Nachtrag über Dinge mit Kabel

Heute alles bekommen:

  • Apple TV 2
  • HDMI Kabel
  • optisches Audio
  • Micro-USB Kabel

Einmal angeschlossen, ATV funktioniert.

Jailbreak über Seas0npass durchgeführt. Endet mit einer Fehlermeldung 1602, nach Recherche im Internet habe ich das flugs ignoriert, denn der JB war dennoch durchgeführt worden.

Nach dem Jailbreak installiert – wobei das Installieren über eine Terminalverbindung vom iMac aus läuft. Sehr interessant, erinnerte mich an meine Linux-Versuche (hier läuft alles debian-basiert). Letzteres hat mir wohl auch dabei geholfen, nicht zu irritiert zu sein:

  • XBMC
  • nitoTV
  • Overflow
  • plex

Ergebnis des Ganzen: Apple TV steht. Der Stream über Wlan läuft sehr gut – bin aber dennoch auch per Lan verbunden. Das Herunterladen von Filmen über verschiedene Programme geschieht ebenfalls ohne Probleme. Es könnte nicht besser sein.

Als nächstes versuche ich noch den Browser zu installieren – Couch Surfer Pro. Dann probiere ich final noch aTV flash (black) aus – eine Lösung, die zu bezahlen ist. Aber ich stehe schon jetzt vor so vielen Schaltern, die ich ausprobieren kann, dass ich aufpassen muss…;).

Ansonsten aber: Zufrieden mit meiner Multimedia-Einrichtung daheim. Die Verschmelzung von Fernsehen und Internet liegt parat. Jetzt kommt noch der Feinschliff, aber grundsätzlich bin ich zufrieden.

Informationen für Interessierte:

Anleitung Jailbreak

Ausführlichere Beschreibung

Spiegel Online über ATV

Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

Über dieses Buch zu schreiben, nachdem ich vorhin die Ergebnisse meiner Osterwochenendrecherche dargestellt habe, erscheint natürlich. Denn dieses Buch habe ich an diesem Wochenende ebenfalls inhaliert.

Schon vor einigen Monaten habe ich darüber etwas gehört, vor allem konnte ich eine Leseprobe in die Finger bekommen, die ich laut glucksend ein paar Mal gelesen und an viele Kollegen per Email versendet hatte.

Wie es wirklich war

Im Anfang schuf Gott erst mal gar nichts. «Dafür ist auch morgen noch Zeit››, sprach er und strich sich zufrieden über den Bart.

Am zweiten Tag sprach Gott: „Ach, es sind ja noch fünf Tage übrig“, und sank wieder in die Kissen.

Am dritten Tag wollte Gott schon anfangen, das Licht von der Finsternis zu scheiden, aber kaum hatte er sich auch nur einen Kaffee gekocht, war der Tag irgendwie schon vorbei.

Am vierten Tag dachte Gott ernsthaft darüber nach, jemand anderen die ganze mühsame Schöpfungsarbeit machen zu lassen. Aber es war ja noch niemand da.

Am fünften Tag hatte Gott andere Dinge zu erledigen, die viel dringender waren.

Am sechsten Tag überlegte Gott, ob es wohl möglich war sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen. Es fiel ihm aber nichts Rechtes ein. Schließlich war er allmächtig, was die meisten Ausreden ein bisschen unglaubhaft wirken lässt.

Am Sonntag um fünf vor zwölf schließlich schluderte Gott hastig irgendwas hin : Wasser, Erde, Tag, Nacht, Tiere, Zeugs. Dann betrachtete er sein Werk und sah, dass es solala war. „Aber für nur fünf Minuten „, sagte er, „gar nicht so schlecht ! „

Ich hatte keine konkreten Erwartungen an die Lektüre. Vielleicht so eine Art ironischen Ratgeber – nach dem Motto: Macht genau das Gegenteil von dem, was wir hier schreiben, dann geht’s euch besser.

Insgesamt aber ist es ein breiter Überblick über die Prokrastinationsforschung und ihre wesentlichen Ergebnisse. Nein, keine Angst, kein Sachbuch. Es ist insgesamt eine witzige Mischung aus persönlichen Berichten, kurze Darstellung von Forschungsergebnissen und Top 3-10 Listen, was man beherzigen kann oder, in dem Zusammenhang des Buches, eher lassen soll.

