30 Tage #27 #2022-07-31

Auf dem Land aufgewacht, 6:45 Uhr. Das muss noch besser werden. Wetter sehr unbestimmt, später sehr warm.

Nach dem Frühstück (gelungenes Rührei dabei) rumgegammelt. Dann aber zu einer kleinen Radtour aufgebrochen. Ich hatte mein analoges Fahrrad dafür schon mitgebracht. Komoot zeigte nur eine (!!!) Radtour in der Gegend, sonst nur viel Land. Waldwege nicht gekiest, sondern geschottert, bergig, muss man mal sehen in den Ferien, ob’s da nicht doch mehr gute Wege gibt.

Später kam die Nachbarin, hatte eine Tüte mit Wallerfilets dabei. Der Nachbar, mit dem wir schon angeln waren, musste in seinem Verein einen Teich notabfischen, offenbar wurde dabei auch ein 1,80m Waller rausgeholt, der dann in kleinen Portionen seinen Weg fand. Den eingefroren für eine Mahlzeit nächstes Wochenende.

Für zwei Stunden allein mit den Kurzen gewesen. Pizzateig angesetzt und gegen Langeweile angeredet. Gegessen, Espresso, geredet über die kommenden Wochen. Dann nach Nürnberg gefahren. Wäsche waschen, bisschen aufräumen, die Rechnung mit der 2. Mahnung überwiesen. Danach Papierablage durchsucht nach weiteren Rechnungen und u.a. einen einzelnen Socken gefunden, der zu dem anderen einzelnen in der Schublade passt. Es fügt sich also alles.

EM Frauen geschaut, spannend, zwei gleich starke GegnerInnen gesehen, was das Ergebnis nicht zeigte.

Das Land kam noch. Film gesehen. Nicht allein eingeschlafen.

Frühstück mit den Brötchen aus dem Nachbardorf und einem gut gelungenen Rührei. Mittags dann Pizza, Radler. Abends CousCous Salat mit Thunfisch aus der Dose vom Discounter. Ein Radler. Schokolade.

Bombenwetter heute

Fahrradtour
Und manchmal so.

30 Tage #26 2022-07-30

In Nürnberg nicht allein aufgewacht. Vormittags rumgetrödelt, bisschen aufgeräumt. Später dann dem Land hinterhergefahren, was recht hektisch wurde, weil mir kurzfristig gesagt wurde, dass jemand Geburtstag hat und ich schnell noch einen Sechser-Fränkische-Auslese-Bier besorgen musste. Dann aufs Land, aber zu Verwandten. Dort den Tag bis zum späten Nachmittag verbracht, gegessen, in der Sonne gesessen, ein bisschen umhergewandert. Nachmittags dann zu zweit müde auf die Couch gesackt, die andere bewacht beim Schlafen und mit bösen Blicken alle Anträge der Kurzen abgewehrt.

Essen: Morgens Brötchenfrühstück mit Schinken und Käse, mittags Cordon Blö und Reste von anderen. Eise zum Nachtisch. Abends noch eine Tüte Linsen-Chips – ganz wenig Kalorien. Ein Radler zum Mittag.

Vormittags Barbertermin außerhalb von Nürnberg und hinterher wieder überrascht, wie unterschiedlich das Ergebnis bei derselben

Angabe „Haare: Seiten kurz, oben etwas länger, Kante rasiert und Bart: Seiten kürzer und nach unten länger und spitz zulaufen“ in unterschiedlichen Barber-Shops ausfällt wird. Bin jedes Mal gespannt, worauf es hinausläuft. Heute eher wieder die türkische Richtung. Aber zufrieden.

Früh schlafen gegangen und nicht allein

Wen es interessiert, Bier-Auslese:

In alten und rundum alter Häuser.

Fahrrad
Tapete.

Es fühlt sich an wie Ferien heute. Keine Gedanken an Schule.

30 Tage #25 #2022-07-29

Mit dem Auto vom Land in die Stadt. Etwas später, wie immer in dem Zusammenhang.

Schule: Morgens nur kleines Zeitfenster zur Endkonferenz. Viele kleine Abschiede schon. Eine wie immer zu persönliche Endjahresrede im Kollegium gehalten, organisatorische Sachen geklärt, Verabschiedungen, bei denen mir die Personal-Schwierigkeiten im Jahr wieder vor Augen geführt wurden. Schluss.

