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	<title>Buch &#8211; kubiwahn</title>
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	<description>Kubiwahn...jetzt mal Ruhe hier</description>
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	<title>Buch &#8211; kubiwahn</title>
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		<title>Alina Bronsky. Pi mal Daumen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tommdidomm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2024 19:58:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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					<description><![CDATA[Unterhaltsam. Bis zum Ende. Und dann so, dass ich noch einmal zurückblättern muss, um eine Figur zu suchen. Überraschend, ohne Kitsch und insgesamt klug.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Unterhaltsam. Bis zum Ende. Und dann so, dass ich noch einmal zurückblättern muss, um eine Figur zu suchen. Überraschend, ohne Kitsch und insgesamt klug.</p>




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		<title>Merkt man eigentlich den Mühsam?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 16:54:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[bedenklich]]></category>
		<category><![CDATA[belehren]]></category>
		<category><![CDATA[beschulung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[Merkt man eigentlich, dass ich grad Erich Mühsam lese &#8211; Biografie und Lesebuch? Bin seltsamerweise durch Schüler drauf gekommen. Hatte für die 10 ein Web-Quest gebastelt zum Thema &#8222;Jürgen Fuchs&#8220; &#8211; dieser stand als letzter in der Reihe &#8222;Dichter als Staatsfeinde&#8220;: Heine, Brecht und Fuchs. Dabei verwies ich auf ein Youtube-Video, welches ein Lied von <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/06/merkt-man-eigentlich-den-muhsam/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Merkt man eigentlich, dass ich grad Erich Mühsam lese &#8211; Biografie und Lesebuch?</p>
<p>Bin seltsamerweise durch Schüler drauf gekommen. Hatte für die 10 ein Web-Quest gebastelt zum Thema &#8222;Jürgen Fuchs&#8220; &#8211; dieser stand als letzter in der Reihe &#8222;Dichter als Staatsfeinde&#8220;: Heine, Brecht und Fuchs. Dabei verwies ich auf ein Youtube-Video, welches ein Lied von Pannach/Kunert beinhaltete: &#8222;Fluche, Seele, Fluche&#8220;.</p>
<p style="text-align: center;">httpv://www.youtube.com/watch?v=Tq-P59kaBS4</p>
<p>Den Begleittext zu diesem Lied habe ich nur grob überflogen, aber ein Schüler wies in dem Portfolio, welches er abzugeben hatte, darauf hin, dass der Text sich an ein Gedicht von Erich Mühsam anlehnte.</p>
<p><a title="See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wueste_Krater_Wolken_121.gif"><img decoding="async" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/32/Wueste_Krater_Wolken_121.gif/240px-Wueste_Krater_Wolken_121.gif" alt="Wueste Krater Wolken 121" width="240" /></a></p>
<p>Nach der Lektüre war wieder klar, dass man hier mal ein wenig weiterlesen müsste.</p>
<p>Und heute fragte ich mich, warum sich eigentlich so viele Schriftsteller nicht in Lesebüchern wiederfinden. Und ich spreche von bayerischen Lesebüchern, erstmal.</p>
<p>Untervertreten sind, auch wenn sie aus Bayern kommen oder zumindestens hier mal gelebt haben, spontan:</p>
<ul>
<li>Oskar Maria Graf</li>
<li>Leonhard Frank</li>
<li>Erich Mühsam</li>
<li>Gerhard Polt</li>
</ul>
<p>Untervertreten, weil oftmals lediglich in harmlosen Texten. Und im Unterricht höre ich auch nichts von ihnen. Wo bleibt da die Leitkultur?</p>
<p><a href="http://www.baylit.de/" target="_blank">Dabei sind sie schon schön aufbereitet.</a></p>
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		<title>Dinge geregelt kriegen &#8211; ohne einen Funken Selbstdisziplin</title>
		<link>https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/04/dinge-geregelt-kriegen-ohne-einen-funken-selbstdisziplin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 10:31:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Ich?]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinfachen]]></category>
