30 Tage #14 #2022-07-18

Mit dem Rad zur Schule, sehr schön frisch, habe versucht, etwas davon zu speichern. Etwas unruhige Nacht, weil jemand neben mir etwas kränkelte (kein Corona). Morgens sehr laut in der Straße gewesen.

Schule: Die erste Hälfte der Abschlusszeugnisse unterschrieben, Unterlagen klar gemacht für zwei neue Instrumentallehrkräfte, ein Bewerbergespräch dazu geführt, Prüfungsunterlagen für meine Deutschklasse zusammengestellt und noch drei Kommentare geschrieben, die ich vergessen hatte, einige „Nur kurz, Herr Kuban“-Gespräche, Telefonate mit „befreundeten Schulen“ wegen der Brückenklassen im kommenden Jahr, abends wird eine Verabschiedungsfeier stattfinden für und von KollegInnen, die uns verlassen. Zwischen Vormittag und dem Termin wollte ich arbeiten, aber: Festplatte vergessen – auf der liegen vor allem verschlüsselte Personaldaten, die ich bräuchte. Stattdessen noch und wieder in das Rahmenkonzept „Brückenklassen“ für ukrainische Flüchtlingskinder gelesen. Mit dem Ministerialbeauftragten telefoniert, ein halber Satz von ihm am Rand machte mich stutzig, wollte das nachlesen, habs aber immer noch nicht wirklich kapiert. Morgen mal einen Schulleiter meines Vertrauens anrufen.

Abends Verabschiedungsfeier. Gegessen, Bier getrunken, dann aber nach der Zeit, die ich mir gesetzt habe, gegangen.

Abends Fernsehen glotzen, dann spät Facetime mit dem Land, allein eingeschlafen.

Nebenbei heute Vormittag eine Zeiterfassungs-App auf dem Smartphone installiert (Hours) und angeworfen. Hatte in Twitter davon gelesen.

Wollte ich schon länger. Aktuell Wirkung: Jedes Mal, wenn ich das Phone in die Hand nehme, um kurz auf Insta zu schauen oder auf Twitter, das Ding schnell wieder hingelegt, sonst hätte ich es ja als Pause deklarieren müssen. So gesehen, hat es schon gewirkt.

Frage mich also auch, muss ich Pause eingeben, wenn

  • ich auf Klo gehe
  • ich mir einen Kaffee hole
  • ich mit einem Kollegen spreche und das Gespräch ins Private geht
  • Ich mit dem Stellvertreter spreche
  • Ich vor dem Bildschirm esse
  • Ich die Verabschiedungsfeier eines Kollegen besuche: Arbeit oder Freizeit?

Schwierig.

Blogs, die mich diesbezüglich auch drauf gebracht haben:

  • 2000 Hours: Ein Lehrer aus den USA, der seine Arbeitsstunden in einem Jahr mal aufschreiben wollte, dies aber nur sehr sporadisch tat, weil er so viel zu tun hatte. Aber so doch auch interessanter Einblick in das Lehrersein in den USA.
  • Zeiterfassung 2020/21 (Die reine Leere)

30 Tage #13 #2022-07-17

Bis 7:30 geschafft. Auch nur zwei Mal vorher wachgeworden. Irgendwann um halb drei, dann um 5 rum. Kaffee um 8 im Bett getrunken. Bis Zwerge Aufmerksamkeit benötigten.

Gearbeitet heute: Hauptsächlich Aufgaben geordnet, Zeugnisvorbereitungen für die Abschlusszeugnisse, Putzen in der eigenen Wohnung. Nächste Woche wird bissi anstrengend.

Gegessen: Aufgetautes Schokohörnchen von letzter Woche, weil mittags verabredet, wo es dann sehr schönes Schäuferl gab. Nachmittags ein kleines Brötchen und zwei Eier, die wegmussten. Eine Handvoll gemischter Nüsse. Schönes Radler zum Abrunden auf dem Balkon beim Lesen.

Ich koche in letzter Zeit wenig in der eigenen Wohnung, also “Kochen“: schnippeln, braten, kochen, backen – eher so kalt oder kurz, wenig Schnippelei oder durchs Viertel schlurfen und irgendwo einkehren. Die Küche kann also für alles mögliche verwendet werden – wie jetzt zum Tippen oder eben für das Fahrrad. Vor zwei Wochen habe ich gemerkt, dass es einfacher ist, das Fahrrad von der Küche nach draußen zu bringen, als es aus dem Keller zu wuchten. So ein alter Keller mit einer engen steilen Treppe, altes Ding, als Luftschutzraum ausgewiesen, wie es die Fassade verrät.

Da aber das Land heute Abend in die Stadt kommt, habe ich kurzfristig ein wenig umdisponiert. Ich will sie nicht zu sehr erschrecken.

Nachträglich Fotos bekommen

Beim Arbeiten, während andere Sport machen.

Meine Johannisbeertarte von gestern.

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Nicht allein eingeschlafen.