Logischerweise fühlte ich mich in vielen Kapiteln ertappt, z.B.

  • Das Später-Prinzip
  • Heute jedoch nicht
  • Schön, schlank und fit in 30000 Tagen
  • Nur ein Vierteljährchen

Fast denke ich, man könnte ein Lehrerbuch draus machen. Vor allem bei der Beschreibung von Deadlines / dem Einhalten von Terminen. Schulaufgaben habe ich ja nun auch nicht zum ersten Mal an einem Wochenende korrigiert – und ich meine nicht das erste Wochenende nach dem Schreibtermin.

Natürlich ist das Buch gespickt mit Hinweisen auf Biografien von Prokrastinatoren, die erfolgreich waren. Aber mir vermittelte vor allem die Darstellung aller Ausreden, Verhaltensweisen und Aufschiebearten ein gutes Gefühl. Ein wahnsinnig gutes Gefühl. Das unübertroffene Gefühl, dass ich nicht allein bin. Aber noch viel wichtiger der Gedanke, dass der ewige Kampf gegen den Schweinehund ein Kampf auch gegen gesellschaftliche Normen (Arbeitsethos etc.) ist und damit ohnehin unheimlich ermüdend – also: für was? Um sich noch schlechter zu fühlen?

Auch spannend fand ich den Perspektivenwechsel dahingehend, dass Prokrastination ja nicht einfach mit Faulheit zu verwechseln ist, sondern eher eine Lust- oder Motivationsverschiebung. Wie könnte man sich sonst diese vielen Blogeinträge erklären, die dauernd entstehen? Vor allem von Leuten, die NICHT dafür bezahlt werden, sondern für ganz etwas anderes.

Aber ich will nicht zu analytisch und sozialkritisch sein, denn dies würde dem Buch nicht gut tun. Es ist kein Ratgeber , kein wissenschaftliche Grundsatzarbeit. Vielmehr eine augenzwinkernde Beschreibung von Verhaltensweisen, die im Grund bei uns allen vorhanden sind, allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung.

Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert. Unangenehm wurde es nur, als die handelsübliche Ratgeberliteratur besprochen wurde: also das ganze Simplify your life, Bekämpfen sie den Schweinehund und Getting Things Done. Denn die standen in meinem Regal, bis gestern.

Jetzt müsste ich eigentlich noch zwei Schulaufgaben korrigieren. Und dann den Papiermüll sondieren. Und einkaufen.

Naja, erstmal den Schreibtisch aufräumen.

Dieselben Dinge mit Kabel (Apple TV, iPad und XBMC)

Fernseher

An den Ostertagen hatte ich trotz wegen der Korrekturen ein wenig mehr Zeit zum Grübeln über meine Mediengeschichte und konnte mich hemmungslos ausführlich im Internet umschauen und informieren. Vor einer Woche schon hatte ich mir meinen HD-Fernseher bestellt, der nicht nur ein besseres Filmerlebnis bieten sollte, sondern auch eine direkte Anschlussmöglichkeit für mein NAS. Der Toshiba 32xv743G sollte dies und einige andere Wünsche bewerkstelligen: Full-HD, interner DVB-S-Tuner, USB-Anschlüsse, interner Media-Player, LAN-Anschluss (Dlna-fähig).

Erstes Ergebnis: Die Fähigkeit des TVs Medien abzuspielen ist sehr, sehr eingeschränkt.  Dlna scheint ein schöner Werbebegriff zu sein. Heißt in meinem konkretem Fall aber, dass das Gerät nur Mpeg-Filme abspielt – jedenfalls über LAN. Per USB scheint er andere Formate zumindestens zu erkennen, müht sich aber bis zur Bewusstlosigkeit ab, diese zu spielen.

Dass die Vorteile des TVs insgesamt gegenüber dem Altgerät überwiegen, lohnt die Rückgabe nicht. Aber technisch bin ich ein wenig enttäuscht – vor allem, weil immer vor so einer Anschaffung endlos begeistert bin.