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					<description><![CDATA[Über dieses Buch zu schreiben, nachdem ich vorhin die Ergebnisse meiner Osterwochenendrecherche dargestellt habe, erscheint natürlich. Denn dieses Buch habe ich an diesem Wochenende ebenfalls inhaliert. Schon vor einigen Monaten habe ich darüber etwas gehört, vor allem konnte ich eine Leseprobe in die Finger bekommen, die ich laut glucksend ein paar Mal gelesen und an <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/04/dinge-geregelt-kriegen-ohne-einen-funken-selbstdisziplin/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41%2BKYUgL14L._SL500_AA300_.jpg" alt="" width="240" height="240" />Über dieses Buch zu schreiben, nachdem ich vorhin die Ergebnisse meiner Osterwochenendrecherche dargestellt habe, erscheint natürlich. Denn dieses Buch habe ich an diesem Wochenende ebenfalls inhaliert.</p>
<p>Schon vor einigen Monaten habe ich darüber etwas gehört, vor allem konnte ich eine <a href="http://www.rowohlt.de/fm/131/Passig_Lobo_Dinge.pdf" target="_blank">Leseprobe</a> in die Finger bekommen, die ich laut glucksend ein paar Mal gelesen und an viele Kollegen per Email versendet hatte.</p>
<blockquote><p><strong>Wie es wirklich war</strong></p>
<p>Im Anfang schuf Gott erst mal gar nichts. «Dafür ist auch morgen noch Zeit››, sprach er und strich sich zufrieden über den Bart.</p>
<p>Am zweiten Tag sprach Gott: &#8222;Ach, es sind ja noch fünf Tage übrig&#8220;, und sank wieder in die Kissen.</p>
<p>Am dritten Tag wollte Gott schon anfangen, das Licht von der Finsternis zu scheiden, aber kaum hatte er sich auch nur einen Kaffee gekocht, war der Tag irgendwie schon vorbei.</p>
<p>Am vierten Tag dachte Gott ernsthaft darüber nach, jemand anderen die ganze mühsame Schöpfungsarbeit machen zu lassen. Aber es war ja noch niemand da.</p>
<p>Am fünften Tag hatte Gott andere Dinge zu erledigen, die viel dringender waren.</p>
<p>Am sechsten Tag überlegte Gott, ob es wohl möglich war sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen. Es ﬁel ihm aber nichts Rechtes ein. Schließlich war er allmächtig, was die meisten Ausreden ein bisschen unglaubhaft wirken lässt.</p>
<p>Am Sonntag um fünf vor zwölf schließlich schluderte Gott hastig irgendwas hin : Wasser, Erde, Tag, Nacht, Tiere, Zeugs. Dann betrachtete er sein Werk und sah, dass es solala war. &#8222;Aber für nur fünf Minuten &#8222;, sagte er, &#8222;gar nicht so schlecht ! &#8222;</p></blockquote>
<p>Ich hatte keine konkreten Erwartungen an die Lektüre. Vielleicht so eine Art ironischen Ratgeber &#8211; nach dem Motto: Macht genau das Gegenteil von dem, was wir hier schreiben, dann geht&#8217;s euch besser.</p>
<p>Insgesamt aber ist es ein breiter Überblick über die Prokrastinationsforschung und ihre wesentlichen Ergebnisse. Nein, keine Angst, kein Sachbuch. Es ist insgesamt eine witzige Mischung aus persönlichen Berichten, kurze Darstellung von Forschungsergebnissen und Top 3-10 Listen, was man beherzigen kann oder, in dem Zusammenhang des Buches, eher lassen soll.</p>
<p>Logischerweise fühlte ich mich in vielen Kapiteln ertappt, z.B.</p>
<ul>
<li>Das Später-Prinzip</li>
<li>Heute jedoch nicht</li>
<li>Schön, schlank und fit in 30000 Tagen</li>
<li>Nur ein Vierteljährchen</li>
</ul>
<p>Fast denke ich, man könnte ein Lehrerbuch draus machen. Vor allem bei der Beschreibung von Deadlines / dem Einhalten von Terminen. Schulaufgaben habe ich ja nun auch nicht zum ersten Mal an einem Wochenende korrigiert &#8211; und ich meine nicht das erste Wochenende nach dem Schreibtermin.</p>
<p>Natürlich ist das Buch gespickt mit Hinweisen auf Biografien von Prokrastinatoren, die erfolgreich waren. Aber mir vermittelte vor allem die Darstellung aller Ausreden, Verhaltensweisen und Aufschiebearten ein gutes Gefühl. Ein wahnsinnig gutes Gefühl. Das unübertroffene Gefühl, dass ich nicht allein bin. Aber noch viel wichtiger der Gedanke, dass der ewige Kampf gegen den Schweinehund ein Kampf auch gegen gesellschaftliche Normen (Arbeitsethos etc.) ist und damit ohnehin unheimlich ermüdend &#8211; also: für was? Um sich noch schlechter zu fühlen?</p>
<p>Auch spannend fand ich den Perspektivenwechsel dahingehend, dass Prokrastination ja nicht einfach mit Faulheit zu verwechseln ist, sondern eher eine Lust- oder Motivationsverschiebung. Wie könnte man sich sonst diese vielen Blogeinträge erklären, die dauernd entstehen? Vor allem von Leuten, die NICHT dafür bezahlt werden, sondern für ganz etwas anderes.</p>
<p>Aber ich will nicht zu analytisch und sozialkritisch sein, denn dies würde dem Buch nicht gut tun. Es ist kein Ratgeber , kein wissenschaftliche Grundsatzarbeit. Vielmehr eine augenzwinkernde Beschreibung von Verhaltensweisen, die im Grund bei uns allen vorhanden sind, allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung.</p>
