Dinge mit Kabel

Schon fast zehn Tage rum im April und noch keine vernünftigen Artikel. Da muss doch was her, z.B. etwas über Dinge mit Kabel.

Seit ich diesem Web2.0-Blog-Twitter-iDings-Papierlos-Lehrertasche-Krimskrams erlegen bin, hat sich auch die Zahl der Geräte mit Kabel hier in diesem Haus und dieser Ehe erhöht. Zum Glück sind die meisten so klein, dass sie nicht gleich auffallen, so wie mein neuer iPod classic, von dem bisher nur ich weiß.

Nun gibt es aber wohl in diesem Blog-Dingens ja auch die schöne Tradition, seine Geräte nicht nur zu kaufen, sondern auch darüber zu schreiben.

Ergo.

Mit dem Umstieg auf die digitale Lehrertasche wurde mir irgendwann das Problem drängend, dass ich mehr über eine ordentliche Datensicherung nachdenken muss. Bisher war eine 1 TB große externe Festplatte neben dem Rechner dafür da, verbunden über Firewire. Was aber im Fall eines Einbruchs oder eines einfachen Plattencrashs? Meine Vorgänger Festplatte war, wie ich nach Recherchen des Internets entnehmen konnte, den „click of death“ gestorben und ich hatte grad noch vor dem letzten Klick alle Daten herunter ziehen können.

Nach Beratung mit einem technisch versierten Freund und einem tiefen Durchatmen entschied ich mich für ein NAS, also eine netzwerkbasierte Backup-Lösung. Seitdem steht also verborgen im Haus eine Synology DS211j-Station mit einem RAID-1, das zwei Festplatten mit je 2 TB Speicherplatz umfasst. Also werden meine Daten, wenn ich es recht verstanden habe, auf beide Platten so doppelt verteilt, dass auch im Fall eines Crashes einer Platte die Daten noch da sind.

Da ich keine Kabel verlegen wollte, ergänzte ich einfach das vorhandene Devolo-Dlan-Netzwerk mit einem weiteren Adapter. Auch wenn mein technisch versierter Freund meinte, dass das Kabel vorzuziehen sei, weil ich „ja irgendwann mal Medien durchs Haus streamen möchte in HD-Qualität, was ich jetzt noch nicht wisse, aber in 2 Jahren sei es soweit….“ – ich wollte eine schnelle Lösung ohne Dreck.

Das NAS bot nicht nur eine vollautomatisch Backup-Lösung zusammen mit der Time-Machine vom iMac, sondern durch eine reiche Softwareausstattung auch weitere Möglichkeiten. So habe ich mittlerweile dort auch alle Musik, alle Videos und alle Fotos abgelegt, sodass diese kleine Kiste mir in jede Ecke des Hauses Medien streamen kann – ja sogar per Wlan auch auf das iPad oder iPhone. Und wenn ich gleich mit diesem Artikel fertig bin, werde ich in den Garten gehen und schauen, ob der Stream bis in den Liegestuhl reicht.

Naja, jedenfalls denke ich jetzt über einen HD-Fernseher nach.

Als Ergänzung – Mein System im Detail:

+ Synology DS211j NAS

+ 2x Western Digital WD20EARS Caviar Green 2TB

+ Devolo Dlan Starter Kit 200 AV plus SE II

PS: Im Liegestuhl draußen 1a Empfang Musik und guter Empfang Video-Streaming. App dafür: yxplayer. Der kann UPNP-Server ansteuern, die das NAS bereit hält.

Foto stammt von www.synology.com