{"id":3841,"date":"2014-08-17T20:17:38","date_gmt":"2014-08-17T18:17:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kubiwahn.de\/blogwahn\/?p=3841"},"modified":"2015-04-18T17:31:31","modified_gmt":"2015-04-18T15:31:31","slug":"spaete-antwort-buchhaendler-des-vertrauens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/2014\/08\/spaete-antwort-buchhaendler-des-vertrauens\/","title":{"rendered":"Sp\u00e4te Antwort: Buchh\u00e4ndler des Vertrauens"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.timo-off.de\/2013\/die-buchhaendlerin-meines-vertrauens\/\">Timo Off schrieb schon im Oktober einen Blogpost<\/a>, der mir seitdem auch im Kopf umherschwirrte. Hat etwas gedauert die Antwort, aber an so einem verregneten Feiertag geht das dann auch. <a href=\"http:\/\/www.ats20.de\/blog\/index.php?\/archives\/1458-Buchhaendler-meines-Vertrauens-1..html\">Hanjo<\/a>\u00a0Iwanowitsch hat schon l\u00e4ngst darauf geantwortet. <a href=\"http:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2013\/10\/buchhaendler-deines-vertrauens.htm\">Herr Rau<\/a> auch.<\/p>\n<p>Mit blieb das vor allem deshalb so lang im Hinterkopf, weil ich kurz nach Erscheinen des Posts nach K\u00f6ln fuhr, genauer nach Refrath, vor den Toren K\u00f6lns,\u00a0um meine Tante zu besuchen, die wiederum von meiner Mutter besucht wurde. Da meine Mutter eigentlich bei Bremen wohnt, ist das immer ein gutes Wegstrecke weniger f\u00fcr mich. Au\u00dferdem ist Bergisch Gladbach (Refrath geh\u00f6rt dazu, wie auch Bensberg, wo ich mein Abi machte) der Ort, wo ich die Jahre zwischen 14 und 20 verbrachte (1984-1990), die Jahre zwischen Hamburg und Franken sozusagen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig die Jahre, die mich literarisch pr\u00e4gten. Also auch die ersten Jahre mit den Buchh\u00e4nderInnen.<\/p>\n<p>Die ersten B\u00fccher, an die ich mich erinnere, holte ich allerdings in einer Leihb\u00fccherei, die eine Zweigstelle nur eine Querstra\u00dfe entfernt von unserer Wohnung hatte. Eine Barracke aus schwarzem Holz, W\u00e4nde und Boden. Wenn man dort zwischen den Regalen entlang ging, neigten sich diese zur Mitte hin, also zu dem, der da durchging &#8211; das war schon etwas gruslig. Ich wei\u00df noch, dass ich irgendwann anfing, B\u00fccher nach ihrem Titel auszuw\u00e4hlen und zu lesen. An zwei aus dieser Zeit erinnere ich mich noch: &#8222;Der Steppenwolf&#8220; von Hesse und ein Sachbuch (Tiefenpsychologie) mit dem Titel &#8222;Grundformen der Angst&#8220; von Fritz Riemann.\u00a0Irgendwann wurde diese Barracke abgerissen und die Bibliothek zog um an den Anfang der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, wo ich dann nicht mehr so oft hingegangen bin.<\/p>\n<p>In Bensberg gab es damals zwei Buchl\u00e4den: den &#8222;Funk&#8220;, der aber eher f\u00fcr Schulb\u00fccher zust\u00e4ndig war, und die Schlossbuchhandlung. Letztere war interessanter, weil irgendwie die Auswahl der Auslagen spannender war. Heute, habe ich gesehen, existiert die Schlossbuchhandlung nicht mehr &#8211; nicht einmal der Laden ist neu vermietet. Und der &#8222;Funk&#8220; ist in die fast ausgestorbene Fu\u00dfg\u00e4ngerzone gezogen.<\/p>\n<p>Mit dem Ende der Schulzeit las ich mehr und mehr und da ich &#8222;verdiente&#8220; (Baf\u00f6G und so), kaufte ich auch mehr und mehr B\u00fccher. Da ich der einzige in meinem Umkreis war, der viel las, bekam ich wenig Tipps, sondern suchte weiterhin nach drei Methoden aus:<\/p>\n<p>1. Spannenden Titeln<\/p>\n<p>2. Erw\u00e4hnungen von Titeln in B\u00fcchern, die ich las<\/p>\n<p>3. Dem Buchh\u00e4ndler schildern, was ich lesen will und dann seinen Tipps vertrauen<\/p>\n<p>Mit dem Plan 3 hatte ich in der Schlossbuchhandlung gute Erfolge.\u00a0In die Schlossbuchhanldung bin ich mal rein und habe der Buchh\u00e4ndlerin genau beschrieben, was f\u00fcr eine Art Liebesroman ich lesen m\u00f6chte. Herausgekommen bin ich mit Kunderas &#8222;Die Untertr\u00e4gliche Leichtigkeits des Seins&#8220; und &#8222;Drachenblut&#8220; von Christoph Hein.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Zivildienstes in K\u00f6ln lief ich regelm\u00e4\u00dfig eine andere Buchhandlung an, deren Name ich nicht mehr wei\u00df. Ich wei\u00df nur, dass ich mal tagelang an deren Auslage entlanggelaufen bin, um ein Buch zu umschleichen, dessen Klappentext und Titel mir nachgingen: &#8222;Das Buch der Unruhe&#8220; von Fernando Pessoa. Ein Buch, was mich nach Kauf und Lese lang begleitet hat.