<p>Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert. Unangenehm wurde es nur, als die handelsübliche Ratgeberliteratur besprochen wurde: also das ganze <em>Simplify your life</em>, <em>Bekämpfen sie den Schweinehund</em> und <em>Getting Things Done</em>. Denn die standen in meinem Regal, bis gestern.</p>
<p>Jetzt müsste ich eigentlich noch zwei Schulaufgaben korrigieren. Und dann den Papiermüll sondieren. Und einkaufen.</p>
<p>Naja, erstmal den Schreibtisch aufräumen.</p>
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		<title>Endlich Ferien&#8230;(mal wieder lesen&#8230;)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 20:31:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich sollte der erste Ferien-Eintrag folgendermaßen beginnen: Ich hab dieses Mal nicht aufgepasst vor den Ferien. Ist was schief gelaufen. Überschrift: Schöne Ferien. Legende (von oben nach unten): schriftlicher Test 10. Klasse Sozialkunde, 5 Hefte Projektschulaufgabe Deutsch 8 (von insgesamt 31), Schulaufgabe 10. Klasse (letzte vor der Abschlussprüfung). ABER. Heute erster Ferientag. Sonne. Tierarzt. Einkaufen. <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/04/endlich-ferien-mal-wieder-lesen/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte der erste Ferien-Eintrag folgendermaßen beginnen:</p>
<p style="text-align: center;">Ich hab dieses Mal nicht aufgepasst vor den Ferien. Ist was schief gelaufen. Überschrift: Schöne Ferien.</p>
<h6 style="text-align: center;"><a href="http://www.kubiwahn.de/blogwahn/wp-content/uploads/2011/04/ferien1.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1024 aligncenter" title="ferien1" src="http://www.kubiwahn.de/blogwahn/wp-content/uploads/2011/04/ferien1.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://www.kubiwahn.de/wp-content/uploads/2011/04/ferien1.jpg 640w, https://www.kubiwahn.de/wp-content/uploads/2011/04/ferien1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a>Legende (von oben nach unten): schriftlicher Test 10. Klasse Sozialkunde, 5 Hefte Projektschulaufgabe Deutsch 8 (von insgesamt 31), Schulaufgabe 10. Klasse (letzte vor der Abschlussprüfung).</h6>
<p>ABER.</p>
<p>Heute erster Ferientag. Sonne. Tierarzt. Einkaufen. Und dann in den Garten flacken (süddeutsch für: flegeln) und die junge Katze zum ersten Mal draußen laufen lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.kubiwahn.de/blogwahn/wp-content/uploads/2011/04/Ferien2.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1025 aligncenter" title="Ferien2" src="http://www.kubiwahn.de/blogwahn/wp-content/uploads/2011/04/Ferien2.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://www.kubiwahn.de/wp-content/uploads/2011/04/Ferien2.jpg 640w, https://www.kubiwahn.de/wp-content/uploads/2011/04/Ferien2-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<h6 style="text-align: center;">Marie in der letzten Woche: nach der Kastration, auf dem Schreibtisch meiner Frau.</h6>
<h6 style="text-align: center;"><a href="http://www.kubiwahn.de/blogwahn/wp-content/uploads/2011/04/Ferien3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1026 aligncenter" title="Ferien3" src="http://www.kubiwahn.de/blogwahn/wp-content/uploads/2011/04/Ferien3.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://www.kubiwahn.de/wp-content/uploads/2011/04/Ferien3.jpg 640w, https://www.kubiwahn.de/wp-content/uploads/2011/04/Ferien3-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a>Marie heute im Garten</h6>
<p>Und dabei habe ich gesessen und gelegen und gelesen. Endlich das Buch vom Nachttisch, welches dort seit Wochen herum liegt: <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/35174.html">Tschick. Von Wolfgang Herrndorf. </a></p>
<p>Wunderbar. Konnte nach Wochen, wo ich mich müde von Seite zu Seite gequält habe (bis Seite 20), endlich entspannt alles in einem Rutsch lesen. Hatte es ja schon bei <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/02/wolfgang-herrndorf-tschick.htm">Herrn Rau</a> entdeckt und ohne dies zu wissen, brachte meine Frau es dann nach Hause. Und ich legte es heute nicht aus der Hand.</p>
<p>Und es hat meinen ersten Ferientag bereichert. Auch wenn die Wirkung des Gelesenen irgendwie seltsam ist, denn nach der Lektüre dachte ich mir: &#8222;Wow, hast du je so einen Sommer gehabt?&#8220; Besser können die Ferien nicht beginnen&#8230;.</p>
