{"id":3870,"date":"2014-07-25T11:19:21","date_gmt":"2014-07-25T09:19:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kubiwahn.de\/blogwahn\/?p=3870"},"modified":"2014-07-25T11:28:23","modified_gmt":"2014-07-25T09:28:23","slug":"infoboard-fuer-die-schule-auf-basis-von-linux-und-raspberry-pi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wordpress\/2014\/07\/infoboard-fuer-die-schule-auf-basis-von-linux-und-raspberry-pi\/","title":{"rendered":"Infoboard f\u00fcr die Schule auf Basis von Linux und Raspberry Pi"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe seit einiger Zeit doch ganz neidisch auf die Infoboards des Gymnasiums meiner Frau geschaut, die die Vertretungspl\u00e4ne und andere Informationen an Lehrer und Sch\u00fcler verteilten. Um Lauferei und Papierwildwuchs zu verhindern, hatte ich mich an die Recherche gemacht, um uns auch so ein System zu verschaffen.<\/p>\n<p>Die ersten Angebote, die ich mir einholte, \u00fcberstiegen mein Budget um ein Vielfaches, so dass ich das Projekt erstmal auf Eis legte. Dann aber stie\u00df ich im Internet auf <a href=\"http:\/\/www.tabula.info\">Tabula<\/a>, einem Infoboard-System, welches auf Linux basiert und u.a. mit <a href=\"http:\/\/www.raspberrypi.org\/\">RaspberryPi<\/a>-Clients zu realisieren ist. Mit Hilfe meines technischen Freundes, wurde das System zum Laufen gebracht &#8211; zuerst f\u00fcr das Lehrerzimmer, dann f\u00fcr die Aula.<\/p>\n<p>Kurzer technischer \u00dcberblick (man mag mir meine untechnische Ausdrucksweise verzeihen)<\/p>\n<p>Im Serverschrank war noch Platz, so dass hier ein alter Desktop-Rechner aus der Schule untergebracht werden konnte. Installiert wurde eine aktuelle Ubuntu-Linux-Server-Distribution (12.0), die minimale Anforderungen an die Hardware stellt. Auf diesen Server wurde der Tabula-Server aufgesetzt.<\/p>\n<p>Im Lehrerzimmer brachte ich einen Fernseher in Stellung mit 37&#8243;, daran \u00fcber HDMI angeschlossen einen RaspberryPi, der wiederum mit dem Schulnetzwerk verbunden wurde. Auf dem Pi hatten wir vorher einen Tabula-Client installiert. Eine Zeitschaltuhr steuert den Ablauf.<\/p>\n<p>Das System sieht nun so aus, dass die Zeitschaltuhr morgens um 7 Uhr TV und Pi mit Strom versorgt. Der Pi startet und kann \u00fcber die HDMI-Verbindung den Fernseher an- und automatisch den richtigen Kanal einschalten, so dass dann die Inhalte von Tabula dargestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kubiwahn.de\/blogwahn\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/tabulapi.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3871\" src=\"http:\/\/www.kubiwahn.de\/blogwahn\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/tabulapi.jpg\" alt=\"tabulapi\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/tabulapi.jpg 640w, https:\/\/www.kubiwahn.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/tabulapi-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Die Anzeige von Tabula wechselt grunds\u00e4tzlich zwischen zwei Anzeigemodi: Aushang und Pl\u00e4ne (und spezielle Infoseiten, die auch mit Bildern best\u00fcckbar sind). Der Aushang besteht aus Meldungen, Sch\u00fclerrufen u.a. Die Vertretungspl\u00e4ne k\u00f6nnen drei Tage umfassen: heute, morgen, \u00fcbermorgen. Als Grundlage dienten anfangs die HTML-Pl\u00e4ne, die unser Vertretungsplanprogramm ausspuckt. Heute und morgen werden als Plan nebeneinander gezieit, bei langen Pl\u00e4nen scrollt die Anzeige &#8211; beim Pi zugegebenerma\u00dfen eher rucklig.<\/p>\n<p>Nach der Einstiegsphase habe ich nun einen gr\u00f6\u00dferen Fernseher in der Aula anbringen lassen (126cm Diagonale, \u00fcber dem Schulkiosk in mehr als 2,50m H\u00f6he \ud83d\ude09 ), der ebenfalls mit einem Pi verbunden wurde &#8211; also wie im Lehrerzimmer. Nach ein bisschen Herumspielen und Nachdenken und Updaten bin ich seit heute dazu \u00fcbergangen, PDF-Dateien zu verwenden statt HTML-Pl\u00e4ne. Der Vorteil: Tabula bearbeitet PDFs so, dass ein langer Plan zweiseitig nebeneinander angezeigt wird &#8211; das Scrollen entf\u00e4llt also. Wenn ich richtig gelesen habe, kann es Pl\u00e4ne auch dreiseitig nebeneinander anzeigen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Plan ist es, auf dem Pi auch Diashows und Videos abzuspielen. Mit einem openelec oder Raspbmc d\u00fcrfte das einfach zu realisieren sein &#8211; Image schreiben, Leiter holen, SD-Card wechseln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3875\" src=\"http:\/\/www.kubiwahn.de\/blogwahn\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/infoboard2.jpg\" alt=\"infoboard2\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/www.kubiwahn.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/infoboard2.jpg 650w, https:\/\/www.kubiwahn.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/infoboard2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>Heute also bin ich mal wieder etwas zufrieden. Das System l\u00e4uft zuverl\u00e4ssig seit einigen Wochen und tut genau das, was es soll. Zus\u00e4tzlich finde ich es toll, die Arbeit eines Kollegen benutzen zu d\u00fcrfen. Daneben wird Geld eingespart, da keine j\u00e4hrlichen Lizenzgeb\u00fchren anfallen oder Extrageld f\u00fcr einzelne Module. Datenschutz ist insofern kein Problem, da keinerlei Daten aus dem Schulhaus hinaus gelangen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem war es bisher wieder nette Frickelei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe seit einiger Zeit doch ganz neidisch auf die Infoboards des Gymnasiums meiner Frau geschaut, die die Vertretungspl\u00e4ne und andere Informationen an Lehrer und Sch\u00fcler verteilten. Um Lauferei und Papierwildwuchs zu verhindern, hatte ich mich an die Recherche gemacht, um uns auch so ein System zu verschaffen. 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