<\/p>\n<p>Dort, wo sich die Auslage befand, sieht es heute so aus.<\/p>\n<p><p>Invalid Displayed Gallery<\/p><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Studiums in W\u00fcrzburg war ein regelm\u00e4\u00dfiger Anlaufpunkt der Buchladen &#8222;<a href=\"http:\/\/neuer-weg.com\/\">Neuer Weg<\/a>&#8222;. Ein Laden, in dem man immer Geld ausgeben konnte. Der prall gef\u00fcllt war mit Lesestoff. Hinzu kam ein Antiquariat mit verbilligten B\u00fcchern und Remittenden. Meine Lieblings-Remittende war &#8222;Der Sch\u00fcler Gerber &#8222;von Friedrich Torberg.<\/p>\n<p>Den &#8222;Neuen Weg&#8220; gibts heute noch.<\/p>\n<p>Eine Randnotiz: In den 90er Jahren entstanden Ger\u00fcchte um den &#8222;Neuen Weg&#8220;, dass er zu einer Sekte geh\u00f6re. In W\u00fcrzburg liegt bis heute der Sitz des &#8222;Universellen Lebens&#8220;, daher glaubte man, dass hier Verbindungen existierten. Die Begr\u00fcndungen f\u00fcr diese Vermutung waren u.a.<\/p>\n<p>1. Der Name.<\/p>\n<p>2. O-Ton: &#8222;Die Leute da sind immer so unglaublich nett und l\u00e4cheln so viel&#8220; (Jeder, der W\u00fcrzburg kennt, kann das einordnen)<\/p>\n<p>Zwei Buchh\u00e4ndler kommen noch.<\/p>\n<p>Zum einen die <a href=\"http:\/\/www.dienstbier.de\/\">Buchhandlung Dienstbier<\/a> in Lauf, wo ich wohne. Hier werde ich mit Namen begr\u00fc\u00dft. Hier arbeitet ein ehemaliger Sch\u00fcler von mir (So stolz!). Und Herr Dienstbier und seine KollegInnen besorgen mir alles, was ich brauche, vor allem Lekt\u00fcren, unglaublich schnell und zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Zum anderen habe ich jetzt wieder eine Buchhandlung gefunden, in die ich reingehen kann, \u00fcber meine (und ihre\/seine) Vorlieben mit den Inhabern quatsche und dann mit einem kleinen Stapel B\u00fccher rauskomme: <a href=\"http:\/\/www.uslarundrai.de\/\">Uslar &amp;Rai<\/a>,\u00a0 Einziger Nachteil: Sie ist in Berlin, auf der Sch\u00f6nhauser Allee, U-Bahn Eberswalder Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Ich war am Laden eigentlich schon fast vorbei, als mein Blick an einer Postkarte mit einem Gedicht von Thomas Brasch h\u00e4ngen blieb . Und mein R\u00fcckschluss war: Wo solche Postkarten h\u00e4ngen, gibt es auch gute B\u00fccher und nette Buchh\u00e4ndler. <a href=\"http:\/\/www.tip-berlin.de\/kultur-und-freizeit-lesungen-und-buecher\/neue-buchhandlung-uslar-rai-berlin-prenzlauer-berg\">Und<\/a> ich hatte recht. Schade, dass er so weit weg ist. Aber auch wiederum ein weiterer Grund, regelm\u00e4\u00dfig nach Berlin zu fahren.<\/p>\n<p>Mitgenommen habe ich von <a href=\"http:\/\/www.kubiwahn.de\/blogwahn\/2013\/12\/auch-gelesen-james-saulter\/\">James Salter &#8222;Alles, was ist&#8220;<\/a> und &#8222;<a href=\"http:\/\/www.kubiwahn.de\/blogwahn\/2014\/02\/gelesen-freud\/\">Freud<\/a>&#8220; als Graphic Novel. Au\u00dferdem die Empfehlung\u00a0 f\u00fcr &#8222;Kapital&#8220; von John Lanchester, den ich mir noch f\u00fcr die Sommerferien bereitgelegt habe.<\/p>\n<p>Als Anhang das Gedicht, gelesen vom Autor.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">httpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6jIUDU8Lh8g<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Timo Off schrieb schon im Oktober einen Blogpost, der mir seitdem auch im Kopf umherschwirrte. Hat etwas gedauert die Antwort, aber an so einem verregneten Feiertag geht das dann auch. Hanjo\u00a0Iwanowitsch hat schon l\u00e4ngst darauf geantwortet. Herr Rau auch. Mit blieb das vor allem deshalb so lang im Hinterkopf, weil ich kurz nach Erscheinen des <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/2014\/08\/spaete-antwort-buchhaendler-des-vertrauens\/\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":27,"activitypub_content_warning":"","activitypub_content_visibility":"","activitypub_max_image_attachments":4,"activitypub_interaction_policy_quote":"anyone","activitypub_status":"","footnotes":""},"categories":[6,4],"tags":[],"class_list":["post-3841","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bedenklich","category-belesen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3841"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3841\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3841"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3841"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}