#wasmachteigentlichderchef 21-03-17

Home-Office macht der Chef.

Die Schnapp-Atmung lassen wir mal wirken, lesen Sie weiter bis unten, bevor Sie sich beschweren.


Home-Office, geht als Schulleiter auch. Es passiert nicht viel Wesentliches in der Schule. Das war eine der ersten Erkenntnisse, die ich in Corona-Zeiten hatte: Den Großteil meines Stresses am Tag machen die Ereignisse aus, die ich nicht beeinflussen kann. Und viele dieser Sachen (Disziplinarisches, Rechtliches, Pädagogisches…) sind aktuell nur sehr eingeschränkt. Manches davon fehlt mir nicht.

Da fällt mir ein, es gab lange kein Sippentreffen mehr auf dem Parkplatz vor der Schule. Kennen Sie das? Zwei Parteien streiten sich in der Schule. Dann wird ihnen zugetragen, dass die eine Partei die „familia“ per Smartphone in der Stadt informiert hat. Und schon treffen PKW-Konvois auf dem Schulparkplatz ein. Und dann gehen sie hin, in ihrem Kopf spielt eine Mundharmonika, und sie weisen die Versammlung darauf hin, dass das Rauchen auf dem Schulgelände verboten ist. Und so fort.


Morgen wieder Fahrrad. Diesmal wohl meine ausgetüftelte Normalstrecke. Ich freue mich. Es soll schneien.


Home-Office.

Auch ich habe ein Leben neben dem Fahrradfahren und der Schulleitung. Zum Beispiel gehe ich Golfen (Sonntag der erste Termin in diesem Jahr) und Angeln (absolut zu selten). Weiterhin gebe ich mit anderen aus meinem Fischereiverein Kurse zur Erlangung des Fischereischeins. Und ab und an treffen wir uns daher, an der frischen Luft, auf Abstand, um besondere Dinge zu besprechen. So wie heute Nachmittag.

Und dabei eine einfache Grundmontage mit Mais. Aber es war zu kalt. Hat nix gebissen.

Aber es ist mal wieder ein Baum umgefallen.


Wenn du dich verbessern willst, sei damit zufrieden, ahnungslos oder dumm zu wirken, wenn es um irrelevante Dinge geht – tue nicht so, als wärest du besonders gescheit. Und wenn dich jemand wichtig findet, misstraue dir selbst.

Epiktet

2 Antworten auf „#wasmachteigentlichderchef 21-03-17“

  1. Eine positive Pandemie-Nebenwirkung hier: Das Leben neben der Schulleitung wird bewusster wahrgenommen. Vielleicht auch nur das Ergebnis eines „So geht es nicht weiter“, aber ist mir egal.

    Noch schlimmer als die Dinge, die nicht zu beeinflussen sind, finde ich übrigens die, die heute dringend dringend sind, nur um morgen schon nicht mehr zu gelten.
    Dann ist Home (auch ohne Office) manchmal die einzige Lösung.

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