Frickeln August 2026

Kaufen

Ich wollte frickeln, bisschen was mit NAS und Docker. Bisschen mehr Netzwerk lernen. Linux vertiefen.

Und dann, ganz unfricklig, habe ich ich mir einfach etwas gekauft, von dem ich immer dachte, dass es nicht so notwendig ist. Oft kaufe ich ja Sachen, bei denen hier Menschen mit den Augen rollen und ich muss dann eventuell zugeben, dass

a) ich das schon in anderer Form habe.

b) man das eigentlich nicht braucht.

c) auch mal wieder zum Barber muss.

Diesmal aber habe ich mir einfach eine Docking Station der Firma Ugreen gekauft, mittleres Modell. So läuft jetzt also nur noch ein USB-C Kabel zum Macbook und nicht mehr viele. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so zufrieden stellt.

Linux

LinuxMint läuft weiter stabil auf dem HP-Laptop. Gestern packte es mich dann doch und ich schnappte mir den alten iMac (27″, 5k, late 2015), der mal mit SSD aufgerüstet worden war vor drei Jahren. Nach weniger als einer Stunde hatte ich dort ein LinuxMint drauf.

Warum? Einfach weil ich’s kann.

Den iMac habe ich aber erstmal beiseite geräumt, weil ich zugeben muss, dass ich aktuell nicht mehr so viel Zeit zum Frickeln habe, denn die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und eigentlich müsste ich mich schon seit einigen Tagen darauf vorbereiten.

Herbert Hertramph

Herbert Hertramph bin ich vor Jahren beim Stichwort „Evernote“ virtuell über den Weg gelaufen. In den letzten Jahren verfolge ich seinen Blog „Digital Cleaning„. Dieser ist eine umfangreiche Ideengrube für Vieles, das mit Nextcloud, Raspberry-Pi, heimischen Netzwerk und digitaler Ordnung zu tun hat – und mit Frickeln eben.

Darauf veröffentlicht er u.a. Serien von Anleitungen z.B. für die Einrichtung einer „25-Euro-NAS„, von paperless-ngx (in mittlerweile 26 Teilen), einem eigenen Nextcloud-Server.  Alle Anleitungen bezeichne ich für mich als No-Brainer, muss aber einschränken, dass ich ja auch ein wenig nerdig bin und was z.B. Linux angeht eine solide Grundbildung habe und mich auch die Arbeit auf der Befehlszeile nicht schreckt. Also gehe ich davon aus, dass nicht jeder Laie bis ins Letzte damit zurechtkommen wird. Und ich merke beim Nachbasteln, dass es manchmal anders läuft, wenn ich nicht sofort nach Erscheinen des Postings losfrickle. Dann ändern sich eventuell einzelne Schritte oder manches Layout der Software.

Oder ganz anders ausgedrückt: Er hat mich schon Geld gekostet (nicht viel) und Zeit (viel), die ich mit dem Nachbauen verbringe.

Was ich ihm aber sehr hoch anrechne, ist, dass er hier auf seinem Blog dies alles frei einstellt – das ist für mich letztlich, pathetisch ausgedrückt, die Ur-Form der Idee des Netzes – für sich zu machen und dann zu teilen. Und was er da einfach raushaut, ist schon kräftig.

Vielleicht probiere ich doch die 25 Euro-NAS noch mal aus. Wenn Zeit bleibt.

4 Antworten auf „Frickeln August 2026“

  1. Nett umschrieben was ich auch denke. Die 25-Euro-NAS habe ich ausprobiert und die Anleitung hat sehr gut geholfen, nur die Samba-Freigaben funktionierten bei mit gar nicht und habe deshalb nach langem gefrickel alles nochmal mit OpenMediaVault probiert. Läuft alles! DietPi ist aber ein wirklich gutes System und kann ich so wie Herr Hertramph nur weiter empfehlen.

    1. Das freut mich. Ich hatte auch Probleme mit dem Samba. Nach einer Neuinstallation und viel Rumprobieren habe ich gemerkt, dass es am Passwort lag. In meiner Installation hat es nicht das Passwort genommen, das Herbert beschreibt (dietpi), sondern das Root-Passwort des Systems. Damit konnte ich dann zugreifen.
      Ich habe es aber dann auf Eis gelegt, weil ich vorher nicht genau gelesen habe – ich hatte gedacht, ich könnte damit auch paperless-ngx umsetzen, aber dafür gibt es kein Paket und die Beschreibungen in Foren sagen, dass es eher umständlich und nicht immer erfolgreich ist, es händisch zu installieren. Vielleicht probiere noch noch Immich und/oder schaue mir dein openmediavault an.

      1. Hm.. wenn es die großen Anwendungen sein sollen und Sie nicht so viel Zeit haben für Docker und so, Herr Hertramph hat auf Mastodon erwähnt das er auf einen altem iMac erfolgreich ZimaOS installiert hat und meines Wissens ist Papaerless-NGX und Immich im Katalog von Zima.
        Ich glaube mit dem Samba-Problem hatte ich so ziemlich alles ausprobiert und auch Infos aus dem Web getestet, aber entweder ich konnte nicht drauf zugreifen oder der Inhalt der Ordner war leer.

        1. Ah, Danke für den Hinweis. Das muss ich mal genauer ansehen.
          An anderer Stelle im Blog erwähnt er auch, einen Linuxrechner auf dem Schreibtisch zu haben, der dauernd läuft und darüber diese Anwendungen laufen zu haben. Das wäre auch noch eine Möglichkeit für mein Laptop.
          Naja, bald sind wieder Ferien 😉

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