<p><del>Ja, natürlich klassenlektüretauglich. Aber vor allem eine wahnsinnig gute Geschichte. Und daher tauglich. Ganz einfach so.</del></p>
<p><del>Wenn man von Identitätsbildung u.ä. im Literaturunterricht sprechen möchte, hat man hier das Paradebeispiel des Coming-Of- Age. Und auch hat man gleichzeitig beim Lesen einen Film im Kopf, beständig.</del></p>
<p><del>Ich warte auf das Taschenbuch, weil ich meine Lektüren schon durch habe. Aber das Buch bietet einiges an, was zu entdecken wäre.</del></p>
<p><del>Abweichend von dem auch von Herrn Rau abgelehnten Zu Tode analysieren wäre auf jeden Fall der Bezug zu ähnlichen Filmerzählhandlungen notwendig. Ich mache mit meinen Klassen zum Thema Filmanalyse gern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Im_Juli">&#8222;Im Juli&#8220; von Fatih Akin</a>. Hier lassen sich in den ersten Minuten des Films alle Grundbegriffe erarbeiten. Desgleichen liegt hier eine Version eines Road-Movies vor. Weiterhin lassen sich in der Erzählhaltung des Films Parallelen zum Buch finden, da hier auch im Rückblick erzählt wird.</del></p>
<p><del>Weiterhin wäre ein Vergleich möglich mit zwei anderen Buddy-Figuren, die in Form eines Krimis Einzug in meinen Unterricht gehalten haben</del></p>
<p>Werde ich jemals einen solchen Sommer haben?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Eine erwachsene, fortführende Version übrigens: <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/1640.html#a6">Bundesautobahn von Johannes W. Betz.</a></h6>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Glas Blut &#8211; Selim Özdogan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 18:26:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtsidee]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Ein Glas Blut&#8220; ist eine Textsammlung von Selim Özdogan. Wikipedia sagt zu ihm, was meine Schüler etwas ins Stottern brachte, dass er ein &#8222;in der Türkei geborener deutscher Schriftsteller&#8220; sei. Überleg mal, sagt er, wer vor die schon alles auf diesen Sitzen gesessen hat. Wer da alles schon ins Polster gefurzt hat, auf welcher Wiese <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/03/ein-glas-blut-selim-ozdogan/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Ein Glas Blut&#8220; ist eine Textsammlung von Selim Özdogan. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selim_Özdoğan">Wikipedia</a> sagt zu ihm, was meine Schüler etwas ins Stottern brachte, dass er ein &#8222;in der Türkei geborener deutscher Schriftsteller&#8220; sei.</p>
<blockquote><p>Überleg mal, sagt er, wer vor die schon alles auf diesen Sitzen gesessen hat. Wer da alles schon ins Polster gefurzt hat, auf welcher Wiese voller Hundescheiße die vorher schon gesessen haben, wie viel klebrige Zuckergetränke die verschüttet haben oder Milch, die eingesogen und dann schlecht geworden ist. Wo die ihre Finger gehabt haben, in der Nase oder an ihrem Arsch oder sogar an dem von jemand anderem, und danach haben sie sich nicht die Hände gewaschen. Und nach dem Pinkeln auch nicht. (Aus: Zu Hause bleiben)</p></blockquote>
<p>In dieser Sammlung findet man unterschiedlichste Texte, auch Gedichte, die auf sehr intelligente Weise Erlebnisse eines &#8222;Twenty-or-Thirty-Something&#8220; behandeln. Sie drehen sich immer wieder um die Liebe und ihre Gefahren und Enttäuschungen, aber auch um alltäglich Beobachtungen an der Bushaltestelle oder in der Bahn oder alles zusammen eben: um das einfache Leben mit Nudeln und einem Film.</p>
<p style="text-align: center;">httpv://www.youtube.com/watch?v=EgszUIcStwQ</p>
<p style="text-align: left;">Auf jeden Fall einen ganzen Haufen kleiner Perlen. Habe lange Zeit nach so etwas gesucht. Etwas, das ich gern lese und noch mal lese und was ich an Schüler weitergeben kann, weil es nicht ganz so den (wenn auch angenehmen) Muff von Böll und Borchert hat.</p>
<p style="text-align: left;">Und nein, nicht multikulti &#8211; sondern eben ein in der Türkei geborener deutscher Schriftsteller.</p>
<h6><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51h5SY32K0L._SL500_AA300_.jpg" alt="" width="300" height="300" />Bild von amazon.de</h6>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie mich die Musikkapelle Slayer zum Mann machte</title>
