Das Stadtkind isst aus dem Wald

Nach einer arbeitsintensiven Phase (Schule, Fachartikel schreiben – der nicht fertig ist, aber schon abgeschickt, und irgendwie musste ich mich grad lösen) habe ich mich heute zur Entspannung in die Obhut eines erfahrenen Mannes begeben. Wir sind zusammen in den Wald gegangen und haben Pilze gesucht. Ich wollte diese Kunst schon lang lernen, hatte aber immer die Pilzwanderungen in der Gegend verpasst. Einer Kollegin erzählte ich davon und sie engagierte mir ihren Vater.

Seitdem ich auf dem Land wohne, packen mich ab und an Ideen, die mir als Stadtkind nie gekommen sind: Brot backen, Rosenkohl anbauen, Waldspaziergänge, Rasen mähen, fischen gehen.

Heute also waren wir in dem Waldstück unterwegs, welches hinter meiner Schule beginnt. Insgesamt dürfte das noch zum Nürnberger Reichswald gehören – gehört zu den größten zusammenhängenden stadtnahen Waldgebieten Bayerns. Neben großen Steinpilzen fanden wir allerlei. Dem alten Rat folgend habe ich mich beim ersten Sammeln auf wenige konzentriert: Steinpilze, Parasole, Maronen. Letztere habe ich nur eine gefunden, aber viele Steinpilze.Entsprechen bestand das Abendmahl heute aus Kartoffeln und einer Pilzmischpfanne mit Zwiebeln, Butter und zwei gemixten Eiern, Salz, Pfeffer.

2013-10-01 18.14.09

Von links, hintere Reihe: (Edel-)Reizker, Semmel-Stoppel-Pilz, Parasolköpfe (bevor sie aufgehen), Hälfte eines Parasolschirms; vorn: eine Marone, dahinter Reizker; rechter Rand: Steinpilz (ein kleines Exemplar). Irgendwo versteckt: ein Birkenpilz und zwei, drei Bovisten.

Die restlichen Steinpilze liegen schon in Scheiben unter dem Dach zum Trocknen, leider zum Teil wurmstichig gewesen.

Ein Nachmittag mitten in der Arbeitswoche. Muss man mal öfter machen.

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