Media-Player (MP)

Die nächste Aufgabe, die bedeutend mehr Zeit in Anspruch nahm, war die Recherche bezüglich einer Media-Player Lösung – weil der Toshiba es ja nicht lösen konnte. Folgende Geräte kamen abwechselnd auf die Amazon-Kassenliste:

  • WD Live TV – ein Western Digital MP, der alle Formate spielen soll, die es gibt, naja fast, der leise vor sich hindämmert, einfach zu bedienen ist; leider aber kann er auch nicht viel mehr
  • Dlink Boxee Box – Media-Streamer und Player mit dem freien System Boxee
  • Revo R3700 – Mini-PC, der mit einem aufgespielten Linux und XBMC zum Media-PC fürs Wohnzimmer mutieren sollte
  • Zotac Mini Nettop – Mini PC, der mit aufgespieltem Linux und XBMC ausgestattet werden kann
  • ein selbstgebauter MP aus einem Antec Barebone plus RAM und SSD-Festplatte – kann alles, muss aber gepflegt werden und kostet nach meinen Angaben um die 400,-
  • dazu dann Geräte von/wie Fantec, Xtreamer, ASUS O! Play Air

Apple TV

Entschieden habe ich mich, mein technisch versierter Freund – nennen wir ihn Christian – , wird schmunzeln, aber er hat es mir irgendwann mal sogar geraten, was ich mit einer gespeicherten Email beweisen kann, für ein Apple TV, und zwar nach Grübeln für die neue Variante.

Dies hatte einige Gründe, denn das Ding

  • ist preiswert (bei Amazon noch preiswerter als bei Apple)
  • sieht gut aus
  • hat einen niedrigen Verbrauch (wobei ich eine Steckerleiste zum Ausknipsen verwende)
  • kann mit einem Jailbreak dazu überredet werden, sich wirklich und gut zu entfalten: XBMC drauf spielen oder/und die Alternative aTV flash (black), die allerdings ein wenig kostet und
  • beherrscht nach dem JB alle Formate und kann mit Addons problemlos erweitert werden (für Online-Movie, – Radio, -Bilder, -usw., – Netzwerke)
  • arbeitet problemlos mit meinem iMac zusammen
  • hat eine Wlan-Möglichkeit eingebaut
  • ist einfach (die Fernbedienung hat 6 Knöpfe!)
  • muss ich nicht dauernd befrickeln, anfangs nur den Jailbreak hinbekommen und dann entspannt sein
  • kann man später mit entsprechenden Geräten wie iPhone und iPad fernbedienen (Apps gibts dazu schon).

Zwei Nachteile werden immer wieder genannt: die Geschlossenheit des Systems (wird mit JB aufgehoben) und die mangelnde HD-Fähigkeit (bei ATV nur bis 720p). Letzterer Nachteil war mir am Ende letztlich egal, da ich weiß, durch Christian, dass mein /Zitat/ „kacklangsames Netzwerk im Haus“ ohnehin für das Streamen von HD-Filmen nicht ausreicht. Dafür kommt später ein entsprechender Player noch unten drunter irgendwann, mit Blue Ray usw.

Das ATV wurde gerade eben verschickt, wie Frau Amazon mir mitteilte. Und ausnahmsweise habe ich dran gedacht, mir gleich alle Kabel dazu zu bestellen: HDMI, optisches Audio, Micro-USB (zum Jailbreaken). Ist natürlich armselig, das so etwas nicht beiliegt, aber wie soll man das auch in dieses kleine weiße Kästchen reinbekommen?

XBMC und iPad

Nach der Bestellung habe ich mich zum Thema XBMC etwas schlau gemacht und bin darauf gestoßen, dass es auch auf dem iPad zu installieren ist. Da es kostenlos ist und ich den Jailbreak ohnehin schon durchgeführt hatte, ging dies recht zügig. Und nach dem Aufspielen wunderte ich mich dann doch. Christian hatte zwar immer davon vorgeschwärmt, aber selbst auf dem iPad ist es ein kleines Medien-Schweizer-Taschenmesser.