		<link>https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/03/wie-mich-die-musikkapelle-slayer-zum-mann-machte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 12:17:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich gebe zu, ich habe mich wieder von äußeren Eigenschaften leiten lassen, als ich zwei Bücher bei Amazon bestellte. Beim Freitagabendfernsehprogrammschauen blieb ich bei einer Talkshow hängen, hörte einem jungen Mann zu, dessen Haarpracht mich beeindruckte. Ich wusste nicht, wer er war, was er macht und was er da redete &#8211; aber Mr. Google machte mich <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/03/wie-mich-die-musikkapelle-slayer-zum-mann-machte/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" style="margin: 5px;" src="http://verollet.de/wp-content/uploads/2010/05/9f63cf9.jpg" alt="" width="215" height="216" /></p>
<p style="text-align: left;">Ich gebe zu, ich habe mich wieder von äußeren Eigenschaften leiten lassen, als ich zwei Bücher bei Amazon bestellte. Beim Freitagabendfernsehprogrammschauen blieb ich bei einer Talkshow hängen, hörte einem jungen Mann zu, dessen Haarpracht mich beeindruckte. Ich wusste nicht, wer er war, was er macht und was er da redete &#8211; aber Mr. Google machte mich schlauer: Mischa-Sarim Verollet.</p>
<p style="text-align: left;">Seines Zeichen Poetry Slammer, der sein Ding mittlerweile auch buchmäßig unter die Leute bringt. &#8222;Das Leben ist keine Waldorfschule&#8220; und &#8222;Phantomherz&#8220; bereichern nun seitdem mein Gedächtnis für Geschichten. Und wenn man den unten vorgetragenen Text über die Band Slayer multipliziert, hat man ungefähr den Unterhaltungswert der beiden Taschenbücher.</p>
<p style="text-align: left;">Ursprünglich war der Gedanke, eins von beiden als Lektüre in meine 10. Klasse einzubauen. Leider fiel mir über die erste Begeisterung hinaus nichts ein, wie man damit Unterricht füllen könnte (jedenfalls über langweilige Tafelbilder zum Thema Poetry Slam hinaus). Also las ich nur eine kurze Probe mit ihnen und das Resultat war das Erstaunen darüber, wie viele Begriffe/Metaphern man für &#8222;Erektion&#8220; finden konnte. (Aus dem Buch: &#8222;Warum ich Angst vor Frauen habe.&#8220; &#8211; gibts als Leseprobe auf den Verlagsseiten des Carlsen-Verlages)</p>
<p style="text-align: left;">Seitdem ist übrigens die Wendung &#8222;Das Tipi in der Lendengegend&#8220; ein geflügeltes Wort in dieser Klasse. Ein Teilerfolg zur Bereicherung ihres Wortschatzes.</p>
<p style="text-align: left;">Ergänzend verlinkte ich meine FB-Pinnwand mit Videos.</p>
<p style="text-align: left;">Kurz und gut: beide Bücher sind lesenswert. Der absolute Hammer.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;">httpv://www.youtube.com/watch?v=LmYNVQBbol0</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41s6GWxLreL._SS500_.jpg" alt="" width="300" height="300" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51R7FYF4FSL._SL500_AA300_.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p>
<h6>Quellen:</h6>
<h6>Das Foto stammt von der <a href="http://verollet.de/uber-mich/bilder/"><span style="color: #000000;">Seite des Künstlers</span></a></h6>
<h6>Die Buchcover von amazon.de</h6>
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		<title>links und rechts verwechseln?</title>
		<link>https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/02/links-und-rechts-verwechseln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 21:30:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[bedenklich]]></category>
		<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialkunde]]></category>
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					<description><![CDATA[Habe heute die kleine Schrift Stephane Hessels bekommen, von der ich neulich in der SZ gelesen habe. Habe dabei etwas mehr erwartet. Mehr? Mehr Mitreißendes. Irgendwie. Vielleicht bin ich auch grad zu müde durch den Schulalltag, um mich mitreißen zu lassen. Dennoch finde ich sie eine wichtige Lektüre angesichts der letztjährigen Hysterie um das Sarrazin-Buch. <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/02/links-und-rechts-verwechseln/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://tinyurl.com/5ulz2ko" alt="" width="300" height="300" />Habe heute die kleine Schrift Stephane Hessels bekommen, von der ich neulich in der SZ gelesen habe. Habe dabei etwas mehr erwartet. Mehr? Mehr Mitreißendes. Irgendwie. Vielleicht bin ich auch grad zu müde durch den Schulalltag, um mich mitreißen zu lassen.</p>
