Seit einigen Jahren gibt es hier in Zusammenarbeit mit der Uni die sogenannte lehr:werkstatt. In diesem Projekt werden je ein Lehrer und ein Lehramtsstudent zusammengebracht, die ein Jahr lang ein Tandem in der Schule bilden. Dabei sollen sich beide gegenseitig unterstützen und der lehr:werker soll einen umfangreicheren und tieferen Einblick in den Schulalltag und die Arbeit eines Lehrers bekommen. Außerdem kann dieses Jahr zwei der in Bayern geforderten drei Praktika ersetzen.
Im Rahmen des Schuljahres gibt es Blockphasen, in denen der Student mehrere Wochen durchgehend an der Schule ist und dann wieder Phasen, wo er nur an einem Tag anwesend ist – wohl während des Semesters. Zusammen sollen zu Beginn des Schuljahres dann Veranstaltungen an der Uni besucht werden.
Man kann sich zwar einfach dafür anmelden, die Zusammenstellung der Tandems aber ist nicht so ganz simpel. Zu diesem Zweck gibt es ein Online-Matching-Tool, bei dem sich beide Seiten getrennt voneinander anmelden und anhand eines Fragebogens ihre Erwartungen und Wünsche angeben. Auf dieser Basis werden dann die Partner zugeordnet. Es kommt zu einem Treffen und dann zu einer Entscheidung, ob man wirklich ein Jahr lang zusammen arbeiten möchte.
Ich hatte mich schon vor 3 Jahren dafür angemeldet, aber bisher keinen Studenten „bekommen“. Nun wurden verstärkt noch einmal bestimmte Fächer gesucht, u.a. Sozialkunde – und diesmal hat es geklappt.
Der lehr:werker besuchte mich heute in der Schule und wir führten ein erstes Gespräch. Ich bin zuversichtlich, auch wenn mir erst im Laufe des Gesprächs klar wurde, wie groß mittlerweile der Altersunterschied zwischen mir und einem Studienanfänger – hier im dritten Semester – ist.
Er liegt bei aktuell 28 Jahren.
Was ich mir verspreche, fragte er mich. Ich antwortete, dass ich hauptsächlich neue Impulse suche und eine andere Perspektive. Ich habe schon Referendare und Praktikanten betreut, aber noch nie jemanden in einem so frühen Stadium. Bedeutet: Ich bin wirklich gespannt. Die Entscheidung haben wir beide noch nicht gefällt, sondern lassen noch ein, zwei Tage ins Land gehen.
Ich nahm ihn übrigens spontan mit in meine 7. Klasse Deutsch, auch wenn das nicht sein Fach werden wird und schon krähte mir eine fröhliche Schülerin entgegen: „Ist das ihr Sohn?“
Das mit dem Altersunterschied scheint dich ja wirklich beschäftigt zu haben… aber schöne Sache. Ich habe dieses Jahr mit mir gerungen, ob ich mich bewerben soll, aber ich habe schon eine Kollegin zu einem Intensivpraktikum überredet und selber ein reguläres studienbegleitendes Praktikum, das wäre mir dann zu viel geworden. Klang aber sehr reizvoll.
Ja, schon ein bisschen, das mit dem Alter. Aber ich krieg mich ein.
Ich habe bisher an der alten Schule erst einmal einen Lehrwerker mitbekommen – das schien sehr interessant zu sein. Nächstes Jahr ist geplant, dass ich als neue Aufgabe die Gesamtbetreuung der Referendare dazu bekomme, sozusagen als Einstieg in die Persnalverwaltung und -verantwortung. Da sehe ich dann näher auch noch das andere Ende der Lehrerausbildung.
Das mit dem Altersunterschied scheint dich ja wirklich beschäftigt zu haben… aber schöne Sache. Ich habe dieses Jahr mit mir gerungen, ob ich mich bewerben soll, aber ich habe schon eine Kollegin zu einem Intensivpraktikum überredet und selber ein reguläres studienbegleitendes Praktikum, das wäre mir dann zu viel geworden. Klang aber sehr reizvoll.
Ja, schon ein bisschen, das mit dem Alter. Aber ich krieg mich ein.