Nachmittags sehr müde geworden, trotz ausreichend Schlaf in der Nacht. Hingelegt und hinterher zerschlagen gefühlt, körperlich und mental. Hatte ich so auch schon lange nicht mehr.

Die Sitzung morgens auf dem Balkon beim Schreiben ist seltsam: Die Bäume verlieren bei kleinen Windstößen große Mengen Blätter. Einzelne der alten Bäume im Hinterhof sind schon im Herbstmodus. Der Boden ist stellenweise herbstlich. Ich denke, es ist die Hitze, kann mich nicht erinnern, dass es letztes Jahr hier schon so ausgesehen hat.

Morgens nichts gegessen, Zeit war zu knapp. Breze und belegtes Brötchen mitgenommen, Breze im Auto gegessen, Brötchen in der Schule. In der Schule kamen irgendwoher Blaubeermuffins, von denen ich elendes Sodbrennen bekam. Mittags dann noch mal belegtes Brötchen daheim. Abends verabredet seit langem mit, wie ich später feststellt, den längsten Freunden aus Nürnberg im Würzhaus in Nürnberg. Feines Abendessen mit ihnen, insgesamt:

  • Beeren-Bowle zu Anfang (alkoholfrei hätte mir besser geschmeckt)
  • Zwiebelbrot mit (vergessen, Aufstrich, Joghurt, Kräuterjoghurt so halt)
  • Küchengruß Karotte-Kamille (nun gut)
  • Kalmar, Chicorée, Holunder (fein mit zunehmender Schärfe)
  • Sauerampfer Sorbet (spannend erfrischend)
  • Rind-Zuchini-Salsa Verde (Fantastisch!!11), dazu Wein
  • Erdbeere-Schokolade (dazu Wein), bzw. geteilt mit dem Land neben mir: Brie-Stachelbeere (hmmm lecker, beides)
  • Espresso Macchiato

Musste hinterher nicht zum Gemüse Kepab am Friedrich-Ebert-Platz in der Nähe. Dieser wurde mir aber vor einer Woche sehr empfohlen – also ein Termin in den Ferien!

Ferien beginnen natürlich noch nicht. Aber daran habe ich mich in den letzten 13 Jahren auch schon gewöhnt. Das neue Schuljahr beginnt am Montag, es stehen also Klassen-neu-Bildungen an, Anmeldegespräche, Schülerverteiler. Mittwoch wissen wir dann, hoffentlich, wieviele SchülerInnen wir bekommen werden. Jedenfalls so ungefähr. Ab Donnerstag kann man entspannen.

Nicht allein eingeschlafen.

30 Tage #24 #2002-07-28

Mit dem Auto, weil ich später noch aufs Land fahren möchte. Es ist überraschend und schön kühl auf dem Balkon morgens, wenig über 10 Grad. Im Verlauf des Tages aber wieder schwül.

Schule: Wandertag, d.h. sehr ruhig im Haus. Leistungsprämie Angestellte auf den Weg gebracht, Klassenbildung überdacht und neue Klasse angelegt, keine Ahnung, wie ich die mit LehrerInnen versorgen soll, aber 36 SchülerInnen in einer Klasse sind einfach nicht drin, sehr viele Sitzenbleiber (wenig überraschend), endgültige Entscheidungen auf nächste Woche verschoben, wir haben deutlich über 40 Voranmeldungen, werden also entgegen der Statistik des KM, die für mich gleichbedeutend mit geringsten Stellenzuweisungen war, deutlich überschreiten, Absprachen zu den Willkommensklassen im kommenden Jahr, Personalgespräche, Notizen zur Endkonferenz.

Die Unterrichtsplanung für das kommende Jahr ist zu einem großen Teil völlig unklar.

Morgens nichts, sondern den Nachtisch, den ich am Abend vorher nicht mehr schaffte (sic!), als Frühstück mit in die Schule genommen (Himbeeren, Vanille-Joghurt, Schoko-Crunchy-Müsli), auf der Fahrt aufs Land dann Mittagessen vom Discounter, abends das Hühnchen auf Kardamomreis zu zweit gekocht – und es war der Hammer – alle am Tisch haben davon gegessen und nur eine wollte Ketchup zum Huhn. Danach große Portion Eis mit Sahne für alle. Wieder sehr satt ins Bett. Ein Radler, wieder im Pool, eins zum Abendessen.