  • Es liest alle Formate, die ich habe
  • Es verbindet sich anstandslos mit meinem NAS über Wlan
  • Es sieht gut aus
  • Es lässt sich intuitiv bedienen

Aber die größte Überraschung war es, als ich mir einen Film streamte. Wie ich in anderen Artikeln erwähnte, benutzte ich zum selben Zweck vorher den yxplayer, den es als App im Appstore gibt. Dazu erwähnte ich auch, dass das Streamen nicht flüssig lief. Mit XBMC aber läuft der Stream cremig wie nix. D.h. theoretisch wäre das iPad nun selbst ein eigenständiger Media-Player, der ja über Composite-Dock-Kabel mit dem TV verbunden werden kann.

Aber das brauche ich ja nun nicht mehr.

Übrigens:

XBMC lässt sich auch auf Windows und Mac-Rechnern installieren. Boxee übrigens auch.

So kann es aussehen.

Ein Wiki zu XBMC, noch im Aufbau.

XBMC auf iPad installieren.

 

Bilder (in der Reihenfolge) von
computeruniverse.net
www.amazon.de
xbmcwiki.ztreambox.org

Endlich Ferien…(mal wieder lesen…)

Eigentlich sollte der erste Ferien-Eintrag folgendermaßen beginnen:

Ich hab dieses Mal nicht aufgepasst vor den Ferien. Ist was schief gelaufen. Überschrift: Schöne Ferien.

Legende (von oben nach unten): schriftlicher Test 10. Klasse Sozialkunde, 5 Hefte Projektschulaufgabe Deutsch 8 (von insgesamt 31), Schulaufgabe 10. Klasse (letzte vor der Abschlussprüfung).

ABER.

Heute erster Ferientag. Sonne. Tierarzt. Einkaufen. Und dann in den Garten flacken (süddeutsch für: flegeln) und die junge Katze zum ersten Mal draußen laufen lassen.

 

Marie in der letzten Woche: nach der Kastration, auf dem Schreibtisch meiner Frau.
Marie heute im Garten

Und dabei habe ich gesessen und gelegen und gelesen. Endlich das Buch vom Nachttisch, welches dort seit Wochen herum liegt: Tschick. Von Wolfgang Herrndorf.

Wunderbar. Konnte nach Wochen, wo ich mich müde von Seite zu Seite gequält habe (bis Seite 20), endlich entspannt alles in einem Rutsch lesen. Hatte es ja schon bei Herrn Rau entdeckt und ohne dies zu wissen, brachte meine Frau es dann nach Hause. Und ich legte es heute nicht aus der Hand.

Und es hat meinen ersten Ferientag bereichert. Auch wenn die Wirkung des Gelesenen irgendwie seltsam ist, denn nach der Lektüre dachte ich mir: „Wow, hast du je so einen Sommer gehabt?“ Besser können die Ferien nicht beginnen….

Ja, natürlich klassenlektüretauglich. Aber vor allem eine wahnsinnig gute Geschichte. Und daher tauglich. Ganz einfach so.

Wenn man von Identitätsbildung u.ä. im Literaturunterricht sprechen möchte, hat man hier das Paradebeispiel des Coming-Of- Age. Und auch hat man gleichzeitig beim Lesen einen Film im Kopf, beständig.

Ich warte auf das Taschenbuch, weil ich meine Lektüren schon durch habe. Aber das Buch bietet einiges an, was zu entdecken wäre.

Abweichend von dem auch von Herrn Rau abgelehnten Zu Tode analysieren wäre auf jeden Fall der Bezug zu ähnlichen Filmerzählhandlungen notwendig. Ich mache mit meinen Klassen zum Thema Filmanalyse gern „Im Juli“ von Fatih Akin. Hier lassen sich in den ersten Minuten des Films alle Grundbegriffe erarbeiten. Desgleichen liegt hier eine Version eines Road-Movies vor. Weiterhin lassen sich in der Erzählhaltung des Films Parallelen zum Buch finden, da hier auch im Rückblick erzählt wird.

Weiterhin wäre ein Vergleich möglich mit zwei anderen Buddy-Figuren, die in Form eines Krimis Einzug in meinen Unterricht gehalten haben

Werde ich jemals einen solchen Sommer haben?

 

Eine erwachsene, fortführende Version übrigens: Bundesautobahn von Johannes W. Betz.