#wasmachteigentlichderchef 26.10.

Fahrrad. Es war Regen angekündigt, aber ich habe gute Regenklamotten. Und ich habe einen neuen Helm, mit Visier und extra dazu gekauften Innenmütze. Das ergab einen warmen Kopf und einigermaßen freie Sicht. Jedenfalls keine besprenkelte Brille.

Hinfahrt am Morgen fantastisch. Es ist heller morgens. Und herbstlich. Ich bin zwei Wochen nicht gefahren und in der Zeit war plötzlich der Herbst da. Und ich habe es genossen.


Erledigte Aufgaben:

  • Gespräch Sozialpädagoge
  • Meldung entgegennehmen: zwei neue Infektionen am Wochenende unter SchülerInnen
  • Feststellen, wer von der anstehenden Quarantäne betroffen ist: 50 SchülerInnen und 6 Lehrer, darunter mein zweiter Stellvertreter
  • In der Pause Information an die KollegInnen
  • erster Stellvertreter telefoniert aus der Quarantäne heraus mit dem Gesundheitsamt, zweiter beginnt noch einen Vertretungsplan für morgen
  • Telefonat Schulaufsicht wegen ASV und US, kommt selbst drauf, dass wir nur kurz anreißen und ich dann mit meinem Zeug weiter mache
  • alle Eltern werden antelefoniert
  • Ich gehe zu den betroffenen KollegInnen und informiere sie über die Quarantäne
  • Ich informiere die Klasse, die KollegInnen eine Religionsgruppe, die anhängt
  • Wir stellen fest, dass wir nicht genügend Vertretungen zusammenbekommen für den nächsten und die folgenden Tage, weil zu viele Lehrer in der Quarantäne sind
  • Ich melde den Corona-Status an die Schulaufsicht, mit dem Hinweis, dass es eng wird bei uns
  • Telefonat Schulaufsicht, Möglichkeiten werden erörtert, mir werden meine möglichen Befugnisse noch einmal verdeutlicht
  • Kurze interne Absprache, ich wende meine Befugnisse an, wir haben einen Plan für die kommenden Tage
  • Unterricht in Klasse 7 Geschichte, die nur die Hälfte aller Schüler hat, weil es aktuell wieder Streik im ÖPNV gibt
  • Besprechung mit Kollegin vom Personalrat
  • Besprechung mit Verbindungslehrerin
  • Besprechung mit RumpfSchulleitung
  • während der ganzen Zeit der Versuch, den Elternbrief aufzusetzen
  • Anruf Schulaufsicht: Korrektur der Zahlen
  • Elternbrief fertig, versenden
  • Schulhomepage: Veröffentlichung
  • Gespräch mit VertreterInnen einer örtlichen Pfadfindergruppe
  • um 16 Uhr mache ich mich an die einzige Aufgabe, die ich mir heute vorgenommen habe und schaffe den ersten von vier Schritten dabei
  • 16:30 Uhr sitze ich auf dem Fahrrad für den Heimweg im Regen vor dem Schulhaus
  • Handy klingelt: Gesundheitsamt ist dran, Erläuterungen werden gegeben, neue Informationen zu denen, die wir am Vormittag bekommen haben, eigentlich nicht neue sondern andere
  • Abends über verschiedene Kanäle diese Infos noch einmal verbreiten
  • Morgen müssen wir alle Eltern noch einmal anrufen
  • Nebenbei zwei Stunden gebraucht um den Windowsrechner im Büro auf dem Schreibtisch upzudaten

Rückfahrt mit dem Rad im Regen. Sehr kühl. Und dann wieder sehr dunkel. Komme 12 Stunden nachdem ich losgefahren bin wieder zuhause an.

Wie ich mich fühle aktuell: Wie in einer Seifenkiste, die den Hang runterbrettert. Ich sitze da und halte das Lenkrad fest. Ich merke, dass sich die Seitenteile links und rechts lösen. Ich greife mit beiden Armen links und rechts raus und halte die Seitenteile fest. Meine Knie steuern. Ich sehe eine scharfe Kurve auf mich zukommen.

Morgen wieder Fahrrad.

Ich bin weiter müde.

6 Antworten auf „#wasmachteigentlichderchef 26.10.“

  1. Uff.
    Hoffentlich liegen Stohballen am Straßenrand… eine Woche Boxenstopp ist in Sicht.
    (Die genieße ich gerade, mal sehen, ob und wie es bei uns weiter geht…)
    Weiter gute Nerven!
    Herzlich
    Anne

    1. Auf das Danach nach den Ferien sind wir alle gespannt. Und manchmal ist mein Gewicht von Vorteil: Ich hänge mich aus dem Wagen und kann so geschmeidig um die Kurve cruisen ;). Danke.

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