<p>Dennoch finde ich sie eine wichtige Lektüre angesichts der letztjährigen Hysterie um das Sarrazin-Buch. Denn sie stellt einen wichtigen, weniger geschwätzigen Gegenpol auf. Und sie steht da, wo ein SPD-Mitglied früher auch mal stand &#8211; ich meine vor Gerhard Schröder, den ich mittlerweile schlimmer empfinde als alle Kohls und Merkels zusammen.</p>
<p>Hessels Perspektive ist nicht im wörtlichen Sinn links. Er geht von seinem Engagement in der Résistance aus, von der Zeit nach dem Sieg über den Nationalsozialismus und von der Formulierung der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte, an der er mitgewirkt hat. Nennt die geistigen Einflüsse seines Denkens: Hegel, Benjamin, Sartre, Camus. Nennt die beiden &#8222;neuen Menscheitsaufgaben&#8220;: 1. Die Verringerung der Schere zwischen arm und reich und 2. die Durchsetzung der Menschenrechte und die Bewahrung unseres Planeten.</p>
<p>So einfach ausgesprochen. Aber dennoch wohl auch seit je die Ansprüche linker Denke.</p>
<p>Wenn ich also nicht mitgerissen wurde, so findet sich doch die Anregung, mal wieder über die eigene politische Haltung klar zu werden. Auch und gerade als Sozialkundelehrer.</p>
<p>Das andere, unsäglich Buch von Herrn Sarrazin hat mich im letzten Jahr ja genug verfolgt. Aber auch das war letztlich gutes Material, die eigenen Gedanken mal neu zu sortieren.</p>
<p>(Nein, ich habe es nicht gelesen, nur die Auszüge aus der Presse &#8211; Und Nein, ich will ihn nicht direkt durch Geld noch indirekt durch Leihgebühren dafür auch noch bezahlen).</p>
<p>Aber so war es doch mal wieder Zeit, den Kindern in der Schule, die ebenso wenig das Buch gelesen hatten, aber es dauernd zur Sprache brachten, zu erklären, dass die Unterstützung, die der Staat seinen Bürgern gewährt, keine Almosen sind, sondern aus der Eigenverpflichtung entstehen, die Würde des Menschen zu bewahren und seine Freiheit zu schützen.</p>
<p>Ebenso musste ich leider erklären, dass Fatima und Ayse (Namen geändert), die in der Nachbarklasse sitzen, ebenso Migranten sind &#8211; und zu allem Überfluss Muslima. Dass Lipinski und Wisniewski und Wadnicek auch mal einwanderten (Alle ! Namen geändert).</p>
<p>Und seit wann eigentlich, frage ich mich, darf man sich in aller Öffentlichkeit hinstellen, und derart verzerrtes Gedankengut gegen Eintritt äußern?</p>
<p>Nunja, wenn ich also nicht mitgerissen wurde, so doch mal wieder dazu gebracht, zu sehen, wo ich stehe. Und ich befinde mich, ungeachtet jeder Partei, links.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2005/29/Linkssein">Was heißt links</a>? (Zeit-Online)</p>
<p><a href="http://www.taz.de/">Linke Lektüre</a></p>
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		<title>Leichenblässe &#8211; Simon Beckett</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 13:33:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
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					<description><![CDATA[Der dritte Beckett-Roman, den ich gelesen habe. Das besondere dabei ist aber nur, dass das Lesen zum ersten Mal auf dem iPad geschah. Und das war eigentlich auch schon das beste daran. Die Dramaturgie der Romane um den Pathologen David Hunter ist doch nach zwei Vorgängern einfach zu ähnlich gestrickt, als dass sie mich noch <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/02/leichenblasse-simon-beckett/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://tinyurl.com/6e2gkzc" alt="" width="300" height="300" />Der dritte Beckett-Roman, den ich gelesen habe. Das besondere dabei ist aber nur, dass das Lesen zum ersten Mal auf dem iPad geschah. Und das war eigentlich auch schon das beste daran.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Dramaturgie der Romane um den Pathologen David Hunter ist doch nach zwei Vorgängern einfach zu ähnlich gestrickt, als dass sie mich noch wirklich überraschen konnten. Und auch die pathologisch-forensischen Details sind für einen CSI-Fanatiker wie mich kaum noch irgendwie reizvoll.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber das Lesen auf dem iPad hatte was. Habe gleich mal den nächsten angefangen: Jo Nesbo, Leopard. Popcorn-Ware, sorry ja, aber nach Feierabend will ichs einfach, leicht und bequem.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<h6>Bild: von amazon.de verlinkt</h6>
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		<title>Nichts. Was im Leben wichtig ist</title>