30 Tage #12 #2022-07-16

Vor sechs aufgewacht. An einem Samstag. Es ist zum Verrücktwerden. Zum Glück früher als sonst ins Bett gegangen.

Vormittags die anderen zum Sport begleitet, in den Schatten gesetzt, beim Sport zugeschaut und zwei Stunden gearbeitet – naja, überwiegend. Eingekauft auf der Rückfahrt.

Nachmittags immer mal wieder gearbeitet, irgendwann gekocht, gegessen, Hausarbeit. Und nebenbei in den Pool gesprungen und Wasserpistolenwettbewerbe ausgetragen.

Gekocht zweierlei Soßen zu Pasta: 1. Reste aus dem Gemüsefach – Champignons, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Schmand – 2. Forelle (frisch aus dem Ofen mit Kräutern im Bauch, Danke für die Forelle an den Stellvertreter!) in Dillschmand. Nebenbei eine Johannisbeertarte mit Schmandguss hergestellt. Irgendwie war durch Käufe bisschen viel Schmand im Kühlschrank.

Nicht viel (nix) Ungewöhnliches. Außer die Insektenstiche, die versorgt werden mussten. So viele und so starke wie ich es selten (nie?) sehe. Mich selbst hatte eine Wespe in der Hand erwischt. Leben auf dem Land.

Abends mit einigen zukünftigen Nachbarn auf der Terrasse, Frauenfußball-EM Deutschland-Finnland, Bier trinken, Pizza essen, „schmatzen“ (eigentlich „schmaazn“) wie mein Stellvertreter immer sagt (=miteinander reden, nicht immer sinnvolles Reden, manchmal abfällig gemeint).

Kratzers Wortschatz (SZ)

Abends wurde es sehr frisch, dass man sich wieder nicht die kommende Hitze vorstellen konnte.

Kleine Pizzen aus dem selbstgebauten Steinofen eines zukünftigen Nachbarn. Aus demselben Ofen kamen dann später noch Muffins mit flüssigem Schokokern.

Leben läuft. Nicht allein eingeschlafen.

30 Tage #11 #2022-07-15

Auto – viele Kilometer über die Autobahn zur Arbeit, glatt durchgekommen. Entspannend, im Auto gefrühstückt: Ciabatta-Brötchen mit Käse und Salami.

Schule mit vielen kleineren Abgleichgesprächen, Sitzung Schulleitung, Unterrichtsbesuch, Vertragsunterzeichnung, Bewerbergespräch neue Gesangslehrerin.

Mittags vom Nudelsalat von gestern mit Wienerle. Gekleckert, jetzt sieht mein Schreibtischstuhl aus wie mein Fahrersitz im Auto.

Nachmittags wieder aufs Land. Auf der Fahrt Fladenbrot. Heute wieder so ein Tag, wo ich dauernd essen könnte – was heißt könnte? Abends gab es Pizzabrötchen. Tiefkühlschrank noch sortiert. Und dann ein Eis in der naheliegenden Stadt, Spaziergang. Später zum Kindergarten.

Abends nicht allein eingeschlafen.

Gehört im Auto.

Spotify:

Was jetzt? (Zeit-Online)

Wo war der Landrat, als der Landkreis unter Wasser stand?

Ist das noch normale Sommerhitze?

Und sehr spannend:

Zeit-Online: Was jetzt

Spezial: Ey, Corona hat richtig…

Teenager während der Pandemie. Vier Mädchen aus Berlin, ein Jahr lang durch die Pandemie begleitet.

Man lernt nie aus

Ivannas Flucht aus der Ukraine

Borderline

30 Tage #10 #2022-07-14

Morgens mit dem Rad, nicht mehr wirklich kühl gewesen. Mittags schon sehr warm.

Schule: Telefonat wegen Inobhutnahme zur Regelung der schulischen Angelegenheiten – Terminvereinbarung und Überprüfung der Aufnahmemöglichkeiten einer Schülerin, die bis Februar 2019 bei uns war, dann abgeschoben wurde, weil der Asylantrag scheiterte, jetzt aber wieder da ist, jetzt als Kriegsflüchtling aus der Ukraine – Absprachen wegen Nachterminen zur AP – Raucher auf der Schultoilette – ausführliche Sitzung mit Stellvertreter – Sitzung mit Sozialpädagogen – viele Emails – wenige sonstige Telefonate

Mittags kurz heim, dann eingekauft, dann aufs Land gefahren. Gekocht, versucht zu entspannen, die krassesten Themen aus dem Kopf bringen. Geredet. Bisschen spazieren gegangen, dann Donner und Regen. Nicht allein eingeschlafen.

Frühstück Brötchen mit Stadtwurst aus dem Glas. Mittags irgendwas Belegtes vom Edeka, abends Nudelsalat mit Fischfrikadellen (TK-Ware, nicht gut).

Foto des Tages, kurz vor dem Einsteigen ins Auto, um aufs Land zu fahren.