch unter dem Begriff Pizzabackstein), auf dem ich die erste Pizza zubereitet habe – kommt dem Steinofen sehr nah. Auch für den nächsten Flammkuchen ist dieser vorgesehen.

Bier und Fisch

Je länger ich hier in Franggn lebe, desto mehr muss ich sagen, wächst es mir ans Herz – und leider auch hinter den Gürtel. Aber es gibt hier einfach kulinarische Dinge, die mich den ganzen Tag freuen lassen, ja, die es sogar so weit bringen, dass ich wandern gehe, wenn am Ende die Einkehr steht. Und dann auf meinem Teller ein Schäufele dampft, eine Bauernente oder einfach ein Schweinebraten mit Kloß. Das Detail, was mir am meisten gefällt bei diesen Veranstaltungen, ist die fränkische Tradition, dass 10 Minuten nach Essensbeginn gefragt wird, ob man noch etwas Soße haben möchte – und ich will – und ich bekomme sie…

Neben diesen Schweinereien habe ich aber ebenso einen anderen Speisebereich schätzen gelernt, und zwar denjenigen, der sich um die Fische dreht. Als ehemaliger Hamburger waren zuhause die Meeresfische häufig, sehr selten aber der Süßwasserfisch. Forelle, Karpfen und Zander aber sind weitere Spezialitäten hierzulande. Sie sind so spezialitös, dass ich mittlerweile sogar den Fischereischein gemacht habe, um das Vergnügen von Anfang an zu genießen.

Oben: Döbel = Fischfrikadelle, unten Forelle. Frisch gefangen.

Ich kenne einige Menschen, die meine, sie mögen keinen Fisch. Dabei merke ich oft, dass viele eher die Zubereitung scheuen. Dies aber ist doch viel, viel leichter als gedacht. Eine Art, in der ich Forellen sehr gern mag, ist denkbar einfach:

– Forellen waschen und abtrocken

– innen und außen salzen

– ein Stück Alufolie, länger als der Fisch, leicht ölen und so unter den Fisch knüllen (Foto), dass er auf dem Rücken steht und den offen Bauch nach oben reckt

– den Bauch mit Zahnstochern öffnen und offen halten

– beliebig Gewürze füllen, am einfachsten Knoblauch- oder Kräuterbutter

– bei 180 – 200 Grad etwa 25 bis 30 Minuten auf mittlerer Schiene

– Garprobe: an der Mittelgräte leicht mit der Gabel das Fleisch wegdrücken, wenn das leicht geht und innen schön weiß ist, ist fertig

– dazu Brot oder Pellkartoffeln oder gar nix

Ich mag das.

Oh weia…jetzt habe ich das mit dem Bier vergessen. Teufel.

Schon wieder Kürbis

Ob das jetzt das Jahr des Kürbisses (Kürbis‘?) wird.

Naja, egal, es dauert ja eh nicht mehr lang.

In der Biokiste war ein Hokaido. Was nun? Sich erinnern an den kurzen Sommer und an einen Grillabend, an dem wir Kürbis gegrillt haben.

Dazu ein schnelles Rezept: gebratener Kürbis mit Linsen-Tomaten-Gemüse. Wunderbar. Beachten:

  • den Kürbis in nicht zu dünne Spalten schneiden, gut Olivenöl und schön salzen.
  • die Linsen erst am Ende salzen, sonst bleiben sie hart.
  • die Tomaten erst am Ende rein, damit sie heiß, aber nicht zerkocht sind.

P.S.: Kürbis schmeckt gebraten leicht süßlich, erinnert an Süßkartoffeln – von denen ich auch immer behauptet habe, dass sie nicht schmecken. Tun sie auch nicht!