		<link>https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/01/nichts-was-im-leben-wichtig-ist/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 22:50:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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					<description><![CDATA[Irgendwie ist da ja wieder ein Medienhype an mir vorbeigegangen. Ich stand einfach beim local Buch-Dealer meines Vertrauens und brauchte Lektüre für die Weihnachtsferien. Dabei heraus kamen Dorfbeben und Nichts. Was im Leben wirklich wichtig ist. Nachdem ich nun letzteres gelesen habe, bekam ich beim Nachforschen im Netz mit, dass hier offensichtlich eine größere Diskussion <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2011/01/nichts-was-im-leben-wichtig-ist/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Verlinkt von Focus.de" src="http://files.hanser.de/hanser/pics/978-3-446-23596-0_215114814-45.jpg" alt="" width="120" height="180" />Irgendwie ist da ja wieder ein Medienhype an mir vorbeigegangen. Ich stand einfach beim local Buch-Dealer meines Vertrauens und brauchte Lektüre für die Weihnachtsferien. Dabei heraus kamen <a href="http://www.kubiwahn.de/blogwahn/?p=324">Dorfbeben</a> und <em>Nichts. Was im Leben wirklich wichtig ist.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich nun letzteres gelesen habe, bekam ich beim Nachforschen im Netz mit, dass hier offensichtlich eine größere Diskussion im Gange ist, in der hin und her gestritten wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fand einfach nur, dass ich ein nachdenkenswertes und gutes Buch gelesen hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine 7. Klasse in Dänemark. Pierre Anthon äußert am Anfang des Schuljahres plötzlich, dass alles im Leben keine Bedeutung habe und er deswegen auch nicht weiter zur Schule ginge. Stattdessen hockt er sich auf den Pflaumenbaum im elterlichen Garten, wirft mit Pflaumen und verspottet jeden Mitschüler, der vorbei kommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Seine Klassenkameraden können diese Äußerung nicht einfach stehen lassen und wollen ihn vom Gegenteil überzeugen, erst durch Argumente, dann mit Steinen. Dies gelingt ihnen aber nicht. Schließlich treffen sie den Entschluss, dass sie in eine stillgelegtem Sägewerk auf einem Haufen alles sammeln wollen, was irgendeine Bedeutung hat,  um Pierre zu überzeugen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf diesem Berg sammeln sich nun einfache Gegenstände, z.B. ein Paar grüne Sandalen. Doch schon bald werden die Gegenstände skurriler: ein großes Kruzifix aus der Kirche soll hinzukommen, der Gebetsteppich eine muslimischen Mitschülers. Doch es spitzt sich immer weiter zu und als sie schließlich auf den Friedhof ziehen, um den kleinen Bruder einer Mitschülerin auszugraben, wird jedem Leser klar, dass es hier eine bittere Wendung nehmen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Streit um das Buch, soweit ich das nachgelesen habe, dreht sich einerseits um den angeblichen Medien-Hype, den es erzeugt hat oder der erzeugt wurde und damit Erwartungen aufbaute, die es nicht halten konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Andere stören sich daran, dass das Buch als philosophisches Buch daher kommt, aber keine Auflösung bietet.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige unterstellen der Autorin, alles infrage zu stellen, aber keine Werte, Regeln usf. an die Stelle des Nichts zu erheben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wieder andere finden den Stil schlecht, stören sich an unterkühlten Erzählerin.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn ich eine Meinung äußern sollte, dann halte ich das Buch als Erzählung für eine gelungene Story, die dem Leser wirklich nichts anbietet, was irgendeiner Erklärung nahekommt. Die Erzählerin berichtet ohne sichtbare Regung oder Reflexion sämtliche Grausamkeiten, ohne diese auch nur annähernd zu bereuen. Schüler werden so ganz nebenbei verprügelt &#8211; und es wird keine Geste des Bedauerns erkennbar. Dennoch frage ich mich, wie viel Anteil wir nehmen an den alltäglichen Grausamkeiten, die uns umgeben. Wir reden darüber, betroffen und wichtig &#8211; aber ohne dass es eine wirkliche Bedeutung hätte, eine Konsequenz.