Ich habe bisher an der alten Schule erst einmal einen Lehrwerker mitbekommen – das schien sehr interessant zu sein. Nächstes Jahr ist geplant, dass ich als neue Aufgabe die Gesamtbetreuung der Referendare dazu bekomme, sozusagen als Einstieg in die Persnalverwaltung und -verantwortung. Da sehe ich dann näher auch noch das andere Ende der Lehrerausbildung.
Bin mal wieder (warum auch immer) im Internet über dich gestolpert. Meine Praktikumszeit bei dir liegt nun doch schon einige Jahre zurück – denk nach wie vor gern daran. Umso schöner finde ich es, dass du nicht in dieser Routine landest, die leider bei einigen Kollegen eintritt. Stattdessen suchst du nach neuen Impulsen. Spitze!
Mittlerweile bin ich in der Mittelschule gelandet (Dank SoMa Wahnsinn und keiner Planstelle an der RS) und darf im kommenden Schuljahr zum ersten mal eine Lehramtsanwärterin an der Hand nehmen – ich freu mich. Obowhl ich, da im zweiten Jahr der SoMa, selbst noch in „Ausbildung“ bin, wurde mir das anvertraut. Verrücktes System…
Viele Grüße aus Oberfranken!
Verrücktes System. Du sagst es.
Und ich hätte dich so gern in der Schule, meiner Schule gesehen. Weil du richtig gewesen wärst/bist. – Und es ist ja nicht so, dass wir dich nicht bräuchten
Aber das System, ja.
Ehrlich gesagt, fühle ich mich mit dem Klassenlehrerprinzip der Mittelschule ganz wohl. Irgendwie habe ich da so meine „Berufung“ gefunden. Aber das musste ich in den letzten Jahren erst einmal heraus finden. Manchmal bin ich mehr Sozialarbeiter oder Erzieher als Wissensvermittler, allerdings erfüllt mich das ungemein.
P.S.: Lustigerweise ist eine meiner tollsten Kolleginnen aus dem Ref (und seitdem gute Freundin) bei dir an der Schule – momentan allerdings in Mutterschutz. Die Welt ist klein!
Ich habe das Ach nicht als Abstieg für dich gesehen, sondern eher als Verlust für uns..
Und die Kollegin wirst du mir sicher in einer Email nennen, oder?
Bin mal wieder (warum auch immer) im Internet über dich gestolpert. Meine Praktikumszeit bei dir liegt nun doch schon einige Jahre zurück – denk nach wie vor gern daran. Umso schöner finde ich es, dass du nicht in dieser Routine landest, die leider bei einigen Kollegen eintritt. Stattdessen suchst du nach neuen Impulsen. Spitze!
Mittlerweile bin ich in der Mittelschule gelandet (Dank SoMa Wahnsinn und keiner Planstelle an der RS) und darf im kommenden Schuljahr zum ersten mal eine Lehramtsanwärterin an der Hand nehmen – ich freu mich. Obowhl ich, da im zweiten Jahr der SoMa, selbst noch in „Ausbildung“ bin, wurde mir das anvertraut. Verrücktes System…
Viele Grüße aus Oberfranken!
Verrücktes System. Du sagst es.
Und ich hätte dich so gern in der Schule, meiner Schule gesehen. Weil du richtig gewesen wärst/bist. – Und es ist ja nicht so, dass wir dich nicht bräuchten
Aber das System, ja.
Ehrlich gesagt, fühle ich mich mit dem Klassenlehrerprinzip der Mittelschule ganz wohl. Irgendwie habe ich da so meine „Berufung“ gefunden. Aber das musste ich in den letzten Jahren erst einmal heraus finden. Manchmal bin ich mehr Sozialarbeiter oder Erzieher als Wissensvermittler, allerdings erfüllt mich das ungemein.
P.S.: Lustigerweise ist eine meiner tollsten Kolleginnen aus dem Ref (und seitdem gute Freundin) bei dir an der Schule – momentan allerdings in Mutterschutz. Die Welt ist klein!
Ich habe das Ach nicht als Abstieg für dich gesehen, sondern eher als Verlust für uns..
Und die Kollegin wirst du mir sicher in einer Email nennen, oder?