5 Minuten Schulleitung – Sie kommt, sie kommt…

die neue Verwaltungssoftware. Nach Jahren der Ankündigung und seltsamen Informationspolitik kommt sie. Sie wirft ihre Schatten durch Fortbilduns“angebote“ schon voraus und installiert wurde sie auch schon. Der erste Start der Software führte bei uns dazu, dass die Server vollständig in die Knie gingen und mein Arbeitsplatzrechner beim Erstellen des Vertretungsplans eine Reaktionszeit bei Eingaben von – ungelogen – 30 Minuten hatte. Nun musste der Kollege Sysadmin erstmal den Arbeitsspeicher massiv erhöhen. Wir hoffen das Beste.

Die Software sieht nach einem ersten Blick der Fortbildung mächtig aus. So mächtig, dass einem die Augen schwirren. Aber es steht in Aussicht ein Stück Software zu bekommen, was aktuell aussieht und viele Funktionen unter einem Dach vereinen kann – inklusive Multitasking. Wer es genauer wissen will.

Unsere Aufgabe in den Tagen nach den Herbstferien wird sein, die Altdaten aus Schüler- und Lehrerdatei so zu bereinigen, dass ein Import reibungslos über die Bühne geht. Ich will guter Hoffnung sein. Alle Meldungen ans KM müssen in diesem ersten Halbjahr doppelt gemacht werden: einmal mit der alten Software und nach Überspielen dann mit der neuen.

Ansonsten der altägliche Wahnsinn: Die Mobile Reserve wird vor Ende der Einsatzzeit wieder abgezogen, wir müssen den ausfallenden Unterricht intern ausgleichen, was bei mir bedeutet für eine zum Glück begrenzte Zeit eine dritte Deutschklasse zu übernehmen, die ich schon jetzt halb mitunterrichte. Hinzu kamen Studenten, die bei uns Praktikum machen sollen und statt Freitag, wie man es uns gesagt hatte, plötzlich mittwochs auf der Matte standen. Das mag so klingen, als wenn es zu vernachlässigen sei, aber der Stundenplan wurde am Anfang des Jahres zum Teil auf dieses Praktikum ausgerichtet…

Ich stelle zudem fest, dass mir das Vorfreudegefühl auf die Ferien abhanden gekommen ist. Noch kann ich nicht sagen, ob das positiv oder negativ ist. Aber früher dachte ich oft am Montag der letzten Ferienwoche „Puh, der letzte Montag vor den Ferien“ usw. Das habe ich nun nicht mehr. Zwei Möglichkeiten der Deutung habe ich: Entweder bleibt der innere Druck ohnehin bestehen, so dass kein Unterschied existiert zwischen Ferien und Schulzeit (was sehr betrüblich wäre) oder ich habe mein Leben und meine Arbeit so im Griff, dass ich nicht mehr erschöpft in die Ferien taumele – was mir persönlich als Deutung eigentlich sehr absurd vorkommt.

Jedenfalls habe ich schon zwei Golftermine gelegt und fahre am Donnerstag nach Berlin zum Educamp. Besonders gespannt bin ich aber auf den Freitag, der als Lernlab dem Educamp vorgeschaltet wurde. Hier werden Lehrer aus ganz Deutschland an einer Schule in Berlin Unterricht (vor-)führen mit modernen Medien und Geräten: Web 2.0 Lernen in der Praxis. Eine erste Übersicht wurde schon erstellt und es wird mir wert sein, auch in den Ferien um 8 Uhr ein Schulhaus zu betreten. Nebenbei aber freue ich mich am Sonntag auf ein Frühstück in meinem Lieblingscafe im Prenzlauer Berg. Vielleicht dazu einen kleinen Streetart-Rundgang.

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