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Leser bleibt schließlich allein und fragt sich zwanghaft, was in seinem Leben irgendeine Bedeutung (ich frage mich, ob dieses Wort so richtig aus dem Dänischen übersetzte wurde) hat und wie weit er dafür gehen will oder muss, um diese Bedeutung zu beweisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt erinnert mich der gesamte Duktus der Geschichte und des Erzählens irgendwie an Georg Britting und <a href="http://www.britting.de/prosa/32-020.html">&#8222;Brudermord im Altwasser&#8220;</a>. Ich weiß aber immer noch nicht genau, worauf das Buch abzielt. Ich habe es staunend und fast atemlos gelesen. Wenn dann geht es wohl am ehesten um diese nagende Frage nach dem, was im Leben eines Menschen Bedeutung hat und nach dem schwer zu unterdrückenden Gefühl, dass das, was man dafür hält, ziemlich austauschbar ist. Am Ende steht dann die Entscheidung, was ich mit dieser Erkenntnis mache.</p>
<pre>(das Cover wurde über die Verlagsseite des Hanser Verlags verlinkt)</pre>
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		<title>Dorfbeben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kubiwahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 15:15:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[belesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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					<description><![CDATA[Agnes Hammer: Dorfbeben Ich gebe zu, dass ich es nach Cover und Überfliegen des Klappentextes spontan gekauft habe. Erwartet habe ich wohl eher so etwas wie die Kluftinger Romane, bekommen habe ich einen zähen Roman, der sich nicht entscheiden kann. Mattes wurde mit einem übersensiblen Gehör geboren und wächst aus diesem Grund bei seiner Oma <a class="more-link" href="https://www.kubiwahn.de/wordpress/2010/12/dorfbeben/">weiterlesen...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.amazon.de/Dorfbeben-Agnes-Hammer/dp/3839001196/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1293549421&amp;sr=8-1"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Amazon Cover" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41DQeZDFFFL._SL500_AA300_.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><strong>Agnes Hammer: Dorfbeben</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich gebe zu, dass ich es nach Cover und Überfliegen des Klappentextes spontan gekauft habe. Erwartet habe ich wohl eher so etwas wie die Kluftinger Romane, bekommen habe ich einen zähen Roman, der sich nicht entscheiden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Mattes wurde mit einem übersensiblen Gehör geboren und wächst aus diesem Grund bei seiner Oma auf dem Land auf, weil die Stadt ihn auditiv überfordert. Alles geht dort seiner Wege bis eines Tages auf einer Kaffeefahrt nach Köln einer der Dorfbewohner in einer Kirche erstochen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Er und seine Schwester Lena merken schnell, dass irgendwas nicht stimmt. Auf der Aufnahme für die Chorprobe der Kaffeefahrt entdecken sie etwas Ungewöhnliches und gehen dem nach. Schnell geraten sie in Schwierigkeiten, die für Lena fast tödlich enden. Auf der Suche nach dem Mörder kommt Mattes einer alten totgeschwiegenen Geschichte des Dorfes auf die Spur, über die keiner so recht reden will.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich schreibe diesen Artikel noch bevor ich das Buch zuende gelesen habe, aber bis zu diesen Zeitpunkt hat das Ding noch nicht so recht gezündet.</p>
<p style="text-align: justify;">Kann sein, dass es darin liegt, dass der Roman einige Sujets anreißt, aber keines so recht zuende führt: Kriminalroman (dafür wirkt das alles eher nach 5 Freunde), Dorfroman (dafür bleiben die Figuren zu blass und außer Kartoffelernte und schweigsamen Nachbarn kommt kein Regionalkolorit auf), Coming-Of-Age (dafür zu wenig Konfliktpotential und auch die Schüchternheit von Mattes seiner Vane gegenüber ist nach dem zweiten Mal nicht mehr witzig), Problemroman (Mattes leidet unter seinem Gehör und sieht sich immer als Außenseiter, Behinderter, weil er deswegen auch gehänselt wurde)?</p>
<p style="text-align: justify;">Kann sein, dass ich es irritierend finde, dass eine Frau in meinem Alter (40) aus der Sicht eines spätpubertierenden Jungen schreibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Kann sein, dass ich etwas anderes erwartet habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Viel besser gemacht bei: Kim Novak badete nie im See von Genezareth &#8211; Hakan Nesser.</p>
<pre>(Cover stammt von Amazon und ist von dort verlinkt)</pre>
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