Bisschen sehr grüblerisch weiterhin. Gibt ein paar Trigger-Momente aktuell, die mich an schwierige Zeiten erinnern. Ansonsten gut drauf. Abends nicht allein eingeschlafen.

Herr Mess hat in seinem Blog einen wahnsinnig guten und treffenden Blogeintrag geschrieben über seine Endjahresstimmung, die wohl die aller LehrerInnen beschreibt, bei dem man sich ärgern kann, dass man den nicht selbst verfasst hat. Nein, nicht wirklich. Man freut sich aber eher, dass es jemand auf den Punkt gebracht hat.

Mittagessen für Sieger
Abends deutlich besser.

30 Tage #23 #2022-07-27

Auto, weil ich am Nachmittag noch in den Biergarten wollte mit dem Stellvertreter, um in Ruhe ein paar Dinge zu bereden – und zu schmaazn, wie er so gern sagt. Immer wieder gelobt also: Der Brückkanal-Biergarten nahe Feucht. Außerdem will ich abends zu Ikea.

Schule: Personalplanung, unangenehme Gespräche (also von meinem Gefühl her), mehrere, KM Telefonate zwei, weitere Zeugnisse unterschreiben, Unterrichtsbesuch bei einer ehemaligen Schülerin, die ihre Ausbildung an einer internationalen Schule in Mostar nach dem Realschulabschluss vorstellt (spannend), im Gespräch mir von der Schulhündin erzählen lassen, die nach Corona (Probleme mit Masken und dem Lockdown) wieder auf einem guten Stand ist (sehr schön, auch weil die Kollegin so bewegt und fröhlich davon erzählte).Viel war heute auch schön, erleichternd vielleicht – kurze Gespräche mit neuen KollegInnen darüber, wie sie sich eingelebt haben. Anderes nicht. Es stehen weitere Gespräche an, die nicht angenehm sein werden.

Morgens Panino mit Quark und Marmelade, in der Schule ein Brötchen mit Schinken und Käse, nachmittags Schäufele und drei Radler, abends Brötchen mit Schinken Käse, der Rest CousCous Salat von gestern. Recht satt ins Bett.

In den Gesprächen mit den neuen KollegInnen Beschreibungen bekommen, die gut klingen: Einmal der Hinweis, dass die Wege zur Schulleitung bei uns ungewöhnlich kurz sind und ebenso kurz die Konferenzen. Dass die SchülerInnen vielleicht fordernder, aber auch herzlicher sind. Dass das Kollegium ungemein unterstützend ist und neue KollegInnen sehr gut aufnimmt.

Und da wir dabei sind, und weil es mich besonders gefreut hat, so ganz persönlich: Neulich berichtete mir eine Kollegin (ich gebe es sehr verkürzt wieder), dass ein externer Partner im Gespräch mit einigen der KollegInnen festgestellt hat, dass man an unserer Schule wenig Angst vor Fehlern hat, bzw. umgekehrt die Fehlertoleranz der Schulleitung auffallend hoch ist. (Habe ich das so richtig wiedergegeben?).

Letzteres freut mich, weil ich damit für mich selbst zum ersten Mal feststelle, dass etwas, das ich mir als Schulleiter als Ziel gesetzt habe, angekommen ist. Jetzt muss ich es nur noch schaffen, mit meinen eigenen Fehlern besser umzugehen.

Am Abend noch „The Gray Men“ zu Ende geschaut. Nichts mehr lesen können. Ich hoffe (beabsichtige), in der kommenden Woche zur Ruhe zu kommen. Fahrrad aus der Küche in den Keller geschafft. Am Wochenende Besuch.

Rezept rausgesucht für Donnerstag: Hähnchen mit karamellisierten Zwiebeln und Kardamomreis – mal sehen, ob es allen am Tisch schmecken wird.

Abends Facetime mit dem Land, allein eingeschlafen.

War bei Ikea, einen Tisch für den Balkon besorgen. Und damit gehen herzliche Grüße raus an @kaltmamsell

Das im Hinterhof lebende Eichhorn ist schon wieder ganz geschäftig.

Aktuell schön kühl am Morgen und recht ruhig. Sehr nachdenklich heute morgen, habe den Kern dessen noch nicht gefunden. Heute ist Donnerstag.